Das Heiratsbudget – Wie teuer muss die Traumhochzeit wirklich sein?

0
76
(c) CC0 pixabay.com

Heute haben wir wieder einen neuer Artikel zum Thema Hochzeit für Euch – und zwar soll es sich heute um die Finanzen drehen, denn – und das ist ja nur allzu bekannt – so eine Hochzeit ist eine teure Angelegenheit. Deshalb: Kostenplanung ist eine wichtige Sache!

Also, an Euch verlobte Paare da draußen: Falls Ihr Euch entschieden und beschlossen habt, dieses oder nächstes Jahr zu heiraten, dann habe ich jetzt den ultimativen Tipp für Euch, um alle Hochzeitsplanungen von Anfang an plausibel umsetzbar und für Euch passend zu gestalten. Dieser Tipp klingt jetzt vielleicht erstmal ziemlich simpel und banal, aber:

Entscheidet Euch zusammen für ein Budget, mit dem Ihr insgesamt für Eure Hochzeit rechnet und rechnen könnt!

Heißt: Das Budget solltet Ihr so abstecken, dass dabei Eure finanzielle Situation berücksichtigt und das Budget für Euch beide plausibel ist und eben auch bleibt. Doch hinter diesem Tipp, den ich nun wirklich auch nicht neu erfunden habe, doch der – so einfach er klingt, so schnell auch schon wieder vergessen oder nicht beherzigt wird – so immens wichtig ist, um Eure finanziellen Verhältnisse nicht unbeachtet zu lassen und Eure Hochzeit nicht in finanziell unerreichbare Höhen klettern zu lassen (denn das passiert immer wieder bei Paaren, und auch noch sehr schnell). DAS wollen wir vermeiden und das können wir so auch!

Also: Fangt Eure Hochzeitsplanung nicht ohne eine (ungefähre) Vorstellung des zur Verfügung stehenden Budgets an!!!

Aber was ist nun ein realistisches Budget, wenn man ALLE Faktoren berücksichtigen will, um mit dieser Zahl sagen zu können: „Das ist das Gesamtbudget unserer Hochzeit!“ Was ist also realistisch, und wie kommen wir auf diese Summe? Wie stellt Ihr es an, ein wirklich plausibles Budget abzustecken, da Ihr ja noch – und das ist ja gerade der Clou an der Sache – nicht völlig mittendrin steckt in Euren Hochzeitsvorbereitungen, sondern gerade erst mit der Planung starten und dieses Budget als Ausgangspunkt haben wollt? Es ist ja völlig klar, dass Ihr da noch nicht wisst, welche Hochzeitstorte Ihr wollt und wie teuer die Schuhe vielleicht werden und und und …

Fakt ist: Ihr solltet Euch auf jeden Fall gemeinsam in dieser so wichtigen Sache besprechen. Dieser Punkt sollte auch – wie die gesamte bevorstehende Planung – kein Alleingang nur einer Person von Euch beiden werden. Also: Setzt Euch gemütlich zusammen und nehmt Euch Zeit, um Euch über Euer Budget in Ruhe und ohne Zeitdruck Gedanken zu machen. Ihr könnt das auch auf verschiedene Tage aufteilen – denn es verhält sich hier wie bei vielen anderen Dingen auch: Man kommt oft erst auf das wirklich Richtige, wenn die Gedanken Zeit haben, etwas zu reifen … 😊

Zurück zum Punkt der Orientierung an der finanziellen Lage: Fakt ist, dass Ihr auf jeden Fall beachten solltet, Euch an Euren finanziellen Verhältnissen zu orientieren! Nur so könnt Ihr gewährleisten, dass Ihr kein zu hohes (zu niedrig kommt wohl kaum vor) Budget festlegt, welches Ihr später nicht stemmen könnt oder wozu ihr unter Umständen von außen Hilfe braucht. Was übrigens – nur mal so am Rande – auch überhaupt nicht schlimm ist und sogar total häufig vorkommt. Denn oft sind es – je nach Alter und Gesetztheit im Leben zum Zeitpunkt der Hochzeit – die Eltern einer Seite oder sogar beider Seiten, die dem verlobten Paar direkt eine finanzielle Unterstützung in Hinblick auf die Hochzeitsfeier zusagen. Zumindest läuft das oft so, ohne dass das jeder mitkriegt oder weiß oder ausplaudert. Falls dem so sein sollte, ist es also wichtig, diesen „Bonus“ mit einzuberechnen bzw. dementsprechende Töpfe auch sinnvoll einzusetzen, um nicht zwangsweise in der Vorbereitung des wohl schönsten, womöglich wichtigsten Festes im Leben zusätzliche Sparmaßnahmen einlegen zu müssen.

(c) CC0 pixabay.com

Doch – und das ist ein wichtiger Aspekt – solltet Ihr nicht im Voraus mit finanzieller Unterstützung rechnen. Rechnet für Euch anfangs mit einem für EUCH tragbaren Budget!

Und zu dem vorigen Punkt gehören beispielsweise genauso die von vielen Paaren (auch nicht ganz zu Unrecht) bereits im Voraus der Planungen und im Zusammenhang mit der Budget-Planung mit einberechneten – und womöglich wieder durch das Hochzeitsfest hereinkommenden Geldgeschenke in Form von Scheinen oder raffiniert gebasteltem Bargeld am Tag der Hochzeit. Auch das ist ein Punkt, den Ihr zwar berücksichtigen könnt, mit dem Ihr aber nie in einer bestimmten Höhe sicher rechnen könnt. Und daher nicht solltet!

Nehmt Euch das zu Herzen und es wird sich lohnen. Nun also zu der Höhe Eures Budgets: Natürlich hängt die Zahl, die Ihr da festlegt, ganz grundlegend davon ab, ob Ihr „nur“ standesamtlich oder kirchlich oder in beiden Formen heiratet. Überdies ist ein weiterer Faktor, der sich in der Geldplanung niederschlägt, die von Euch ausgewählte Feierlokalität – wenn Ihr da also mit einem kleinen Schlösschen plant, wird Eure Ziffer zu Beginn zurecht etwas nach oben ausschlagen. Denn auch das ist ein weiterer wichtiger Grundsatz: Für Dinge in Eurer Hochzeitsplanung, die Ihr BEIDE UNBEDINGT wollt und auch schon wisst, in welcher Höhe die preislich (auch nur ganz ungefähr!) liegen, dann berechnet das schonmal mit etwas Puffer nach oben hin ein – das gilt sowieso auch für das gesamte Budget: immer Puffer einplanen!!! Ihr habt ja schließlich Eure Hochzeit noch nicht komplett durchgeplant – auch nicht finanziell bis dato.

So, und nun zum wohl wichtigsten Faktor, von dem Euer Budget abhängt:

Wie groß wird Eure Hochzeitsgesellschaft sein? Mit wie vielen Leuten feiert Ihr? Wen ladet Ihr alles ein? Und da ist auch klar – Ihr habt Euch noch gar nicht unbedingt über jeden und jede den Kopf zerbrochen, ob es Sinn macht, den oder diejenige einzuladen oder nicht; doch Ihr solltet zumindest zu zweit grob abschätzen können, ob Ihr in größerem Rahmen (also etwa über 100 Personen) zu Eurem Fest einladen wollt oder Euch etwa auf die engere Familie plus den Euch direkt umgebenden Freundeskreis beschränken wollt. Denn es ist nun mal so: Die Versorgung Eurer Gäste an Eurem Tag ist ein maßgeblicher Faktor in Sachen Kostenvoranschlag. Ist ja irgendwie auch klar und darf bzw. sollte ja fast auch so sein, denn an der Hochzeit ist eben Schlemmen angesagt – und das auch völlig zurecht. Und für alle.

Also: Denkt drüber nach, wie groß in etwa Eure Hochzeitsgesellschaft sein wird und schätzt die etwaige Personenzahl ab – grob reicht, aber schätz es ab. Auch das wird sich – im wahrsten Sinne des Wortes – „auszahlen“, damit die Preise später nicht in exorbitante Höhen steigen, von denen Ihr nie erwartet hättet, dass sie Euch auch nur je einmal betreffen könnten!!!

So verhält es sich eigentlich mit allen weiteren Faktoren, die mit in die preisliche Budget-Absteckung hineinspielen. Wenn Ihr also schon wisst, ob Ihr eine Band engagieren und unbedingt alle mit exklusiver Live-Musik zum Tanzen bringen wollt, falls Ihr bereits wisst, wie teuer Euer Kleid oder Anzug sein soll/darf, falls Ihr schon genaue Vorstellungen über verschiedene einzelne Faktoren habt, so rechnet diese mit ein.

(c) CC0 pixabay.com

Ansonsten ist der Grundstein des Budgets, wie oben erwähnt, die Anzahl Eurer Gäste, die Preislage Eurer Traum-Location plus die einzelnen Faktoren, die Ihr bereits kennt! Dazu kommen dann all die Faktoren, von denen Ihr die Preislage noch gar nicht erahnen könnt. Deshalb ist eine Möglichkeit, dass Ihr alle einzelnen Faktoren, die ins gesamte Budget eurer Hochzeit hineinspielen, auflistet und pro Faktor eine Summe x ansetzt, die Ihr in dieser Sache verwenden und nicht übersteigen wollt. So kommt Ihr schnell zu einer absehbaren Summe, die in einem für Euch realistischen Bereich liegt. Etwaige Bereiche wären z.B. Kleidung (Kleid für die Kirche, Kleid für das Standesamt, Anzug Bräutigam, Kleid Zubehör, Schmuck, Schuhe für Braut und Bräutigam, Eheringe), Essen/Trinken (Sektempfang?, Polterabend?, Saalmiete, Hochzeitsessen, Getränke, Kaffee und Kuchen, Hochzeitstorte), Blumen/Deko (Brautstrauß, Blumenschmuck aller Art, Tisch-Deko), Standesamt/Kirche (Anmeldegebühr, Familienstammbuch, Heiratsurkunden, Gebühren Kirche, Musik, Spende Kirche, …), Druckerei (Einladungs-, Tisch- u. Menükarten, Liederheft (Kirche), Danksagungskarten), Flitterwochen (Hochzeitsreise) & Sonstiges (Brautfrisur, Make-Up, Hochzeitsauto, Fotograf, Hochzeitsvideo, Musik für die Feier, …).

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Ihr – ohne die einzelne Auflistung aller Angelegenheiten und mit der Hochzeitsplanung in Verbindung stehenden Teilbudgets – eine insgesamte Summe x für Euch ansetzt, die Ihr für Euer Fest einhalten wollt. Das ist das, was Ihr Euch als Ziel Eurer Überlegungen stecken solltet. Und damit habt Ihr es dann auch schon 😊

Und dieser Schritt wird Euch – versprochen! – helfen, um den Überblick innerhalb Eurer einzelnen Teilbudgets in der Hochzeitsplanung zu behalten. Dann könnt Ihr beruhigt und mit einem guten finanziellen Plan im Hinterkopf in Eure Hochzeitsvorbereitungen starten und Euch, falls ihr die einzelnen Faktoren aufgelistet habt, Punkt für Punkt vorarbeiten. Klar ist auch, dass das alles Dinge sind, die zwar irgendwo organisatorischen Aufwand bedeuten, die es aber sowas von wert sind, weil es letzten Endes um Euer ganz persönliches Fest der Liebe geht – also verzeiht mir bitte die in diesem Artikel etwas „neutrale“ Sprache, aber es ging um Finanzen … 😉

In diesem Sinne: Guten Start in Eure Hochzeitsplanung und stets einen guten Überblick über Euer Budget. Mit den hier genannten Tipps könnt Ihr guten Gewissens und voller Vorfreude mit den Vorbereitungen beginnen – und sicher sein, dass Ihr im Nachhinein sagen könnt, Ihr habt gut geplant und realistische Ziele abgesteckt und vor allem: Ihr konntet sie auch einhalten. Denn das ist – natürlich, nachdem Ihr Euer Budget abgesteckt habt – das A und O, das Allerwichtigste, dass sich die Arbeit dafür überhaupt gelohnt hat: Dass Ihr mit Eurem Budget auskommt!

Denn sonst kann man schonmal ganz schön schnell und super unerwartet in eine Art Falle geraten, die sich entsprechend dem Schneeballprinzip entwickeln kann und ein Kostenpunkt um den anderen entpuppt sich als teurer, als man vorher dachte oder geplant hat; doch dann ist erstmal Ruhe bewahren und den Überblick (wieder-)gewinnen angesagt. Danach könnt Ihr Euch zu zweit beraten, an welchen Stellen Ihr das so machen wollt und auch mal mehr bezahlt, als Ihr ursprünglich geplant hattet, bzw. an welchen Punkten es Euch nicht ganz so wichtig ist und Ihr eine Alternativlösung eingehen könnt, die Euer Pensum nicht exorbitant überhöht.

Daher: Gebt nicht mehr Geld aus, als geplant und versucht stets, in Eurem Budgetplan zu bleiben!

Dafür ist natürlich eine möglichst realistische Abschätzung des Gesamtbudgets erforderlich (s.o.). Und – der vielleicht noch wichtigere Punkt: Gebt nur so viel aus, wie Ihr Euch tatsächlich leisten könnt! Im Rausch der Hochzeit wird dieser sonst so logische, naheliegende Aspekt gerne mal vergessen … und dann kommt es zu dem oben skizzierten Drama. Und deshalb: Plant nur, was in finanzieller Hinsicht von Euch tatsächlich plausibel umzusetzen ist!

… also: Schaut, dass Ihr pi mal Daumen mit Eurem geplanten Budget klarkommt. Klar, hundert Euro hin oder her machen im Endeffekt den Kohl auch nicht mehr fett. Doch das darf nicht zu einer Dauerschleife werden und sollte also am Schluss maximal einmal vorkommen, bei einem Teilbudget etwa. Also: Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr nach der Festlegung auf ein Gesamtbudget dieses auch einhaltet – und schon seid Ihr die glücklichsten Menschen auf der Welt.

(c) CC0 pixabay.com

Na dann kann es ja jetzt losgehen mit Euren Planungen – auf dass Euch Euer ganz persönliches Budget eine super Orientierung gibt und Ihr am Ende guten Gewissens sagen könnt, Ihr habt es gesteckt und eingehalten – alles Beste dafür!! (LG)