Ein Abend mit einer romantischen Horror-Komödie

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Alles begann mit einem alten B-Film. Ein Horrorstreifen aus dem Jahr 1960, der Alan Menken und Howard Ashman dazu inspiriert, ein Musical zu schreiben. Dieses kann zwar Quoten-technisch nicht bei großen Musicals wie dem König der Löwen mithalten, aber weil es so viel Witz und Charme hat, lohnt es sich wirklich, dieses Stück anzusehen.

Horror, Romantik und Musik

Die Geschichte erzählt von dem ausgebeuteten, verpeilten Angestellten eines Blumenhändlers in einem heruntergekommenen Vorort einer Großstadt. Mr. Mushnik, der Besitzer des Ladens, behandelt Seymour wie Dreck und kann kaum das Geschäft über Wasser halten. Hinzu kommt die süße Audrey, die ebenfalls im Laden arbeitet. Seymour liebt Audrey, doch Audrey ist vergeben – an einen sadistischen Zahnarzt.

Eines Tages kauft Seymour eine außergewöhnliche Pflanze an einem Marktstand und stellt sie ins Schaufenster. Die Pflanze „Audrey 2“ soll dem Laden durch ihr faszinierendes Aussehen neue Besucher bescheren. Die Idee geht auf, doch Seymour kommt in eine schwierige Situation, als er bemerkt, dass Audrey 2 nur weiterwächst, wenn sie mit Blut gefüttert wird. Wie weit wird er gehen, um das Glück zu behalten, dass scheinbar von der seltsamen Pflanze ausgeht? Wird er Mr. Mushnik und Audrey damit beeindrucken können, das Geschäft zu retten? Kann er ihnen erzählen, was hinter dem Geheimnis steckt oder wird ihm seine Liebe zu Audrey zum Verhängnis?

Ob Film oder Theater: Ein echtes Erlebnis!

Die Geschichte ist ein wunderschön komisches, romantisches Stück, aufgemöbelt mit grooviger Musik, die Spaß macht. Wie könnte der Titel besser lauten, als „Der kleine Horrorladen„? Das Musical strahlt das Flair des 60er Jahre-Amerikas aus, die Träume der Menschen im Stück und die Art wie sie gekleidet sind – es passt alles wunderschön zusammen.

Akademietheater Regensburg, (c) Werner Hofbauer

Das Musical wird zurzeit in Magdeburg auf der Bühne im Opernhaus, sowie in Dortmund auf der Naturbühne Hohensyburg aufgeführt und Karten gibt es teilweise bereits ab 12 €.

Kleiner Tipp: Das Musical wird derzeit auch im Akademietheater Regensburg gezeigt – mit unserer Romance Newsboard-Mitarbeiterin Stephanie Liebl, die im Rahmen ihres Schauspielstudiums in „Der kleine Horrorladen“ mitspielt und in die Rolle der Audrey schlüpft. Karten gibt es HIER.

Musical meets Citytrip

Das ist eine einfache Idee, einen romantischen Abend zu zweit zu genießen – oder sogar mit der ganzen Familie eine tolle Zeit zu haben. Wenn man nicht in der Nähe von Magdeburg, Dortmund oder Regensburg wohnt, wie wäre es mit einer Tagestour in eine dieser Städte? Man kann gemeinsam ein wenig Sightseeing oder einen romantischen Bummel machen, dann ein gutes Essen genießen und den Tag mit einem verrückt-romantischen Musical ausklingen lassen.

So ein schöner Tag ist auch eine romantische Geschenkidee für die/den Liebste/n und eine günstige Alternative, wenn man es noch nicht geschafft hat, sich den „König der Löwen“ in Hamburg anzusehen.

Keine Frage, dass das kein Vergleich ist – „Der kleine Horrorladen“ ist eine bodenständigere und weit weniger aufwendige Inszenierung, aber man sieht dem Bühnenbild an, dass es mit Liebe gemacht ist und auch die Schauspieler bereichern das Musical wunderbar, weil jeder die Figuren auf seine Art mitentwickelt. Man wird direkt in die Misere der Hauptcharaktere hineingesogen und obwohl alles komödienhaft aufgezogen ist, berührt des Stück.

Schön ist auch, dass die Lieder auf Deutsch genauso gut funktionieren, wie im Originalen iauf Englisch. Sie verlieren weder an Weichheit, noch an Aussage.

Wer sich schon mal einstimmen möchte, kann sich den Spielfilm im Musical-Format ansehen, mit Rick Moranis und Ellen Greene in den Hauptrollen. Ebenfalls eine tolle Inszenierung und perfekt für einen gemütlichen Filmabend mit Humor- und Kuschelcharakter.

„We’re not talking about one hungry plant here, we’re talking about world conquest.“