DVD-Empfehlung: Chocolat … ein kleiner Biss genügt

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DVD: Chocolat ... ein kleiner Biss genügt

„Der listige Nordwind war immer noch nicht zufrieden. Der Wind erzählte Vianne von Städten, die sie noch nicht kannte. Von Freunden in Not, denen es zu helfen galt. Von Kämpfen, die es noch auszufechten gab.“ – Vianne. Eine alleinerziehende Mutter, die sich vom Wind ihrer verstorbenen Mutter leiten lässt. Viannes Mutter war einst eine mexikanische Nomadin. Und so zieht auch Vianne (Jouliette Binoche) mit ihrer Tochter Anouk (Victoire Thivisol) von einem Ort zum Nächsten. Im Gepäck: die uralten Geheimnisse der Zubereitung von Schokolade.

So kommt es, dass es Mutter und Tochter eines kalten Wintertages in die kleine, verschlafene Stadt Lansquenet-sous-Tannes verschlägt. Sie mieten sich in eine ehemalige Pâtisserie ein und verwandeln diese kurzerhand in eine Chocolaterie.

Die Eröffnung findet, gegen den Willen des sehr konservativen Bürgermeisters Comte de Reynaud (Alfred Molina), während der christlichen Fastenzeit statt. Der selbsternannte Sittenwächter Reynaud muss jedoch zusehen, wie sich Vianne durch ihre herzliche Art bei den Bewohnern der Stadt beliebt und auch einige Freunde macht. Er sieht durch Vianne die Moral seiner Bürger gefährdet und fürchtet, seinen Einfluss in der Stadt durch sie verlieren zu können.

Aber Vianne ist Reynaud nicht nur wegen ihrer sinnlichen Verführung ein Dorn im Auge. Auch ist Vianne eine alleinerziehende Mutter eines unehelichen Kindes, was dem biederen Bürgermeister so gar nicht in seine konservative Stadt passt. Somit hat Vianne einen einflussreichen Gegenspieler, der ihr das Leben schwer macht.

Eines Abends legt ein Floß am Ufer des Flusses Tannes an. An Bord: Vagabunden. Vianne begrüßt die Zigeuner freundlich und begeht somit wieder eine, in den Augen des Bürgermeisters, unmoralische Tat. Reynaud diese „Flussratten“ nicht in seiner Stadt haben und so missfällt es ihm sehr, dass auch weitere Dorfbewohner durch Vianne Zugang zu dem Floß erhalten und sich auf eine wilde Party am Ufer einlassen. Nachdem zusätzlich noch eine offensichtliche Zuneigung zwischen Vianne und dem Zigeuner Roux (Johnny Depp) deutlich wird, geht der Bürgermeister mit Flugblättern gegen die junge Frau und ihre Chocolaterie vor. Er bringt sie mit dem Bösen und der Unmoral in Verbindung.

Nach reichlicher Schikane wird es Vianne zu viel und sie will noch in derselben Nacht die Stadt verlassen und weiter ziehen. Aber ihre Tochter Anouk hat das ständige Reisen satt, und weigert sich mitzukommen. So bleibt Vianne nichts anderes übrig, als erst einmal zu bleiben und sich gegen den Bürgermeister zu wehren…

FAZIT: Auch wenn der Film nicht mehr ganz taufrisch ist, geben wir eine absolute Filmempfehlung. Juliette Binoche verzaubert die Zuschauer mit ihrer ruhigen und fabelhaften Ausstrahlung. Die Entwicklung der Dorfbewohner im Laufe der Geschichte ist bittersüß, komisch und einfach zum Träumen. Und Johnny Depp als Zigeuner ist natürlich nicht nur schauspielerisch eine Augenweide. Beim Angucken des Films auf jeden Fall leckere Schokolade parat haben – die Magie der Schokoladenrezepte funktioniert sogar durch den Bildschirm.

  • Regie: Lasse Hallström
  • Genre: Komödie, Romanze
  • Mit: Juliette Binoche, Johnny Depp, Alfred Molina
  • Nationalität: Großbritannien, USA 2001
  • Erscheinungsdatum DVD: 7. August 2009
  • Originaltitel: Cholcolat