Die Suche nach dem perfekten Brautkleid

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(c) CC0 pixabay.com

Es ist wohl das Allerschönste und zugleich eines der bedeutsamsten Dinge, die eine Braut in Vorbereitung auf ihre Hochzeit zu tun hat: Das Kleid der Kleider aussuchen!

Darauf freuen sich garantiert so gut wie alle Frauen, die voll in ihrer Hochzeitsplanung stecken. Schließlich ist es ja auch was ganz Besonderes, das Outfit für den ganz großen Tag auszuwählen, an dem man im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, da soll schließlich auch das Kleid was hermachen und perfekt zu einem passen. Und ganz nebenbei gehört dieser Punkt der Hochzeitsplanung ganz bestimmt schon allein deswegen zu einer der Lieblingsvorbereitungen, die eine Braut zu treffen hat, weil es ganz einfach bedeutet, shoppen zu gehen! 😊

Denn ganz im Ernst: Welche Frau hat sich sich als Kind, Teenager oder junge Erwachsene nicht schonmal im Brautkleid vorgestellt und sei es auch nur im Traum?!
Zweifellos die schönste Sache der Welt – doch:

Wie kommt Ihr nun zu Eurem perfekten Brautkleid und wie sieht es aus???

Wie bei so vielem gilt auch hier: Viele Wege führen nach Rom, das heißt, es gibt auch bei diesem zweifellos sehr bedeutenden Thema in der Hochzeitsvorbereitung ganz unterschiedliche Wege, die Ihr bei der Vorgehensweise und dem Weg zu Eurem Brautkleid einschlagen könnt – hier einige Inspirationen:

  • Ihr habt bereits Eure persönliche Schar an Brautjungfern, die Euch alle blind kennen, perfekt einschätzen, Euren Geschmack immer treffen und zuverlässig sind? Dann könnt Ihr zumindest darüber nachdenken, ob Ihr – eventuell mit zusätzlicher Unterstützung Eurer lieben Mama – einen Termin in einem großen Brautmodengeschäft vereinbart und Euch einen halben Tag lang – so ganz nach der amerikanischen Art mit Empfang, Verpflegung hinterher und einer rundum-Beratung zur Anprobe – durch sämtliche Brautkleider probiert. Das kommt immer mehr in Mode, mit dieser Suche einfach einen schön verbrachten Tag mit allem Schnickschnack und den besten Freundinnen zu verbinden und diesen Rahmen als Anlass als „Es-ist-alles-möglich-ich-probiere-mich-hier-zwischen-Sekt-und-Champagner-durch-alle-möglichen-Brautkleiderschnitte-durch“ zu nehmen und ganz nebenbei noch eine tolle, höchst kompetente Beratung an der Seite zu haben, die gewillt ist mit Euch und Eurer Begleitung im Brautmodenhaus Euer ganz persönliches Kleid finden möchte, das Euren Charakter unterstreicht.
  • Oder mögt Ihr es lieber, Euch mit maximal einer Freundin (oder Mama) oder sonst einer nahestehenden Person auf den Weg zu machen, um ganz spontan und ohne vorherige Vereinbarung (und übrigens: auch ohne Kosten für einen halben Tag Verköstigung für den halben weiblichen Freundeskreis – entscheidender Vorteil hier) in ein, zwei Brautmodeläden zu gehen und Euch ganz nach Lust und Laune und ohne großartige Planung zuvor umzuschauen, eventuell eine Beratung punktuell hinzuzuziehen und Euch einfach inspirieren zu lassen? Dann ist diese Variante sicherlich die beste für Euch. Hier könnt Ihr Euch wirklich bewusst sein: „Ich bin an nichts und niemanden gebunden, ich kann mich frei fühlen auf meiner Brautkleid-Suche, ich quatsche mit meiner Freundin, sie sagt mir, wie sie meine Favoriten an mir findet und wenn’s mal nichts ist, dann ziehen wir einfach weiter zum nächsten Geschäft.“ Natürlich muss man dafür eventuell auch mal ein bisschen weiter fahren, aber es lohnt sich 😉

Und ganz egal, ob Ihr nun Variante eins, zwei oder ein Zwischending wählt: Keine der beiden Varianten ist besser als die andere – sie sollte nur zu Euch, Eurer Einstellung, Euren Erwartungen und Eurem Typ passen – im Endeffekt fast wie beim Kleid selbst!! Denn nichts ist mühseliger, als einen halben Tag in einem einzigen Geschäft totzuschlagen, wenn Ihr merkt: „Das hier ist es einfach nicht, das passt nicht zu mir!“ Dann ist Euch JEDER – und auch deine dickste Busenfreundin, die sich schon so lange auf diesen Tag gefreut hatte, mit Euch hier zu sein – dankbar, wenn Ihr es sagt, sobald Ihr es bemerkt und nicht erst, nachdem Ihr allen Frust der Situation in Euch hineingefressen, der Beratung immer noch schön zugelächelt und keinem einen Schimmer von dem erzählt habt, wie es Euch wirklich damit geht.

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Wie auch immer Ihr Euch also bei der Vorgehensweise entscheidet: Versucht zuallererst herauszufinden, was EUCH gefällt. Bevor Ihr schaut, was Euch steht und was nicht. Dazu ist es mehr als ratsam, einfach mal im Internet zu surfen und unter Fotos, in Online-Katalogen oder direkt in Online-Stores nach Brautmode zu suchen, ein wenig zu stöbern und Euch inspirieren zu lassen 😊 Da ist immer das oberste Motto: Nehmt Euch die Zeit, die Ihr braucht (Das gilt übrigens auch für die ganze Sache: Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen – ich habe mein Kleid im Dezember in Berlin gefunden und heirate Anfang Juli und bin seither super entspannt, weil das schon eine derjenigen Sachen ist, die man für das gute Gefühl braucht und vor allen Dingen auch hinsichtlich des Schmucks, der Schuhe, der Frisur etc. und allem, was man dem Stil des Kleids anpassen kann, sobald man es eben hat, besser früh als kurz vor knapp hat und damit auch keinen Druck oder Stress deswegen aufbauen muss.)!

Selbstverständlich könnt Ihr Euer Brautkleid auch einfach direkt online bestellen. Klingt einfach, ist es auch. Ob es aber einfach bleibt, ist nicht garantiert. Denn je nach Marke fallen die Größen unterschiedlich aus, sodass ich Euch nur dazu raten kann, immer drei Größen zu bestellen (falls es wirklich knapp ist zeitlich, dann auf jeden Fall) und den Rest, der nicht passt, wieder zurückzuschicken – das geht ja heutzutage auch relativ easy. Und auch, was die Farben anbelangt, ist es mit den Online-Sachen ja immer so eine Sache.

Da sage mal einer, bei Hochzeitskleidern sei das egal, die sind ja sowieso meistens weiß – nicht umsonst gibt es grob acht verschiedene Weißtöne von Brautkleidern:
Das pure Weiß, das natürliche Weiß (Schneeweiß), das rohe Weiß (Eierschalen-Farbton – darauf setzen übrigens über 90% aller Bräute, da dieser Farbton sehr natürlich wirkt!), das oft bei Vintage-Hochzeiten und mehr an einen gräulichen Farbton erinnernde Perlweiß, das warme Elfenbein, sowie die drei ebenfalls etwas dunkleren Töne Champagner, Nude und Zartrosa.

Doch nun zum wohl wichtigsten aller Kriterien, nachdem wir schon farbinspiriert sind:

Der Schnitt – eine der Königsdisziplinen der Brautkleid-Suche.

Dabei kann man hier tatsächlich viel richtig machen, wenn Ihr darauf achtet, dass es Euer Figur schmeichelt, es sich dieser anpasst, sie schön formt und Eure Vorzüge unterstreicht. Das ist das A und O aller Kriterien bei der Wahl des Schnitts. Abgesehen davon geht es natürlich auch viel um Geschmack, sodass Ihr hier die ganze Palette zur Auswahl habt – für manche die Qual der Wahl: von der klassischen A-Linie, über den Meerjungfrauen-Schnitt bis hin zu Mermaid, Tea-length oder dem Minikleid, plus Details wie etwa Neckholder-Träger, einem völlig trägerlosen Kleid oder aber einem rückenfreien Brautkleid-Schnitt.

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Wie Ihr seht: Es ist wieder mal alles möglich!

Jeder dieser Schnitte passt zu unterschiedlichen Typen von Frauenfiguren – und darin besteht nun quasi Eure Aufgabe: Finde den Schnitt, der Euch perfekt schmeichelt und Euch dabei auch noch zu 100% gefällt!

Hier mal ein Beispiel: Der Etui-Stil

Ein eher figurbetonter Schnitt, bei dem Ihr die Wahl habt, ob Ihr den Schnitt in einem kurzen oder langen Kleid tragen möchtet – auch verschiedene Halsausschnitte und Ärmellängen sind damit kombinierbar. Die Vorzüge hier sind: Dieser Schnitt zaubert einen wunderschönen Oberkörper und tolle Hüften, wirkt modern und feminin, lässt Euch, falls Ihr eine eher kleinere Frau seid, noch größer wirken und kaschiert kleine Rundungen (jedoch eher ungeeignet für molligere Frauen, da sich Fettpölsterchen – je nach Stoff – eher leicht abzeichnen).

Hieran sieht man auch, dass es oft ganz wunderbare Möglichkeiten gibt, ein Kleid so zu verändern, dass es zu EUREM Kleid wird: Auch wenn Ihr es seht und es Euch optisch sehr gut gefällt, aber nicht zu 100% zu Eurem Typ passt. Das solltet Ihr nie vergessen. Also im Zweifel immer nochmal nachfragen, was man daran eventuell ändern könnte.

Ganz abgesehen davon kommt es letztendlich auch noch auf den Preis an – den habe ich, weil es einfach so viele andere spannende Fragen und Kriterien zu beachten gilt, mal außen vor gelassen; das ist und bleibt sowieso ganz Eure Entscheidung, da lässt sich auch wenig verallgemeinern. Aber auch da: Steckt Euch am besten den Rahmen Eures Budgets fürs Kleid, bevor Ihr Euch auf die Suche begebt!

Der grundlegendste Gedanke sollte aber stets sein: Welches Kleid, wenn Ihr es tragt, lässt Euch am Wunderschönsten wirken? Und nicht: Welches Kleid ist am Schönsten, haut Euch aber quasi vor lauter Prunk um, sodass Eure Persönlichkeit vor lauter Kleid gar nicht mehr zum Vorschein kommt?!

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Das ist so immens wichtig, damit Ihr Euch den lieben langen Hochzeitstag wirklich zu ganzen 100% wohlfühlen könnt in Eurem Outfit und damit Ihr diejenige sein könnt, die Ihr seid. Und um mit Eurer eigenen Schönheit und Eurem Charakter – vom Kleid unterstrichen – voll zur Geltung kommen könnt. Denkt immer daran: Es geht nicht darum, etwa das aufwändigste oder prunkvollste Kleid zu haben – manchmal ist auch weniger mehr: Hier geht es etwa um das Verhältnis an Spitze oder aber auch um Spitzeneinsätze, Spitzenstickereien oder um extra Verzierungen wie Perlen, Pailletten oder zusätzlich in das Kleid eingesetzte Schmucksteine.

Schließlich geht es dann noch um Euren Lieblingsstoff für Euer Brautkleid: ob Spitze, Satin, Tüll, Chiffon oder Seide – auch die Stoffzusammensetzung sagt schon viel aus, also achtet auch da immer darauf, dass es Euch wirklich in der Ganzheit zusagt. Ob Ihr ganz Ihr seid darin. Denn das Kleid sollte Euch nicht zu einer komplett anderen Person verwandeln. Es sollte Euch als Persönlichkeit voll zur Geltung kommen lassen und Euren Kurven schmeicheln 😊 Eurem Geschmack und deiner Fantasie sollen dabei keinerlei Grenzen gesetzt sein.

Selbstverständlich solltet Ihr, wenn Euch ein Kleid sehr gut gefällt, auch noch Kriterien wie eventuelle Schmuckkombination, Haare, Schleier, Schuhmöglichkeiten (je nachdem, ob beim Schnitt des Kleids sichtbar) berücksichtigen.

Und wenn Ihr vor dem Spiegel steht, ein Kleid anprobiert und dabei denkt: „Jetzt fühle ich mich so richtig als Braut“ – dann …

… dann habt Ihr Euer PERSÖNLICHES BRAUTKLEID wohl gefunden! 😊

In diesem Sinne wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Experimentieren, Anprobieren und Testen und viel Glück, damit Ihr ein wunderhübsches Kleid findet, das super zu Euch passt, herrlich elegant aussieht, Euren Charakter dabei schön unterstreicht und in dem Ihr Euch pudelwohl fühlt!!! (LG)