Interview-Mittwoch mit Helena Hunting

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(c) Helena Hunting

Autorin Helena Hunting ist uns für unseren Interview-Mittwoch Rede und Antwort gestanden. Sie hat uns nicht nur von ihren Büchern erzählt, sondern auch über Ihren Alltag als Autorin und über ihre ganz besondere Heldin aus dem wahren Leben. Außerdem verrät uns die Autorin auch, was es mit den Namen der Mills Brothers auf sich hat. Den ersten Teil der Reihe haben wir ja bereits für Euch rezensiert, hier geht es zur Rezension von: „Stay„.

Und wer nach dem Interview noch mehr wissen will, kann Helena Hunting auf der diesjährigen Live Letter Convention persönlich treffen!

InkedArmor/ClippedWings, Band 1

Wer ist Helena Hunting und wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich begann Geschichten zu verfassen, sobald ich gelernt hatte zu schreiben, aber ich habe das bis 2012 nie als möglichen Beruf in Erwägung gezogen. Meinen ersten Roman schrieb ich 2008 – in dem Jahr, in dem meine Tochter geboren wurde – und dieser kam dann letztendlich als „Clipped Wings/Inked Armor“ auf den Markt. Seitdem ist das Schreiben etwas, das ich aus Liebe dazu mache 😉

Sie schreiben zeitgenössische Romane und humorvolle Liebesgeschichten. Was fasziniert Sie an diesen Genres?

Ich liebe es, Geschichten über den Weg des Verliebens zu schreiben und darüber, seinen Seelenverwandten zu finden. Humorvolle Liebesgeschichten zu verfassen, ist sehr lustig, weil ich da viel Humor einfließen lassen kann und schließlich ist Lachen gut für Herz und Seele. Ich genieße es, die Balance zu finden zwischen ernsten Momenten, die bei den Leser*innen auf die Tränendrüse drücken und denen, die sie laut auflachen lassen, wenn sich meine Charaktere in verrückten Situationen wiederfinden.

Wie würden Sie Ihre Bücher beschreiben? Was ist besonders daran und was ist Ihnen persönlich wichtig?

Meine Geschichten sind leichte, romantische Komödien mit Wärme und Herz. Ich liebe es, Alpha-Männer mit weichem Kern und schrullige, unabhängige Heldinnen zu erfinden.

Wie recherchieren Sie für Ihre Bücher?

Ich verbringe einige Zeit damit, das Internet zu durchstöbern, Notizen zu machen und Ideen zu den Charakteren, deren Geschichte, Familie, Beruf etc. zu entwickeln. Manchmal nutze ich auch Orte, die ich besucht habe, als Setting für eine neue Geschichte oder Serie.

Wie sieht ein typischer Tag als Autorin bei Ihnen aus? Sind Sie eher organisiert oder regieren das Chaos oder sogar Ihre Protagonist*innen Ihren Alltag?

Ich handhabe das Schreiben genauso, wie ich es bei jedem anderen Job machen würde. Ich habe ein Büro in meinem Haus (es ist die meiste Zeit nicht sehr ordentlich, aber ich weiß, wo sich was befindet ;-)) und versuche, der täglichen Routine zu folgen, was davon abhängt, in welchem Teil des Schreibprozesses ich mich gerade befinde. Ich starte meinen Tag im Fitness-Studio, dann checke ich Mails, überprüfe meinen Zeitplan und wenn Schreib-Tag ist, setzte ich mir eine bestimmte Wörteranzahl als Ziel, versichere mich, dass ich Kaffee am Schreibtisch stehen habe und fange an! Ich habe ziemlich genaue Entwürfe, an denen ich mich orientiere, deshalb habe ich meine Protagonist*innen gut unter Kontrolle – meistens zumindest 😉

Haben Ihre Protagonist*innen reale Vorbilder?

Ich glaube es ist unmöglich, Charakterzüge von Leuten, die ich bewundere, nicht mit einfließen zu lassen! Aber ich kann nicht sagen, dass ich meine Charaktere absichtlich nach realen Menschen aus meinem Leben forme.

Pucked-Reihe, Band 7

Wie entscheiden Sie über die Namen Ihrer Figuren?

Das hängt von der Serie oder dem Buch ab, das ich gerade schreibe. Für die Mills-Brüder (die Helden aus der „Shacking Up/Mills Brothers“-Reihe) wollte ich, dass alle Helden Namen haben, die in unseren Breitengraden Vor- und Nachname gleichzeitig sein könnten. Bancroft, Lexington and Griffin haben alle Namen, die beides sein könnten. In meiner „Pucked“-Serie haben alle weiblichen Heldinnen Blumen- und Naturnamen.

Über welche/n Ihrer Held*innen war es am lustigsten zu schreiben? Welche Paarung war die komplizierteste und warum?

Über Lex und Annie war es überraschenderweise leichter zu schreiben als über Bane und Ruby, aus der „Mills Brothers“-Reihe. Ich mochte das Scheiben beider Paarungen sehr, aber für Bane und Ruby baute ich deren gesamte Welt in das Buch ein, was sehr kompliziert sein kann. Außerdem war das das erste Buch, das ich außerhalb der „The Pucked World“ ansiedelte, weshalb es ein komplett neues Setting aus Charakteren wurde, die alle für sich selbst stehen sollten.

Haben Sie auch im echten Leben eine/n Helden oder eine Heldin? Falls ja, was macht sie so einzigartig?

Meine Tochter ist im wahren Leben meine Heldin. Sie ist ein ganz besonderes Mädchen mit einem unglaublich großen Herzen und einer erstaunlichen Menge an Empathie und dem Gespür für Menschen und was sie emotional gerade brauchen.

„Mills Brothers“-Serie

Auf welche (exotischen) Handlungsorte oder Geschichten von Ihnen dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Es werden zwei weitere, sehr lustige Geschichten aus der Welt der „Mills Brothers“ kommen, da bin ich schon ganz aufgeregt! Ich liebe alle Geschichten von ihnen, aber diese beiden liegen mir besonders am Herzen.

Haben Sie ein Lieblingsbuch oder eines, das Ihnen besonders wichtig ist, weil es Sie Ihr Leben lang begleitet hat?

Ich habe viele Lieblingsbücher. „Fall on Your Knees“ von Ann Marie MacConald ist immer an meiner Seite, seit ich es an der Uni gelesen habe. Es ist eine wahnsinnig ergreifende, herzzerreißende Geschichte und ich las es in einem Alter, in dem man leicht zu beeindrucken ist und sehr provokant denkt.

Planen Sie in naher Zukunft eine Deutschlandreise?

Ich werde im Juni 2019 auf der Love Letter Convention sein und ich bin so begeistert, dass ich meine deutschen Leser*innen dort treffen kann!

Was würden Sie gerne von Ihren Leser*innen wissen?

Ich möchte wissen, wsd Eure Lieblingsbücher sind und auf was Ihr Euch als nächstes freut! 🙂 (SL)