Magische Romantik im Herbstlicht

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Septembermorgen Oliver Mohr pixelio.de
Quelle: Oliver Mohr / pixelio.de

Vielen Menschen drückt die Dunkelheit regelrecht auf die Seele, die Stimmung ist wie das Licht – trübe, diffus und manchmal einfach nur dunkel. Von Romantik keine Spur. Doch bevor wir völlig Schwarz sehen und uns in diesen Winterblues hineinziehen lassen, sollten wir lieber das Übel bei der Wurzel packen und für gutes Licht sorgen.

Wir Menschen sind abhängig vom Licht, blühen auf in der Sonne, genießen die Wärme südlicher Strände im Urlaub und flüchten uns oft gerade im Winter in sonnige Gefilde. Leider ist uns das nicht immer ohne weiteres möglich. Winterliche Depressionen, Stimmungsschwankungen oder Müdigkeit sind häufig Folgen des Lichtmangels. Natürlich leidet auch unsere romantische Seite unter diesen trübsinnigen Einflüssen, denn es kommt keine rechte Lebensfreude mehr auf.

Viele gute Tipps, wie wir unser Zuhause lichtvoll gestalten, können wir hier in den Beiträgen finden. Oder wir können uns in der City beim Bummeln inspirieren lassen, zum Beispiel von den bunt dekorierten Schaufenstern. Das ist unsere Lichtnahrung im Alltag, die unsere Stimmung hebt und unsere Seele nährt. Gemütlichkeit und Wärme zuhause, glitzernde Straßen am Abend… es steht uns doch so eine sinnliche Zeit bevor? Dennoch sind wir körperlich an Sonnenlicht oder Tageslicht gebunden, was unsere Zellen anregt und uns gesund hält.

Wenn wir uns und unseren Lieben also etwas Gutes tun wollen, wäre mein Romantik-Tipp der Woche eine „herbstliche Licht-Wanderung“. Ein längerer Weg durch die freie Natur lässt unsere Seele aufatmen, gibt uns eine Pause vom alltäglichen Stress und öffnet unsere Sinne und die Tore zur Sinnlichkeit. Zuhause spielt sich bei langjährigen Paaren der Alltag oft in sehr festen Bahnen ab; oft beklagen wir uns wegen mangelnder guter Gespräche, Zeit und Zuwendung. Gehen wir gemeinsam dem Licht entgegen –  unter der Weite des Himmels werden wir ruhig, kommen wieder in Kontakt mit uns selbst, der Natur und auch dem Partner. Keine Stimmung für Konflikte, Unwesentliches tritt in den Hintergrund.

Der gemeinsame Weg ist wie ein Stimmungsbarometer für den aktuellen Stand der Liebe oder der Verbundenheit. Beobachten wir uns beim Gehen: Gehen wir Hand in Hand, weit auseinander, lassen wir den Partner zurück oder einfach nur ein Stück weit los? Klammern wir uns fest oder geben wir uns Raum, kritisieren wir beim Gehen oder hören wir zu uns? Es ist nur ein Weg, keine Therapiestunde – und doch sagt er uns so viel über unser Jetzt. So birgt diese herbstliche Zeit des Wandels eine große Chance, überholte Beziehungskonflikte zu lösen oder einfach nur, die gemeinsame Stille, das Auftanken von Licht vor der Weite des Himmels zu genießen.

Bringen wir Licht in den Alltag der Liebe und warten nicht erst auf den nächsten Urlaub. Gerade im Hier & Jetzt befindet sich die größte Möglichkeit, die Liebe zu nähren. Und zwar mit vielen kleinen, romantischen Augenblicken. (GR)Lichtstimmung by Oliver Mohr pixelio.de