Kurze, Romantische Gedichte & Aphorismen

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Gedichte_S. Schniz / pixelio.de
(c) S. Schniz, pixelio.de

Wenn Du Romantik schätzt, wirst Du die folgende Sammlung an Gedichten bestimmt ebenso ins Herz schließen können. Du kannst sie Dir allein auf dem Sofa bei einer Tasse Tee durchlesen oder auf dem Balkon im goldenen Licht der Abendsonne, vom Duft sommerlicher Nachtluft und zirpenden Grillen umgeben, aber vielleicht auch im Büro oder auf dem Weg zur Arbeit in der überfüllten Straßenbahn.

Natürlich kannst Du diese Zeilen auch Deinem Partner vortragen und ihnen somit eine Form schenken. Diese kurzen Gedichte und Aphorismen von den Großen der Literatur sind durch ihre Simplizität auf das Wichtigste beschränkt und somit optimal, um auswendig gelernt und im Alltag rezitiert zu werden.

Heine:

Ich wandle unter Blumen
Und blühe selber mit;
Ich wandle wie im Traume,
Und schwanke bei jedem Schritt.

O, halt mich fest, Geliebte!
Vor Liebestrunkenheit
Fall ich dir sonst zu Füßen,
Und der Garten ist voller Leut.

Ferstl:

Der Gipfel unseres Lebens ist dort, wo uns die Liebe Berge gibt.
Rauthmann:
Liebe ist das gemeinsame Schweigen, wenn Worte das Gefühl nicht mehr erfassen.

Brecht:

Liebe ist der Wunsch, etwas zu geben, nicht zu erhalten.
Goethe:
Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Hesse:

Sich wegwerfen können für einen Augenblick, Jahre opfern können für das Lächeln einer Frau, das ist Glück.

Balzac:

Liebe mag für primitive Naturen ein körperliches Bedürfnis darstellen. Geistigen Menschen bedeutet sie das fesselndste Erlebnis der ganzen Schöpfung.

Wilde:

Liebe ist nur ein Wort, aber Sie trägt alles, was wir haben. Ohne sie wäre die Welt leer

Morgenstern:

Segelfahrt

Nun sänftigt sich die Seele wieder
und atmet mit dem blauen Tag,
und durch die auferstandnen Glieder
pocht frischen Blut erstarkter Schlag.

Wir sitzen plaudernd Seit an Seite
und fühlen unser Herz vereint;
gewaltig strebt das Boot ins Weite,
und wir, wir ahnen, was es meint.

Rilke:

Je mehr Liebe man gibt, desto mehr besitzt man davon.

Natürlich sind die Geschmäcker, vor allem was Ästhetik anbelangt, sehr vielfältig, weshalb wir versucht haben, von allem etwas mit in unsere Sammlung zu packen. Jedes dieser Gedichte hat einen speziellen Reiz – mag es die Weisheit sein, die im Inneren dieser Worte steckt, die Wahrheit, oder die Bilder, die aus der doch eigentlich schwarzen Farbe der Buchstaben gezeichnet werden. (CL)

(c) Wolfgang, pixelio.de