Kuschel-Rock

0
127
Foto: Kuzma/shutterstock.com
Foto: Kuzma/shutterstock.com

Moderner Hard Rock ist eine meiner Leidenschaften, und ich habe schon die ganze Zeit überlegt, wie diese Musikrichtung gut mit einem Artikel zusammenpassen könnte, der Romantiker anspricht.

Beinahe jedes Rock-Album hat einige wunderschöne und romantische Lieder. Es wäre jedoch schwierig, jemandem, der dieses harte Genre nicht mag, ein ganzes Rock-Album zu empfehlen, auf dem dann insgesamt nur ein oder zwei hübsche Lieder sind. Deswegen habe ich hier eine ganz persönliche Kuschel-Rock-Playlist zusammengestellt, die den Zartbesaiteten genauso wie den Leidenschaftlichen und den melancholischen Liebenden etwas zu bieten hat und zugleich noch einen rauen Unterton mitschwingen lässt, der das Ganze ein bisschen kantiger und spannender gestaltet.

Die Religious-Rock Band Skillet hat auf jedem Album einige romantische Texte zu schönen Melodien. So habe ich hier „Your’s to hold“ aus dem Album Comatose, „Don’t wake me“ aus Awake und der Rise-Track „Fire and Fury“ zusammengestellt.

Breaking Benjamin kommt mit den Songs „Forget it“, „Here we are“ und „Diary of Jane“ ebenfalls ganz nah ans Herz ran.

Für ein bisschen Abwechslung sorgt der elektrisch angehauchte Song  „Follow you“ aus dem Album That’s the spirit von Bring me the Horizon, und von hier heben wir ab in die Welt der Sterne mit „My demons“ von Starset, welches besonders in der Akustik-Version einen wahrlich leidenschaftlichen Klang bringt.

Danach habe ich einen Klassiker „The Sound of Silence“. Aber nicht das Original, sondern die einzigartig berührende Version von Disturbed-Sänger David Draiman, von dem man so eine raue Zärte niemals erwarten würde (Für gewöhnlich screamed er, aber hier zeigt er seine Stimme von einer ganz anderen Seite).

Hinzu kommt ein wenig Bullet for my Valentine mit der dramatischen Nummer „Tears don’t fall“.

Um wieder in ruhigere Gefilde abzusteigen bietet „Angel“ von Theory of a Deadman uns ein romantisches Lied, und wir bleiben in melancholische Entspannung zu „Leave out all the rest“ von Linkin Park.

Nothing More aus Texas bieten ebenfalls einige Lieder, die von der Liebe handeln. Meistens einer verlorenen, doch ein gebrochenes Herz ist durch viele Stilmittel und einfache, aber liebevolle Texte und Melodien ganz verschieden und romantisch darzustellen. „Waiting on rain“, „Here´s to the heartache (piano version)“ und „Love?“ sind wunderbare Beispiele dafür und lohnen sich auf jeden Fall hineinzuhören und zu in der Musik zu versinken.

Die letzten vier Titel der Kuschel-Rock-Liste sind „Wake me up when September ends“ von Green Day, „No matter what“ von Papa Roach und für einen krönenden Abschluss zwei Avenged Sevenfold Tracks, die bitter-süß einen romantischen Moment ausklingen lassen können: „Dear God“ und „Acid rain“. (Auf welches man bei Lust und Laune gerne einen passionierten Wiener Walzer tanzen kann. Die Gitarre bringt frischen Wind in diesen schönen Tanz.) (CD)