Die erste gemeinsame Wohnung

0
76
Foto: RainerSturm/pixelio.de
Foto: RainerSturm/pixelio.de

Vielleicht kennt ihr das: Die Aufregung steigt, ihr freut euch so sehr auf die Zeit in der ersten gemeinsamen Wohnung. Bis dahin ist sehr viel noch vorzubereiten und zu planen. Was wollt ihr für Möbel, soll eine Wand farbig sein, wer hilft beim Umzug? Fragen über Fragen und viele, viele Dinge, die Aufmerksamkeit, Zeit und Kraft beanspruchen.

Aber all das lohnt sich, wenn ihr dann endlich zusammen wohnt, das denkt ihr zu mindestens die ersten drei Wochen. Und dann beginnt der Alltag, und ihr müsst darauf achten, dass der Partner nicht auch zum Alltag und damit selbstverständlich wird.

Wenn ihr zusammen wohnt, werdet ihr die ein oder andere Macke des anderen kennenlernen. Und hoffentlich auch lieben lernen. 😉 Da muss man schon hin und wieder über etwas hinwegsehen können, damit man sich nicht immer wieder über Kleinigkeiten streitet.
Ob das der nicht runtergeklappte Toilettendeckel ist, die Socken, die überall verteilt liegen bleiben, oder das Badfenster, was nicht wieder zugemacht wird nach dem Duschen. Man muss sich an die Eigenheiten des Partners erst gewöhnen. So eng hat man schließlich noch nie zuvor zusammen gelebt. Sich tagtäglich zu sehen, ist nicht immer einfach.

Aber sich täglich zu sehen, ist auch wunderschön. Die Medaille hat immer zwei Seiten. Man lernt sich noch viel intimer kennen als zuvor, aber man muss erst mal schauen, ob einem diese intime Seite auch gefällt. So lange man über das ein oder andere hinweg sehen und schmunzeln kann, sollte der gemeinsamen, glücklichen Zukunft nichts im Wege stehen.
Und wenn der Partner einen dann doch mal zur Weißglut bringt, dann solltet ihr einfach mal ein bisschen Platz zwischen euch bekommen. Geht in einen anderen Raum oder kühlt euere Gemüter mit einer Runde Laufen oder Spazieren ab. So kommt man auf andere Gedanken, und meistens ist es im Nachhinein gar nicht so schlimm wie genau in der Situation.

Immer alles komplett ausdiskutieren bringt meistens nicht den großen Erfolg. Manchmal sollte man einfach über Kleinigkeiten hinweg sehen. Aber nicht über grundlegende Dinge! Wenn man die zu oft unterdrückt, bringt das überhaupt nichts. Man sollte in diesen Fällen der Realität ins Auge sehen.
Aber wir wollen doch mal hoffen, dass der Einzug in eure Wohnung der Beginn einer langen, glücklichen, gemeinsamen Zukunft wird. Schließlich geht man diesen Schritt nicht, ohne gründlich darüber nachzudenken. Und wenn erst einmal die Wohnung fertig eingerichtet und der Trubel vorbei ist, kann man sich gehen lassen und in den Armen des Partners jeden Abend einschlafen. Ist das nicht eine tolle Vorstellung! (FL)Foto: Elena Elisseeva/shutterstock.com