Musiktipp der Woche: Dear Reader und Thomas Dybdahl

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Dear Reader
Quelle: amazon.de Dear Reader

Unsere heutigen Musiktipps kommen aus Norwegen, Südafrika und Berlin.
Thomas Dybdahl, müssen wir zugeben, kannten wir bisher noch nicht, aber der norwegische Künstler bringt heute mit „The Great Plains“ sein bereits siebtes Album heraus. Außerdem veröffentlicht Dear Reader ihr neues Album „Day Fever“, hinter Dear Reader verbirgt sich Cherilyn MacNeil, eine gebürtige Südafrikanerin, die schon einige Jahre in Berlin lebt.

Dear Reader – Day Fever (City Slang)

Dear Reader beschreibt ihre Musik selber als „Art-pop to make your heart stop“

Und passender kann man es eigentlich nicht umschreiben. Manch einer kennt ihr Musik vielleicht aus dem Film „Oh Boy“, für die sie den deutschen Filmpreis gewann.
2006 veröffentlichten Dear Reader ihr erstes von sechs Alben (dabei ein Live-Album mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg), noch unter anderem Namen und mit der Besetzung Cherilyn MacNeil und Darryl Torr. 2008 folgte dann die erste Veröffentlichung unter dem Namen Dear Reader.
2010 trennten sich die beiden einvernehmlich. MacNeil zog daraufhin nach Berlin und schrieb die Lieder für das Album „Idealistic Animals“. Berlin ist bis jetzt ihr zu Hause geblieben. Im Frühjahr 2016 reiste sie jedoch nach San Francisco, um mit John Vanderslice an der aktuellen Platte „Day Fever“ zuarbeiten. Das Album erscheint heute, am 24.02.2017, weltweit über Cityslang. Alle Tracks sind analog aufgenommen, jeder Take musste daher sitzen, oder wurde gelöscht. Dies hört man den Songs auch an, ist die Instrumentierung doch spärlicher als bei den Vorgängern, und Cherilyns Stimme steht mehr im Vordergrund, und dadurch wird man so sehr in den Bann des Albums gezogen, ihre Stimme wandelt zwischen sanft, selbstbewusst, zerbrechlich und stark, ohne Probleme. Auch die starken Texte können auf ganzer Linie überzeugen. Und dann denkt man, und dafür war sie nur 10 Tage im Studio, um dieses 11 Track starke Album so abzuliefern? Allein diese Tatsache zeugt von ihrer musikalischen Qualität. Das Album ist wirklich ein starkes Album, mit intensiven Themen, einzigartig verpackt. Aber überzeugt euch besser selbst, auf Platte, oder eben Live:

25.02. – Lido, Berlin
16.03. – Uebel & Gefährlich, Hamburg
17.03. – Gebäude 9, Köln
23.03. – Milla, München
26.03. – Merlin, Stuttgart
27.03. – Leipzig, Nato
22.04. – Hanse Song Festival, Stade
16.06. – Maifeld Derby, Mannheim

Thomas Dybdahl The Great Plains (Ferryhouse Productions)

Bereits seit 2000 schreibt Thomas Dybdahl als Solokünstler Musik, da ist es nicht wirklich überraschend, dass mit „The Great Plains“ bereits sein siebtes Album erscheint. Aber auch aus anderen Projekten ist er bekannt, so ist er Sänger und Gitarrist der norwegischen Band The National Bank und hat auch schon Stücke für Morcheeba eingesungen. Außerdem hat er auch schon erfolgreich Filmmusik geschrieben. Das neue Album „The Great Plains“ wurde von ihm Ende November in den Propeller Studios in Oslo beendet, und die Stücke gehen direkt ins Herz. Du kannst sie gut bei Regen und Sturm, wir grüßen Sturmtief Thomas an dieser Stelle, hören, aber auch romantisch kuschelnd mit dem Partner auf der Couch.
In den Songs geht es um Kindheit, Jugend und Familie, Liebe und Verlust, wovon Lieder, wie „When I was Young“, einer unserer Favoriten auf der Platte, oder auch „No Turning Back“ zeugen. Also kauf dir das Album, Thomas Dybdahl wird dich mit seiner Stimme einfangen und in eine Traumwelt entführen. Und wenn du nicht genug bekommen kannst, dann gibt es noch sechs weitere Alben, die auf dich warten.
Am 24.04. spielt Thomas mit seiner Band im Grünen Salon in Berlin, also, wenn du noch ein Ostergeschenk brauchst, dann haben wir schon einen Tipp für Dich.

ThomasDybdahl