Die Top 10 Facts der Hochzeitsbürokratie

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(c) CC0 pixabay.com

Es ist nun einmal so – am Papierkram führt kein Weg vorbei: Zu einer Hochzeit gehört ganz schön viel Organisation und es geht eben doch nicht nur um die schönen, romantischen Vorstellungen von einem gigantischen Kleid, einem fabelhaften Hochzeitsmenü oder vom rührenden Augenblick des Ja-Worts. Hinter so einem Hochzeitsfest (und dabei ist es zunächst völlig egal, wie groß oder klein der Rahmen ist, den Ihr Euch für Eure Hochzeit ausgesucht habt) steckt ein gehöriges Pensum an organisatorischen Dingen und dazu gehört eben auch eine kleine Menge Papierkram. Bürokratie eben … 😉 Und genau darum soll es in diesem Artikel gehen – also, es geht kurzum um folgende Fragen: Was genau ist an Dokumenten und Unterlagen erforderlich und wann muss was wo landen, abgegeben werden oder fertig sein?

Hier nun also kurz und bündig im Überblick die zehn wichtigsten bürokratischen Schritte, die vor einer Hochzeit zwingend vorgenommen werden müssen:

Euer Hochzeitsdatum:

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Ihr solltet hierbei möglichst frühzeitig den Termin planen und ihn festlegen, sobald Ihr einen Wunschtermin für Eure Hochzeit habt – das ist ratsam, denn nur so ist garantiert, dass dem auch Rechnung getragen werden kann! Also: je früher, desto besser, weil sicherer, dass alles nach Wunsch funktioniert 😊

Diesem Ratschlag zu folgen empfiehlt sich umso mehr, wenn Ihr vorhabt, im Frühjahr oder Sommer zu heiraten, der Primetime also, denn diese Saisons sind für Hochzeiten bekannterweise die beliebtesten. Ansonsten könnte der Wunschtermin bereits vergeben sein und Ihr müsst entweder den Ort umplanen oder zeitlich flexibel sein.

Hierbei noch beachtenswert, falls Ihr kirchlich heiraten wollt: In der Karwoche sowie an einigen weiteren Festtagen finden generell gar keine kirchlichen Trauungen statt; also auch da besser möglichst früh Absprachen mit der zuständigen Behörde, in dem Fall also dem Pfarramt, halten. Dieses sowie Euer Wunschpfarrer (an den Ihr Euch entweder direkt persönlich wendet, falls Ihr einen im Kopf habt, den Ihr unbedingt für Euch gewinnen wollt, der aber nicht Stammpfarrer der Kirchengemeinde ist, in deren Kirche Ihr heiratet) müssen für Eure kirchliche Trauung übrigens den Termin bestätigen, sodass Ihr nach diesen Absprachen euren kirchlichen Hochzeitstermin fest habt.

Abklären des Orts der Eheschließung:

Wahl der Kirche: Soll es die sein, der Ihr oder eine/r von Euch beiden angehört, oder eine Kirche eines anderen Orts, deren Kirchengemeinde Ihr nicht angehörig seid, die Ihr aber für Eure Hochzeit schön und passend findet? Dann sprecht – in jedem der beiden Fälle – mit Eurem (gewünschten) Priester (der u.U. unabhängig von der in der gewünschten Kirche angesiedelten Kirchengemeinde sein kann) UND nehmt auch mit dem Pfarramt Kontakt auf. Stimmt also Euren Termin für die kirchliche Trauung mit Eurem zuständigen Pfarrbüro ab. Hierbei ist das Pfarramt für Eure Trauung zuständig, bei dem Ihr Euren Wohnsitz habt (Euer/Eure Lebenspartner/in oder Ihr selbst). Das gilt übrigens auch, wenn Ihr an einem anderen Ort kirchlich heiraten wollt. Ist nur einer von Euch in der katholischen Kirche, so ist logischerweise dessen Pfarramt zuständig.

Danach geht’s dann ans Eingemachte zu eurem persönlichen Hochzeitsfest: und zwar der Location!

Es geht also dran, Euch auf die Suche nach der für Euch passenden Hochzeitslokalität zu machen 😊 Das ist natürlich eigentlich ein Beitrag für sich (der auch noch kommt), daher hier nicht allzu viel dazu – was Ihr allerdings unbedingt beachten solltet: Steckt ZUVOR ein für Euch im Rahmen des Möglichen passendes Budget dafür fest, ansonsten kann die Sache schnell mal aus dem Ruder laufen. Und: Denkt dran, ob Ihr lieber im Charakter eines bereits existierenden Services, also z.B. in einer Gaststätte/einem Restaurant, mit Euren lieben Gästen feiern wollt oder ob es lieber ein gemieteter Saal o.Ä. sein soll, über den Ihr als Hochzeitspaar und Eure Gäste völlig ungestört und in einer geschlossenen Gesellschaft unterwegs seid (das geht natürlich bei ersterer Möglichkeit gegen i.d.R. einen – ziemlich variierenden – Aufpreis auch).

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Dokumente für die standesamtliche Trauung:

Abschrift aus dem Geburtenregister (wird ausgestellt vom Standesamt der jeweiligen Heimatstadt, das Ausstelldatum darf zum Zeitpunkt der standesamtlichen Hochzeit nicht älter als 6 Monate sein)

Dokumente für die kirchliche Trauung – Notwendig, egal ob katholisch, evangelisch oder ökumenisch:

  • Personalausweis
  • Taufnachweis bzw. beglaubigte Taufurkunde (Ausstelldatum darf nicht älter als 6 Monate sein)
  • Aufenthaltsbescheinigung des Einwohnermeldeamtes, aus dem hervorgeht, dass Ihr beide ledig seid (Ausstelldatum darf nicht älter als 6 Monate sein)
  • Heiratsurkunde oder Nachweis der Anmeldung beim Standesamt

Die Wahl der Trauzeugen – dies gilt sowohl für die standesamtliche als auch für die kirchliche Trauung:

Bei ersterer müssen die beiden ihre Unterschrift ins Eheschließung-Dokument setzen, bei der kirchlichen Trauung ist in dieser Hinsicht wissenswert: Ohne Trauzeugen ist die Eheschließung ungültig, sie sollten also auf alle Fälle garantieren können, in jedem Fall zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein 😉 Die Trauzeugen sollten sich zum christlichen Glauben bekennen, sofern katholisch geheiratet wird, rechtlich notwendig ist ein christliches Bekenntnis zur Trauzeugenschaft allerdings nicht; Trauzeugen müssen allerdings das 14. Lebensjahr vollendet haben.

… und schließlich noch für die standesamtliche Trauung erforderlich: auch die Personalausweise Eurer Trauzeugen – jap, richtig gehört – also: Lieber nochmal tags zuvor kurz SMSen und dran erinnern – daran könnte das schöne Fest nämlich scheitern!

Und daher: Gut geplant ist halb getraut! Nehmt Euch diese Punkte also durchaus zu Herzen – es lohnt sich! Danach könnt Ihr Euch guten Gewissens und mit mehr Ruhe auf das heranrückende Fest einlassen 😊 (LG)