Interview-Mittwoch mit Nadin Maari

0
344
(c) Nadin Maari

Ihre bisherigen Romane veröffentlichte sie als Nadin Hardwiger – nun steht uns Nadin Maari im Interview Rede und Antwort. Zum Beispiel hat sie uns erzählt, warum sie Autorin geworden ist, welche besonderen Details ihre Romane auszeichnen und warum besondere Orte in ihren Geschichten immer eine Rolle spielen.

 

Wer ist Nadin Maari und wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Wer ich bin? Mmmh … ich knabbere jetzt seit ungefähr einer Stunde an dieser Frage herum und würde sagen, ich bin ich. Mal laut, mal leise, häufig zu neugierig, voller Fantasie, manchmal spöttisch und bei alldem immer müde 😊
Zum Schreiben bin ich auf dem klassischsten aller klassischen Wege gekommen: Ich habe mir schon immer Geschichten ausgedacht.

Du schreibst Liebesromane, Novellen und auch Fantasy-Märchen. Was fasziniert Dich so am Genre Romance? Warum genau dieses Genre?

Die Liebe ist mit allem kompatibel (ganz schön unromantisches Wort, gell). In Liebesromanen mag ich die Leichtigkeit und das Glück der besonderen Liebe und die zauberhaften Charaktere, die ich mir herbei schreiben darf.
In meinen Fantasy-Märchen bade ich in Sprache und lebe meinen Hang zu wunderschönen, großartigen, fabelhaften Adjektiven aus.

Wie würdest Du Deine Bücher beschreiben? Worauf legst Du besonderen Wert? Was zeichnet Deine Romane aus?

Ich wünsche mir, dass meine Geschichten guttun, das Herz und die Seele wärmen und sich die Leserinnen mit einem Lächeln glücklich lesen.

Bei meinen Romanen spielt auch immer ein besonderer Ort eine Hauptrolle: eine behagliche Teestube, ein Café, dessen Kaffeeduft durch die Seiten weht, eine Eisdiele mit dem weltbesten Vanilleeis oder eine Chocolaterie voller Schokoladenträume.

Wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag bei Dir aus?

Wenn ich nicht im Dienste meines Brotjobs aktiv bin, schreibe ich sehr diszipliniert an meinen Geschichten und zwar immer dann, wenn meine Familie unterwegs ist oder schläft (Ausnahmen siehe Antwort zu meinen „Guilty Pleasures“). Wuselt nämlich meine Familie um mich herum, ist es mit meiner Schreibruhe vorbei, dann korrigiere ich Geschriebenes, entwickele neue Ideen oder brüte – wie jetzt gerade – über Interviewfragen.

Was inspiriert Dich für Deine Geschichten?

Ich lese sehr viel und lausche mit Vergnügen Gesprächen um mich herum – ob sie nun für meine Ohren bestimmt sind oder nicht, lassen wir lieber dahingestellt. Auch beobachte ich aufmerksam, was hier und dort und überall passiert. Durch die vielen Details in meinem Kopf habe ich einen Geschichtenfundus, aus dem ich schöpfen kann.
Allerdings grübele ich auch viel, bevorzugt nachts … was direkt etwas mit der Antwort auf die erste Frage zu tun hat.

Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

Ich lese viele, viele Bücher und massenhaft Zeitschriften mit allen Themen querbeet. Auch online informiere ich mich, allerdings verliere ich virtuell recht schnell die Lust. Da quetsche ich lieber echte Leute aus und befrage sie bis ins kleinste Detail und räume die Bibliotheken in meiner Nähe leer.

Haben Deine Protagonisten reale Vorbilder?

Nein. Zumindest nicht direkt. Sicher beeinflussen mich die Menschen in meiner Umgebung, allerdings möchte ich in meinen Geschichten keine realen Personen haben, die genügen mir im echten Leben 😊.

Wie entscheidest Du über die Namen der Protagonisten? Gibt es Vorbilder? Persönliche Vorlieben?

Oh, oh, das Thema Namen … gerade liegt eine Woche der Namenssuche für meinen nächsten Roman hinter mir und es ging lediglich um den einen Namen für die Titelheldin. Okay, gut und einen zweiten Namen, nämlich den für ihre Chocolaterie.
Erst wenn ich die Namen für meine Protagonisten gefunden habe, fange ich an, in die Geschichte einzutauchen. Vorher sehe ich keine Bilder. Und es sind immer „neue“ Namen, die ich benutze, also nie Namen von Personen, die ich kenne.

Auf welche exotischen Handlungsorte oder Geschichten dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Exotische Handlungsorte sind eher untypisch für meine Liebesromane, denn da mag ich die Nähe zum Wohlbekannten.
Allerdings möchte ich mich gern ab dem nächsten Jahr wieder mehr meiner Leidenschaft für Fantasy-Märchen zuwenden und da ist an Orten und Geschichten alles möglich (und Adjektiven, siehe Antwort zu Frage 2).

Kannst Du uns schon etwas zu Deinem neuen Buch verraten?

Mit dem allergrößten Vergnügen: Mein nächstes Buch wird ab dem ersten Dezember in allen Onlineshops vorbestellbar sein: Eine Teestube zum Verlieben. Es ist der erste Teil meiner Sweet Romance Reihe und spielt in einer behaglichen Teestube in den Hackeschen Höfen in Berlin zur Adventszeit. Darin wird es wunderbaren Tee und köstliche Macarons, einen zauberhaften Adventsmarkt und ganz viel Liebe geben.

Hast Du ein Guilty Pleasure, das Du mit uns teilen möchtest?

Ich? Nein. Heimlich lesen gehört doch sicherlich nicht dazu, oder? Und Nutella hinter dem Rücken der Kinder zu löffeln ist auch normal. Ist schließlich effektiver, als mühselig mit einem Messer aus dem Glas zu kratzen.

Welche Bücher liest Du in Deiner Freizeit? Welches im Moment?

Ich lese querbeet von A wie Abenteuer-Superhelden-Liebesroman bis Z wie Zukunft-Science-Fiction-Western-Märchen. Momentan lese ich „The Runaway Princess“ von Hester Browne, zauberhafte Wohlfühl-Lektüre.

Welches Buch/welchen Autor würdest Du uns als aktuelle Leseempfehlung geben und warum?

Definitiv meine große Buchliebe „Susanne Barden“ bzw. „Sue Barton“ von Helen Dore Boylston. Dieses Buch wärmt, tröstet, macht glücklich und ist für mich die perfekte Geschichte.

Welche Frage würdest Du Dir selbst gerne stellen?

Echt jetzt, ich darf wählen zwischen Jennifer Lawrence und Emma Watson für die Verfilmung meines Romanes? Die Antwort kenne ich auch schon: definitiv beide 😊

Welche Frage/n würdest Du gerne an Deine Leser richten?

Was liest Du gerade? Und, was ist Dein absolutes Lieblingsbuch?