Die aphrodisierende Wirkung der Düfte

0
435
Rosenblüten (c) Mildred Klaus, pixelio.de

Jeder Mensch lässt sich, bewusst oder unbewusst, von Düften beeinflussen. Angenehme Düfte können auf vielerlei Arten anregend und Lust bringend wirken. Manche machen Appetit auf Speisen und Getränke, andere auf Sex. Und wieder andere stehen für Sonne, Strand und Meer und lassen in uns Urlaubsstimmung aufkommen … oder Adventsstimmung. So bestimmt unser Geruchssinn ein Stück weit mit, welche Bilder in unseren Köpfen entstehen und wie wir uns auf Grund dieser Eindrücke (hin)geben und handeln.

Bestimmte Düfte haben somit auch einen Einfluss auf unser Liebesleben. Düfte, die für knisternde Erotik sorgen, sind aphrodisierend. Dieses Wort wird von der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit hergeleitet: Aphrodite. Diese speziellen Düfte atmen Romantik und Sinnlichkeit. Sie verführen zur vollen Hingabe und regen die Lust auf Zärtlichkeiten an. Zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Aphrodite wurden in Griechenland viele Feste unter dem Namen „Aphrodisia“ gefeiert. Hierbei stimulierten sich die Menschen mit stark duftenden Pflanzen und würzigen Kräutern. So entstand die Verbindung von Aphrodite mit sexueller Lust, wofür sie auch heute noch steht: als Göttin der Liebe und Begierde.

Unter den unzähligen Düften lässt sich für jeden etwas Passendes finden. Es gibt natürliche und künstliche Düfte. Meist werden sie von Frauen, aber auch von Männern, am Körper als Parfüm aufgetragen und verströmen so ihre Wirkung. Sie können jedoch auch ganze Räume samt der darin befindlichen Personen in entsprechende Stimmung versetzen, zum Beispiel für einen romantischen Abend. Ein gemeinsames Dinner bei Kerzenschein, ein entspanntes Bad zu zweit, eine Partnermassage … Für all das eignet sich ein Raumduft, der aphrodisierend wirkt und dem geplanten Vorhaben den passenden Rahmen gibt. Neben Duftkerzen, die auch schon wegen ihres stimmungsvollen Lichtspiels sehr zu empfehlen sind, bieten sich Duftöle, Räucherstäbchen oder Diffuser an. Sie alle schaffen auf einfache Weise ganz sanft eine warme Stimmung und verbreiten einen aphrodisierenden Duft im Raum.

Noch mal zu den griechischen Aphrodisia-Festen zurückkommend, lassen sich Düfte auch ganz gezielt am Körper einsetzen. Nicht nur wie oben erwähnt klassisch als Parfum, sondern auch als Massageöle, Körperlotionen und Badezusätze. Für sinnliche Entspannung alleine oder zu zweit. Doch warum wirken Düfte zum Teil so stark auf uns? Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien gelangen Gerüche ungefiltert in unser limbisches System, in das Zentrum unseres Unbewusstseins. Dort beeinflussen sie unsere Emotionen. Sie regen die Drüsentätigkeit an und lösen teilweise starke Gefühle aus, welche wir nicht kontrollieren können. Wenn uns ein bestimmter Duft an etwas erinnert, können wir dem nicht so einfach gegensteuern.

Badesalz (c) www.foto-fine-art.de, pixelio.de

So geht es auch mit der Dufterinnerung einher. Hatte man einmal beim Sex den warmen Vanillepudding-Duft, z.B. des Parfüm Hypnotic Poison von Dior in der Nase, wird uns dieser Geruch immer wieder an Sex erinnern und so auch anregend wirken. So kann es auch mit vielen anderen Düften der Fall sein. Und ist uns diese Tatsache bekannt, verfügen wir über eine unschlagbare Waffe, die wir jederzeit gezielt einsetzen können.
Welche Gerüche auf wen wie wirken, ist natürlich individuell verschieden.

Dennoch gibt es Düfte, welche nachweisbar in hohem Masse stimulierend wirken. Einige davon möchten wir euch natürlich vorstellen:

  • Es ist Jasmin, der Duft dieser Blüte erinnert an den Geruch, der von Menschen beim Liebesakt verströmt wird. Daher wirkt Jasmin besonders anregend.
  • Die exotische Ylang-Ylang-Pflanze wirkt betörend.
  • Der Klassiker, die Blume der Liebe, die Rose, verleitet zum Schmachten und erweckt unsere Lust.
  • Auch der Lilie wird ein erotisierendes Aroma nachgesagt.
  • Ingwer und Muskat sind ebenfalls intensive und anregende Gerüchte.
  • Moschus und Sandelholz-Duft wollen Forscher im menschlichen Sexuallockstoff gefunden haben, was ihren aphrodisierenden Reiz erklären könnte. Auch die Vanille erinnert an einen Duft, welcher in besagten Lockstoffen enthalten ist.
  • Das aus Blättern des Patschuli-Strauchs gewonnene ätherische Öl wird in der Aromatherapie nicht nur gegen Erschöpfung und zur Stimmungsaufhellung, sondern auch als Aphrodisiakum genutzt.
  • Dann wäre da noch Ambra, eine wachsartige Substanz aus dem Verdauungstrakt der Wale. Ambra gilt ebenfalls als aphrodisierend und wurde lange Zeit für Parfüms verwendet. Heute wird sie meist durch synthetische Geruchsstoffe ersetzt.

Natürlich könnt ihr auch zu Hause mit den verschiedenen Düften experimentieren, beilspielsweise mit selbstgemachten Ölen oder Badezusätzen. Hier ist als kleine Anregung unsere Lieblingsmischung für euch:

Liebesöl

20 ml Mandelöl
2 Tropfen Sandelholz
2 Tropfen Muskatellersalbei
2 Tropfen Rosenöl
1 Tropfen Ylang Ylang
1 Tropfen Yasmin

Diese sinnliche und anregende Ölmischung könnt ihr als Massageöl anwenden. Zum Beispiel bei einer Hand-, Rücken- oder Fußmassage. Oder ihr mischt euch einen betörenden Badezusatz daraus. Damit sich die Öle mit dem Wasser vermischen, benötigt ihr einen sogenannten Emulgator. Hierfür eignen sich ganz besonders Milch, Sahne oder Honig. Diese pflegen die Haut wunderbar zart. Wir empfehlen 3-4 EL in die warme, gefüllte Badewanne zu geben und 1 EL unseres oben genanntes Liebesöls.

Wir wünschen viel Vergnügen und gute Entspannung! (SB)

(c) Barbara Eckholdt, pixelio.de