Musik-Tipp der Woche: Faber und Haim

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Faber

Wir haben diesmal wieder zwei Album-Tipps für euch. Der erste ist FABER aus der Schweiz mit seinem Album „Sei ein Faber im Wind“ und der zweite Tipp kommt von den drei Mädels von HAIM!

 

FABER- Sei ein Faber im Wind

Vor ein paar Wochen wurde unsere Redakteurin von einer Freundin gefragt, ob sie nicht mit zum Faber-Konzert kommen will. Der Name Faber sagt ihr schon was, sie war allerdings noch unschlüssig, entschied sich dann aber spontan dazu doch hinzugehen. Und was sie an diesem Abend sah, war eine der besten Liveshows, die sie in den letzten Jahren gesehen hat. Für jemand, der pro Woche mindestens ein Konzert sieht, dann doch schon eine Leistung.
Mit gerade einmal 23 Jahren scheint Faber doch schon ein alter Hase zu sein. Faber heißt eigentlich Julian Polina. Polina? Werden einige fragen? Ja sein Papa ist Pippo Polina, der bekannte italienische Musiker. Aber auf diesen Lorbeeren wollte Faber sich nicht ausruhen und so wurde Faber geboren. Mit 15 Jahren fing er an selber Musik zuschreiben. Seine erste EP finanzierte er sich mit Crowdfunding. Dann wurde Landstreicher Booking, die auch Annenmaykantereit, KIZ und Casper buchen, auf ihn aufmerksam. Und dass er jetzt 2017, noch bevor sein Album offiziell erschienen ist, gleich ausverkaufte Shows in Berlin spielt, scheint eigentlich nur eine logische Schlussfolgerung zu sein. Diese Woche ist nun das erste Album „Sei ein Faber im Wind“ erschienen. Auf diesem Album schreckt Faber vor nichts zurück, er singt von „ficken“, „blasen“ und ein Song heißt „Brüstebeinearschgesicht“. Aber eben diese Einstellung macht seine Songs zu dem, was sie sind und lässt sie rausstechen aus dem doch irgendwie Einheitsbrei anderer Singer-/Songwriter. Sie sind nicht bequem und plätschern daher. Sie wirken manchmal pathetisch oder überromantisiert, aber doch spiegeln sie das Leben wieder, wie es ist. Das Album wurde in insgesamt 10 Tagen aufgenommen, was aber an keiner Stelle irgendwie übers Bein gebrochen wirkt, sondern immer ehrlich. Es kommen Posaunen, Klavier, Gitarren, Schlagzeug und einiges mehr zum Einsatz, was das Album definitiv auch tanzbar macht und auch gute Laune versprüht, trotz der manchmal sehr tiefsinnigen Texte. Über allem steht allerdings Fabers Stimme. Haben wir über Etienne von den Rival Kings gesagt, dass er eine der besten Stimmen im deutschsprachigen Raum hat, müssen wir Faber definitiv dazu zählen. Kennt man sein wahres Alter nicht, würde man sicherlich denkt, hier singt ein mindestens 40-Jähriger Mann mit viel Lebenserfahrung! Was bleibt uns, ist euch zusagen, dass ihr einfach mal in dieses tolle Album reinhören sollt, euch verlieben sollt und Faber einfach live erleben müsst!

HAIM- Something To Tell You

Ein anderes tolles Album, das diese Woche erschienen ist, ist „Something To Tell You“ von HAIM. HAIM sind drei Schwestern aus Los Angeles, ihre Musik wird als Pop-Rock beschrieben. Ihr Debüt-Album „Days Are Gone“ konnte 2013 direkt Platz 30 der Deutschen Charts erreichen, die war aber zu dem Zeitpunkt keine wirkliche Überraschung mehr, wurden sie doch zu diesem Zeitpunkt als „heißester“ Newcomer gehandelt. Jetzt fast vier Jahre später erscheint „Something To Tell You“. 11 Songs haben es auf das Album geschafft, sie knüpfen nahtlos an den Vorgänger an. Ab und zu verirren sich aber ein paar andere Genre-Einflüsse in die Songs der drei Mädels, etwas Latino hier, oder Country da. So wird das Album schnell eins, für die gesamte Familie. Und es macht vor allem gute Laune!

Haim