Musiktipp der Woche: Shawn James und Fuck Art, Let’s Dance!

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Shawn James

Diese Wochen haben wir zwei Tipps für euch, die unterschiedlicher eigentlichen nicht sein können. Zum Einen SHAWN JAMES, der mit seiner Blues-Folkigen Stimme auf „On The Shoulder  Of Giants“ überzeugt. Und zum Anderen FUCK ART, LET’S DANCE!, die vier Hamburger Jungs veröffentlichen mit „Forward Future“ ihr neues Album.

 

SHAWN JAMES- On The Shoulder of Giants
Wenn man Shawn James sieht oder hört, dann denkt man gar nicht, dass er erst 31 Jahre alt ist. Seine Stimme klingt, als wäre er ein alter Blues-Musiker, dem man das Jahre lange touren anhört. Shawn wurde 1986 in Chicago geboren. Er kommt aus keinen einfachen Verhältnissen und das Singen im Chor wurde bald für ihn eine Art Flucht aus dem Alltag mit dem trinkenden Vater. Seine Musik ist eine starke Mischung aus dunklen und hellen Klängen, aus Wut und Freude, und dabei immer auf den Punkt und real. 2012 hat er sein erstes Album veröffentlicht. Seitdem ist viel passiert, so hat er z.B. eine Anfrage von Sony bekommen, ob sie einen seiner Songs für einen Spieletrailer verwenden können. Er hat einfach ja gesagt, um ein paar Wochen später mit über 1 Million Plays seines Songs „Through The Valley“ aufzuwachen, ohne zu wissen wieso eigentlich. Dies klärte sich schnell, so wurde der Song für den Trailer des Erfolgsspiels „The Last Of Us 2“ verwendet und ist dadurch weltbekannt geworden, und alle Welt fragte sich, wo kommt dieser Song her? Mittlerweile hat der „Through the Valley“ 6,5 Millionen Plays auf Spotify und Shawn ist weiterhin fleißig. Er veröffentlicht regelmäßig Alben Solo, aber auch mit seiner Band „And The Shapeshifters“, und war dieses Jahr schon zweimal auf Deutschlandtour, Daten für den Herbst sind bereits angekündigt! Grund genug seine Alben jetzt auch selber in Europa zu veröffentlichten, denn trotz unzähliger Angebote hat Shawn sich dazu entschlossen nicht einfach zu einem Major-Label zu gehen, sondern selber die Rechte an seiner Musik zu behalten. So ist nun also auch sein Album „On The Shoulder Of Giants“ bei uns erschienen. Und wie nicht anders zu erwarten nimmt Shawns Stimme einen direkt ein, und man kann nur den schönes Blues-Folk-Nummern lauschen, weghören geht irgendwie nicht, einfach, weil da diese Stimme ist, die einen durch die Songs trägt und bis aufs Mark erschüttern kann! Dabei spielt Shawn, ganze wie nebenbei, auch alle Instrumente, wie Gitarre, Kick Drum und Tambourine selber. Und am Ende bleibet nur die Erkenntnis, was für ein Ausnahmekünstler Shawn James doch ist. Wenn ihr die Chance habt, dann seht ihn euch unbedingt live an!

FUCK ART, LET’S DANCE! – Forward Future
FUCK ART LET’S DANCE sind zurück und diesmal so stark, wie nie zuvor! 2014 ist ihr Debüt-Album „Atlas“ erschienen, ein Album, das bereits für einige Aufmerksamkeit sorgte, aber kein Vergleich zu dem neuen Album „Forward Future“ ist. Auf „Forward Future“ sind die vier Hamburger Jungs merklich gereift und haben ein Album aufgenommen, welches wirklich großes internationales Potential hat. Und wenn das Album schon so großartig ist, dann darf man auf die Liveumsetzung der Songs gespannt sein, denn bekanntermaßen sind FALD eine der besten Livebands in Deutschland! Hinter FUCK ART, LET’S DANCE verbergen sich vier Hamburger Jungs mit indonesischer, polnischer, deutscher und griechischer Wurzeln, die sich irgendwie und irgendwo auf dem Schulhof getroffen haben. Aber zurück zum Album „Forward Future“ ist ein wirklich tolles und großartiges Album geworden und man hat das Gefühl, dass die Jungs es endlich geschafft haben sich freizuspielen und die Musik zu machen, die sie immer machen wollten. Ohne Rücksicht darauf, was andere denken könnten, wie es vielleicht noch bei „Atlas“ der Fall war. Da passt es auch, dass sie „Forward Future“ innerhalb von nur vier Tagen in den Clouds Hill Studios aufgenommen haben. Bei uns läuft das Album bereits rauf und runter und irgendwie ist es immer viel zu schnell vorbei, weil man sich einfach mit den Jungs freut, darüber, was sie hier großartiges erschaffen haben, aber eben auch weil die Songs ansich ins Ohr gehen und dableiben.
Man gönnt den vier Jungs jeglichen erdenklichen Erfolg, denn sie sind authentisch, sympahtisch und machen einfach großartige Musik, die nie auf der Stelle zutreten scheint. Das Label beschreibt das Album als „abwechslungsreiches, gitarrenlastiges und groove-orientiertes Indierock-Musteralbum mit britischem Flair“, können wir so nur unterschreiben.
Unser Anspieltipp ist auf jeden Fall „Homesick“ oder ist es doch „Trial & Error“, oder „Übersleep“ … oder, oder, oder so richtig kann man sich einfach nicht entscheiden. Hört euch einfach selber das ganze Album an und verliebt euch, so wie wir es bereits getan haben.