Fuerteventura – Wo die starken Winde wehen

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Felsen und Meer
(c) Mario Pfaus

Fuerteventura – starker Wind (fuerte und viento) oder großes Abenteuer (fuerte und aventura)! Der Name ist nicht ganz eindeutig herzuleiten aber eindeutig ist, dass diese Insel der Kanaren beide Eigenschaften verbindet. Sie ist etwas ganz Besonderes und stellt nicht das typische Urlaubsparadies dar. Eher hat diese vulkanische Insel, umrandet von Sandstränden, einen ganz eigenen Charme …

Surfer
(c) Mario Pfaus

Es ist wie eine mystische Atmosphäre, die Fuerteventura umgibt und Strand, Sonne und Urlaubsfeeling mit unverwechselbarer Einzigartigkeit versieht. Fuerteventura ist ein Traum für Wassersportler und Experimentierfreudige: Kitesurfen, Wellenreiten, Windsurfen und vielen weiteren Wassersportarten ist hier das Paradies geboten, dank der großen Wind- und Wellenbeständigkeit. Es werden in den größeren Hotels natürlich auch Kurse angeboten. Tauchgänge und Segelausflüge stehen ebenfalls zur Wahl und natürlich auch einfach entspannen und Sonne tanken an den kilometerlangen Sandstränden. Auch wenn man auf Grund starker Strömungen nicht überall ins Wasser gehen sollte, so ist doch jeder Strand ein traumhafter Ort, um den Blick auf wildes Wasser, den weiten Himmel, die beeindruckenden Sanddünen und die markanten Felsen zu genießen. Bei 150 Stränden finden ihr ganz bestimmt auch einen, der komplett leer ist.

Zwischen dem Playa de Esquinzo und dem Playa de Jandia im Süden der Insel (bei klarer Sicht könnt ihr sogar Afrika vom Strand aus in der Ferne sehen) erstrecken sich die grandiosesten Strände zum Baden. Hier gibt es auch einige schöne Hotels mit privaten Strandabschnitten, falls ihr nach einer guten Unterkunft und ruhigen Badestränden sucht. Wenn das Wasser einmal sondern still liegt, wirkt es beinahe, als würde der Sand einen flüssigen Übergang in das türkise Wasser darstellen.

(c) Julien Christ, pixelio.de

Die Natur ist beeindruckend. Die Insel scheint wie ein Stück Sahara, das vom Kontinent Afrika abgetrennt wurde. Die südliche Inselspitze ist auch in guter Entfernung zu einigen besonderen Sehenswürdigkeiten. Auf Spaziergängen durch die sandige Landschaft könnt ihr Orte entdecken, die wie von einer anderen Welt wirken und nachts entfaltet sich ein wunderschönes Sternenmeer über euch. Ein Muss für Menschen, die Geistergeschichten mögen, ist ein Spaziergang am Playa de Cofete. Hier ist das Baden eine schlechte Idee. Die Wellen und Strömungen sind zu gefährlich, aber genau deswegen gibt es hier auch keine Touristen. Verlassen und mystisch liegt dieser Strand zwischen Meer und vulkanischen Hügeln. Manchmal hängt Nebel an den Felsen. Die Natur ist unberührt und der Ort ist umwoben von Legenden. Eine alte, verlassene Villa, die Villa Winter, überschaut einsam die Bucht. Sie ist einen Besuch wert. Man sagt, sie war einst ein Versteck für Nazioffiziere oder ein Standpunkt für einen geheimen U-Boot-Hafen. Es ranken sich allerdings noch viele weitere Geschichten um das seltsame Haus und den Friedhof.

(c) Mario Pfaus

Der nahegelegene Ort Cofete passt perfekt ins Bild. Wenige kleine Hütten und kaum Bewohner. Kein Hotel, oder ähnliches. Nur eine Bar, in die ihr einkehren und einen Drink genießen könnt – und vielleicht noch ein paar mehr Munkeleien zum Strand von Cofete hören werdet. Dieser Ausflug ist auf alle Fälle ein Abenteuer. Wenn ihr dann genug von den Schauergeschichten habt, könnt ihr wieder an die schönen Sandstrände zurückkehren und dort mit den Füßen im Wasser einen (weiteren) Cocktail genießen. (CD)