Inselromantik in Irland

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(c) CC0 pixabay.com

Irland – wie romantisch die grüne Insel ist, das lässt sich aus den vielen Liebesgeschichten lesen, die sie erschuf. Poetisch umschließen waldige Landschaften alte Schlösser, die wilde Brandung umspült das grüne Fleckchen Erde, das wir Irland nennen.

Das Land der Mythen

Aus der keltischen Mythologie gibt es zum Beispiel die tragische Geschichte von Gráinne und Diarmuid. Gráinne war verlobt mit dem Sagenheld Fionn MacCool, doch verliebte sich in dessen besten Krieger Diarmuid. Der wies sie zurück, da er seinem Herrn treu war, worauf sie ihn mit einem Liebeszauber belegte und mit sich nahm. Das Pärchen floh vor dem erbitterten Fionn, der die Beiden jahrelang durch das ganze Land jagte, bevor Diarmuid durch einen wilden Eber sein tragisches Ende fand. Während Diarmuid sterbend in den Armen seiner schwangeren Gráinne lag wurden sie von Fionn und seinem Heer gefunden. Fionn, der mit seinen Händen heilendes Wasser schaffen konnte, weigerte sich erst, dem Verwundeten zu helfen, überwand durch gutes Zureden schließlich aber seinen Zorn, doch es war bereits zu spät.

In Sligo kann man heute noch das letzte Versteck des Liebespaares besichtigen: Die Höhle von Diarmuid und Gráinne. In Clare tragen die Hünengräber den alten Namen „leaba Dhiarmada agus Gráinne”, was so viel wie „das Bett der Liebenden“ bedeutet. Diese mystischen, megalithischen Gräber in den grünen Wiesen liegen nicht mehr weit entfernt von dem Ziel, zu dem diese romantische Reise führt.

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Die Stadt des „Galway Girl“

Jeder kennt mittlerweile diese kleine Stadt, von der ich spreche – dank Ed Sheeran. Die Rede ist von Galway, dem westlichsten Punkt Europas am atlantischen Ozean. Hier findet man das typische irische Flair und viel Romantik für einen entspannten, heiteren Urlaub.

Die belebteste Straße Galways ist die Quay Street. Bei trockenem Wetter blüht die Straße besonders abends durch viele Künstler und allerlei Musiker auf, bei denen man innehalten und sich von den Liedern mitreißen lassen kann. Die mittelalterlichen Fassaden und das Kopfsteinpflaster strahlen im warmen Orange der Laternen und ganz nach irischer Tradition sollte man es sich hier in mindestens einem Pub gemütlich machen und Irland wie es leibt und lebt bei einem Schwarzbier genießen.

Am Tag ist ein Spaziergang hier schön und es lohnt sich, beim Claddagh-Ring Museum einen kleinen Stopp einzulegen. Das Museum ist winzig, aber auch kostenlos und es gibt einen Laden, der die originalen Claddagh-Ringe verkauft. Diese Schmuckstücke sind ein romantisches Andenken an den Irland-Urlaub, denn dieser Ring, der zwei Hände darstellt, die ein Herz mit einer Krone umklammern, ist der Vorfahre unseres heutigen Eherings. Sie stammen ursprünglich aus dem Fischerdörfchen Claddagh bei Galway.

Galway, (c) CC0 pixabay.com

Die zentrale Fußgängerzone Galways, das Latin Quarter, ist belebt, bunt und quirlig. Es gibt viele Geschäfte und Restaurants zu entdecken. Hier kann es sehr voll werden, aber es ist trotzdem empfehlenswert. Rund um den Eyre Square findet man noch mehr Geschäfte, Cafés und Restaurants und kann die Seele baumeln lassen, während man die außergewöhnliche irische Gastfreundschaft genießt.

Magische Ländereien und Legenden

Um das grüne irische Umland zu erkunden, kann man entweder ein Auto mieten, mit dem Zug fahren, oder eine der vielen Touren nutzen, die es für die Gegend um Galway gibt, was wirklich zu empfehlen ist. Allein, weil die irischen Tourguides immer sehr herzlich sind und viel über die Landschaft sowie die Legenden und Geschichten erzählen. Zudem kann man bei der Tour die Sicht aus dem Fenster genießen und muss sich nicht aufs Fahren konzentrieren.

Mit diesen Touren kommen wir zurück zu der Legende von Diarmuid und Gráinne. Für rund 30 Euro kann man nämlich von Galway City zu den Klippen von Moher fahren. Die Reise führt etwas unter zwei Stunden an der Küste entlang Richtung Süden und es werden immer wieder Pausen gemacht, um Irlands gesamte Schönheit aufnehmen zu können. Man hält unter anderem in dem Fischerdörfchen Kinvara und kann sich die mittelalterliche Burg Dunguaire ansehen, die besonders im Nebel am stillen See und zwischen den sanften Hügeln eine wundersame Atmosphäre ausstrahlt.

Die Burren, eine felsige Landschaft, wo auch die Dolmen, oder Hünengräber stehen, sind Relikte der Vergangenheit und der Megalithkultur, die wirklich beeindrucken und uns nachdenklich machen.

Moher Klippen, (c) CC0 pixabay.com

Die Moher Klippen sind schlussendlich ein wunderschönes Wahrzeichen Irlands und bei fast jedem Wetter ein spektakuläres Erlebnis. Man hat während der Tour genügend Zeit, an den grünen Klippen entlang zu spazieren und auf das steil abfallende Land und über das Meer hinauszusehen. Der Wind und die Wellen rauschen leise und die Zeit scheint für einen Augenblick still zu stehen … (CD)