Interview mit Inka Loreen Minden / Monica Davis

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Wer ist Inka Loreen Minden, und wie bist Du zum Schreiben gekommen?
Inka Loreen Minden ist ein Anagramm meines echten Namens: Monika Dennerlein. Ich wollte mir für Erotik ein Pseudonym geben, das etwas mit mir zu tun hat und gleichzeitig etwas Besonderes ist.
Geschrieben haben ich schon als Kind sehr viel, habe dabei aber nie ans Veröffentlichen gedacht. Ich hab mir meine eigenen Büchlein gebastelt, später am Computer erstellt.

Vor ca. zehn Jahren wies mich meine Mutter auf einen Schreibwettbewerb in einer Frauenzeitschrift hin, und von da an nahm alles seinen Lauf. Zuerst wollte ich Jugendbücher schreiben, aber als ich merkte, dass sich das Paar körperlich immer näher kam und es mir großen Spaß machte, dieses Kribbeln zu beschreiben, habe ich mich erst einmal für ein völlig anderes Genre entschieden, daher auch das Pseudonym.

Du hast Dir ja zuerst einen Namen als Gay-Romance-Autorin gemacht. Was faszinierte Dich so an dem Genre?
Wenn ich nicht so viele andere Projekte hätte, würde ich sehr gerne wieder eine Gay Romance schreiben. Plots habe ich schon einige im Kopf. Ich schreibe sehr gerne Gay Historicals, weil zu vielen früheren Zeiten Homosexualität verboten war oder sogar unter Todesstrafe stand. Diese viel höheren Hürden und größeren Konflikte, die sich für mich als Autor dann auftun, machen es richtig spannend, die Geschichte zu schreiben. Ich liebe das. Außerdem sind zwei Männer immer heißer als einer 😉

Inzwischen hast Du Dich als Romance- und Erotic-Romance-Autorin profiliert. Wie kam es zu dem Genrewechsel?
Schon immer habe ich in beiden Genres geschrieben, wobei ich mich längere Zeit fast ausschließlich der Gay Romance gewidmet habe. Allerdings kam dann noch das Jugendbuch hinzu. Ich hatte bereits 2006 eines angefangen (Plötzlich Dämon), bin dann aber erst einmal in die Erotik gerutscht und habe es erst später beendet. Nun schreibe ich auch sehr gerne zwischendurch in diesem Genre. Mein liebstes Buch ist »Nick aus der Flasche«. Dieser Roman gehört zu meinen persönlichen Lieblingen von all meinen eigenen Büchern.
Irgendwann wollte ich raus aus der Nische (wobei sich die Gay Romance mittlerweile etabliert hat) und habe wieder in meinem alten Genre weitergeschrieben, weil ich dazu mittlerweile auch wieder große Lust hatte.

Wie würdest Du Deine Bücher beschreiben: Liebesroman, Abenteuer-Liebesroman etc.? Was zeichnet sie aus? Worauf legst Du besonderen Wert?
In all meinen Büchern geht es in erster Linie immer um die Liebe. Denn ich finde, es gibt kein schöneres Thema.
In erster Linie möchte ich meine Leser unterhalten, ihnen die Möglichkeit geben, dass sie sich wegträumen und den Alltag für einen Moment ausblenden können.

Wie recherchierst Du für Deine Bücher?
Das kommt immer darauf an, was ich wissen will. Ich nutze unterschiedliche Quellen. Fachbücher, das Internet oder ich telefoniere oder chatte mit Personen, die sich in diesem speziellen Thema gut auskennen. Zuletzt habe ich mit einem Studenten gechattet, weil ich viele Infos zum Uni-Leben in London gebracht hatte. Der junge Mann war mir eine sehr große Hilfe.

Haben Deine Protagonisten reale Vorbilder?
So gut wie nie. Ich sehe ihre Gesichter auch nur vage vor mir, denn ich kann mir allgemein Gesichter sehr schwer merken oder vorstellen. Die bleiben immer ein wenig verschwommen. Falls es allerdings schon während des Entstehungsprozesses eines Romans ein Cover gibt, kann es passieren, dass ich mir dann die Models auf den Bildern zum Vorbild nehme.

Wie entscheidest Du über die Namen Deiner Protagonisten? Historische Vorbilder? Persönliche Vorlieben?
Meistens sind die Namen der Hauptfiguren einfach in meinem Kopf. Sollte ich auf der Suche sein, orientiere ich mich an Namensseiten. Bei historischen Geschichten müssen es dann natürlich Namen sein, die zu dieser Zeit aktuell waren. Da gibt es im Internet auch ganz fantastische Seiten mit einer riesengroßen Auswahl an Vor- und Nachnamen.

Auf welche exotischen Handlungsorte oder Geschichten dürfen wir uns in Zukunft freuen?
2016 wird es weniger exotisch, denn es wird zuerst ein zeitgenössischer Liebesroman (Penny & Logan) erscheinen, der in London spielt. Anschließend gehe ich an ein weiteres, zeitgenössisches Projekt für Bastei Lübbe (noch streng geheim); danach könnte es allerdings ein wenig exotisch werden. Ich möchte noch den dritten Band der »Wächterschwingen« schreiben. Dort spielen sexy Gargoyles die Hauptrolle.

Wirst Du weiterhin im Bereich Romance schreiben oder darf man sich auch auf anderes aus Deiner Feder freuen?
Vorerst werde ich wohl weiterhin über die Liebe schreiben, egal ob im Genre Jugendbuch, New Adult, Liebesroman oder Erotik.
Früher habe ich ausschließlich Horror / Thriller gelesen. Etwas ganz Gruseliges würde mich daher auch reizen. Nur spuken noch zu viele Romance-Plots durch meinen Kopf.