Musiktipp der Woche: Alexa Feser und Maximo Park

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Alexa Feser

Diesmal haben wir wieder zwei Alben für Dich. Einmal geht es um „Zwischen den Sekunden“ von der begnadeten Pop-Olympionikin Alexa Feser. Außerdem gibt es etwas Neues von Maximo Park. Die Vorreiter, des britischen Indie-Rock, finden dort zu alten Stärken zurück.

Alexa Feser- Zwischen den Sekunden (Warner)
Alexa Feser hat wirklich schon alles gemacht, als DJane gearbeitet, im Background von u.a. den No Angels gearbeitet, oder auch Werbejingels eingesungen, bis sie 2008 anfing auch an eigenen Songs zu arbeiten. Mit „Zwischen den Sekunden“ ist jetzt ihr drittes Album erschienen. Auf diesem Album kann nicht nur ihr Pianospiel wieder überzeugen, sondern auch die Streicher aus Babelsberg, die auch schon auf Yvonne Catterfelds Album aufhorchen ließen. Besonders bei „Herz aus zweiter Hand“, sorgen sie für die richtige Stimmung und Untermalung des Songs. Doch Alexa kann auch durch ihre Texte überzeugen. Man kann schmachten, genießen, sich einfach fallen lassen, in die musikalische Welt, die sie kreiert.
Auf ihrer Webseite heißt es:
„In ihren Songs darauf erzählt Alexa davon, wie es ist, ein Mensch auf dieser Welt und in dieser Zeit zu sein – tiefgründig und unangepasst, nie eitel oder selbstverliebt, manchmal in einer Sprache, die für eine Frau ungewöhnlich hart ist – und die, wenn es notwendig ist, auch dahingeht, wo es wehtut.“

Dem können wir nur zustimmen. Umschmeichelt von ihrem Pianospiel und den Streichern aus Babelsberg sticht ihre Stimme besonders hervor. Sie ist nicht lieblich, wie bei vielen Pop-Sängerinnen, sondern meist stark, kann aber auch melancholisch und zerbrechlich sein.
„Zwischen den Sekunden“ ist dabei kein zufälliger Titel, Alexa will zeigen, was genau zwischen eben jenen passieren kann. So ließ sich sie z.B. am Berliner Alexanderplatz, der ihre neue Heimat wurde, für den Song Linie 7 inspirieren. Die Wahl-Berlinerin lässt sich dabei von den Schicksalen der Menschen, ob real oder imaginär, inspirieren.
Und so hat jeder der 13 Songs seine ihm ganz eigene Geschichte, die es zu entdecken gilt. Obendrauf gibt es noch fünf Lieder in der Akustik Piano Version.

Maximo Park- Risk To Exist (Cooking Vinyl)
Erinnerst du dich vielleicht noch an das Jahr 2005? Man wusste gar nicht, wie einem geschah, plötzlich gab es Bands, wie die Kaiser Chiefs, Bloc Party oder The Futurheads. In der Hochzeit füllten diese Bands große Halle. Doch nach ein paar Jahren wurde es auch wieder ruhig, und die Platten der Bands, wenn man ehrlich ist, auch nicht wirklich besser.
Maximo Park haben mit ihrem neuen Album „Risk to Exist“ definitiv zu alten Stärken zurückgefunden. Auf insgesamt 11 Songs ziehen Paul Smith und seine Mannen den Zuhörer wieder zurück in alte Indie-Rock-Hochzeiten. Das Besondere: Die Aufnahmen wurden alle Live aufgenommen, was man hört, und dem Album auch gut tut. Außerdem zog die Band für die Produktion in das Studio von Wilco Produzenten in Chicago ein. Ein Album, dass jetzt nicht zum Kuscheln zu zweit anregt, doch definitiv wieder einige Dancefloor- Hymnen zu bieten hat, und auch die sollten an dieser Stelle erwähnt sein. Außerdem geht es geschickt, kritisch mit der aktuellen gesellschaftlichen Lage um.

Maximo Park