Die ersten Hochzeitsplanungen: Wann, wo und wie?

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(c) CC0 pixabay.com

Sind wir ehrlich: Jeder kennt es, sei es nur vom Hörensagen oder bereits aus eigener Erfahrung: Eine Hochzeit ist keine so einfache Sache! Es gibt unfassbar viele Dinge zu klären, zu überlegen, zu planen, vorzubereiten – es ist quasi DAS Mammutprojekt, welches ein Paar in seinem Leben je plant.

Ein immenser organisatorischer Aufwand, unzählige Fragen stehen im Raum und wollen sorgfältig betrachtet, abgewogen und entschieden werden.

Doch wo soll man denn bei alldem, was da an Organisationsaufwand vor einem liegt, anfangen? Was ist bei einer Hochzeitsplanung wirklich wichtig? Und was kann erstmal hinten angestellt werden?

Eins ist – nicht nur, aber eben auch in Sachen Heirat – sicher: Die W-Fragen beantworten zu können, ist schonmal das A und O! Das heißt, losgehen sollte es in der Vorbereitung mit der Beantwortung der W-Fragen, wozu unter anderem die Klärung der folgenden Fragen gehört:

Wann, wo und wie, also in welchem Rahmen soll die Hochzeitsfeier stattfinden?

Sich diesen ersten grundsätzlichen Fragen gemeinsam zu widmen, stellt in jedem Fall einen guten Startpunkt für jede Hochzeitsplanung dar. Dabei kann es selbstverständlich ganz unterschiedliche Antworten auf diese Fragen geben, denn schließlich existieren schon alleine, wenn es um den Rahmen einer Hochzeit geht, völlig unterschiedliche Realisierungsmöglichkeiten: So gibt es hierbei etwa die Möglichkeit, die Hochzeit in einem sehr überschaubaren, kleinen Kreis der engsten Verwandten und Freunde stattfinden zu lassen. Oder man kann ein riesiges Fest für jeden Teil der Verwandtschaft plus alle möglichen Freunde schmeißen. Oder aber es geht noch kleiner als die erste Möglichkeit und das wäre dann wohl die klischeehafte und sonst meist nur von Prominenten bekannte Strandhochzeit lediglich zweisam – ohne große Gäste. Womöglich fernab von Zuhause.

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Zu der Frage nach dem Rahmen einer Hochzeit gehören übrigens selbstverständlich auch Überlegungen zum Stil, den diese Feier haben soll: Soll es eine besonders ausgefallene, feierlich-elegante Hochzeit werden? Oder liegt der Fokus etwa auf rustikal und vor allem ungezwungen? Mit solchen und anderen Fragen solltet Ihr Euch zu zweit befassen und dabei Eure jeweiligen Vorstellungen und Ideen zunächst einfach nur austauschen, um sich so ein Bild von dem zu machen, was bereits in Euren Köpfen schwebt.

Abgesehen von diesen drei generellen Möglichkeiten, die einen jeweils unterschiedlichen Rahmen von Hochzeit entstehen lassen und wobei es selbstverständlich auch Kompromisslösungen gibt, die irgendwo zwischen den drei dargestellten Realisierungsmöglichkeiten liegen, sind da noch die W-Fragen wo und wann, d.h. die Frage nach Ort und Zeit.

Dabei steht es nicht klipp und klar fest, ob die drei Fragen gleichzeitig oder nacheinander überlegt und beantwortet werden sollten; ich glaube aber, dass es in den meisten Fällen so ist, dass sich die Fragen überschneiden und man beispielsweise in den Überlegungen zu Ort und Zeit ganz automatisch auch den Rahmen der Hochzeit, also das „Ausmaß“ der Feier, berücksichtigt. So läuft das zumindest ziemlich oft. Was ja auch gut ist so, denn nicht zuletzt sind diese drei Fragen nach Ort, Zeit und Rahmen des Festes Fragen, die eng miteinander verflochten sind.

Und was den Ort einer Hochzeitsfeier betrifft, so gilt auch hier der generelle Grundsatz aller, wirklich aller (ja…!) Hochzeitsüberlegungen: Es sind Euch keine Grenzen gesetzt! Es geht ALLES. Und damit ist auch wirklich fast jeder Ort gemeint, den man so in Betracht ziehen und sich als gemeinsamen Trauungsort vorstellen könnte 😉

Gerade dieser Es-ist-alles-möglich-Grundsatz, der zunächst einfach nur sehr verlockend und nach ganz viel Freiheit klingt, macht es dann gleichzeitig wieder schwierig, denn man hat dann die Qual der Wahl und den eigenen Traumvorstellungen sind keinerlei Grenzen gesetzt. Das heißt so ungefähr, Ihr könnt sowohl im besten Lokal der Stadt als auch im Wilden Westen oder unter Palmen in der Karibik heiraten – und ja, wirklich, dem ist so. Deshalb müsst Ihr Euch über Eure individuellen Vorstellungen erstmal völlig klar werden. Stellt Euch vor, morgen findet Eure Hochzeit statt und dann versucht im Kopf die Bilder durchzugehen, wie alles aussehen soll: So könnt Ihr zumindest herausfinden, was Ihr Euch als Euren perfekten Ort zum heiraten so vorstellt.

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Natürlich kann es auch sein, dass Euer Partner/Eure Partnerin eine ganz andere Vorstellung davon hegt als Ihr selbst. Das ist dann auch überhaupt nicht schlimm, sondern einfach nur normal. Denn schließlich hat ja jeder in der Beziehung immer noch seinen eigenen Geschmack, seine eigenen Überlegungen, individuelle Vorzüge oder Ähnliches. Und das ist auch gut so!

Also keine Sorge: Ihr kommt da schon auf einen grünen Zweig – denn schließlich ist Eure Hochzeit ja doch noch nicht morgen 😊 Die Devise ist hier also: Gebt Euch die nötige Zeit dafür, um solche Dinge wirklich in Ruhe durchzudenken und irgendwann festzulegen.

Sprecht auch gerne mit Familie oder engsten Freunden darüber, das hilft manchmal ungemein, gerade weil Eure Nahestehenden einfach Eure Vorlieben kennen, nur zu gut über Eure Wünsche Bescheid wissen und trotzdem mit ihren eigenen Vorstellungen Euren Horizont dahingehend nochmals (manchmal um ein erstaunliches Maß) erweitern können 😊 – das tut gut, ist nicht schwer einzufädeln (eher vollkommen normal, dass man solche Themen auch mal zusammen bespricht, wenn man schon solch liebe Leute um sich hat) und kann im Zweifel enorm weiterhelfen.

Hütet Euch nur vor Menschen, die allzu starre, festgefahrene Meinungen und Vorstellungen haben und in dem Bereich nicht so richtig flexibel sind – das könnte einige Schwierigkeiten mit sich bringen, weil solche Leute direkt erwarten, ihre eigenen Wünsche umgesetzt zu sehen, wozu sie womöglich (noch) nicht die Chance hatten oder die sich nicht so ergaben. Nur sagt Euch dann immer wieder:

„Niemandem „gehört“ das Fest so wie uns! Wir als Paar sind es doch, die den größten Tag unseres Lebens feiern und diesen deshalb in vollen Zügen genießen wollen! Und genau aus dem Grund wollen wir den Tag und die Hochzeitsfeier so gestalten, dass wir damit glücklich sind, dass wir eigene Träume damit wahr werden lassen, dass wir eigene Vorstellungen umsetzen… und nicht diejenigen Vorstellungen anderer Personen unseres Umfelds!“

Haltet Euch das immer wieder vor Augen, wenn Menschen in Eurer Nähe Gefahr laufen, Euch in irgendwelchen Entscheidungen zu stark zu beeinflussen, denn das ist wirklich immens wichtig, damit Ihr für Euch trotzdem unabhängig bleibt und Euch frei fühlt in dem, was Ihr plant.

Abgesehen von diesen drei Fragen, die wir nun kurz angerissen haben, gibt es selbstverständlich noch tausende andere Gedanken, die ins Thema Hochzeitsplanung mit einfließen und auch berücksichtigt werden wollen. Sei das nun die Wahl der Trauzeugen, des Hochzeitsmenüs, der Tischanordnung, der Raumgestaltung, der Frisur, des Hochzeitsautos, die Kleider der Brautjungfern oder oder oder … und die Liste lässt sich schier endlos fortsetzen. Denn Dinge, die vorbereitet werden wollen und die sich erst auftun, sobald der durch unsere W-Fragen beantwortete Rahmen der Hochzeit steht, gibt es mehr als genug. Doch es sind auch genau diese Dinge, die dann erstmal auf die lange Bank geschoben werden können – und zwar mit gutem Gewissen! Hierbei ist von oberster Priorität was…?

Die Sache der Priorisierung selbst 😉

Was also auf Eurer Rangliste oder in der Chronologie, die es zu beachten gibt, nicht auf die ersten paar Plätze geschafft hat, kommt auch nicht vor den wirklich entscheidenden Aspekten auf die Hochzeitsplanungsagenda! Das an dieser Stelle nur kurz als Tipp, der Euch viele unnötige Gedankenspiele ersparen lässt:

Setzt Euch zu zweit in Ruhe hin, schreibt auf, was Ihr schon wisst, welche Fragen Ihr bereits beantwortet und welche Kategorien der Feierplanung bereits entschieden habt, und Ihr notiert alles, was darüber hinaus noch zu tun ist – ihr erstellt also eine To-do-Liste. Allerdings nicht irgendwie, sondern chronologisch angepasst und auf Euren Hochzeitstermin (die Frage nach dem Wann von oben) abgestimmt. So legt Ihr nicht nur fest, was es alles zu planen gilt, sondern auch, wann ungefähr welche Dinge vorbereitet werden. Damit priorisiert Ihr wiederum automatisch Eure einzelnen Vorhaben, indem Ihr sie chronologisch so fixiert, dass klar ist, welche Entscheidungen eventuell erst später getroffen werden können, da sie auf Variablen aufbauen, die dazu erst selbst im Voraus beschlossen werden müssen.
Berücksichtigt Ihr diesen Tipp und notiert dann Eure einzelnen Planungskategorien, so umgeht Ihr schonmal einige potenzielle Planungspannen!!

Und bringt Ihr das alles auch noch in ein für Euch passendes Format, ein gemeinsames Dokument, welches Ihr zu zweit verwaltet und sukzessive weiter vorantreibt und hier und da auch mal Euren Freunden oder Eurer Familie zeigt, so ist auch bürokratisch eine solide Basis gestellt, um eine erfolgreiche Hochzeitsplanung zu realisieren.

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Aber hier nun nochmal die Erinnerung: Wenn Ihr diese To-Do-Liste habt, macht euch bitte, bitte nicht verrückt! Klar sieht das nach unzähligen Elementen aus, die sorgfältig präpariert werden wollen.

Aber dennoch und das lässt sich – zum Glück! – nicht entkräften: Die Frage nach dem wann, wo und wie Eurer Hochzeit ist aller Anfang und der ist bekanntlich öfter mal schwer. Heißt für Euch so viel wie: Diese Fragen beantwortet zu haben und einen Zeitpunkt, einen Ort und einen Rahmen für Euer gemeinsames Hochzeitsfest festgelegt zu haben heißt nicht, dass Ihr jetzt die ersten drei von insgesamt womöglich weit über hundert zu klärenden Fragen beantwortet habt, nein denn: Alle nachfolgenden Überlegungen bauen grundlegend auf diesem Hochzeitsgerüst auf und damit kann gesagt werden, dass diese drei Elemente die grundlegendsten Aspekte einer Hochzeitsplanung sind und somit in ihrer Priorisierung und in ihrem Gewicht auch viel relevanter und gewichtiger eingeschätzt werden können und dürfen als diverse andere zu klärende Fragen. Oder einfach gesagt: Der von euch festgelegte Rahmen dieser drei W-Fragen ist – und damit schlage ich den Bogen zu oben – schonmal die halbe Miete! Diese Fragen zu entscheiden heißt, mehr zu entscheiden als vielleicht die Fragen nach Tischtuchlänge, Serviettenfarbe oder der Frisur des Personals, das Euer Catering schmeißt =)

Wie auch immer Ihr Euch aber bei den aufgeführten drei Fragen entscheidet: Die Tatsache, dass Ort, Zeit und Rahmen Eurer Hochzeitsfeier von Euch ins Auge gefasst und nach guter Überlegung festgelegt werden, ist Orga 1.0 Eures Festes! Damit habt Ihr schonmal den äußeren Rahmen gesichert und das ist bekanntlich schon fast die halbe Miete (auch wenn klar ist, dass bei einer so bedeutsamen Sache natürlich noch vielerlei andere Dinge zu planen sind).

Ganz klar und völlig außer Frage steht die Tatsache, dass die Sache mit der Location eine nicht mal kurz so herbeizuzaubernde Komponente ist, die es sofort zu wissen gilt, aber dazu kommt bald ein Extra-Beitrag von mir 😊 (LG)