Musiktipp: „Freedom Child“ von The Script

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TheScript: FreedomChild

Suchen wir sie nicht alle, die große Freiheit in einer Bindung? Eigentlich ist das ein Widerspruch und dennoch kann man von der Liebe gefangen genommen werden aber auch freier sein, als man alleine jemals werden könnte.

Die Band The Script hat sich genau mit diesem Thema in ihrem neuesten Album beschäftigt. The Script ist ein Trio aus Irland, welches spätestens seit dem Hit „Hall of Fame“ weltweit berkannt ist.

Das Kind der Freiheit

Freedom Child“ heißt die Platte, die 2017 veröffentlicht wurde. Sie ist ein Mix aus poppigen Experimenten. Obwohl man das ganze Album definitiv dem Mainstream-Genre zuordnen kann, reizen seine Klänge auf subtile Weise die Grenzen dieser Musikrichtung aus.

Lateinamerikanische Rhytmen, Hip-Hop, elektronischer Reggae und „Celtic Soul“, wie es die Band nennt – alles scheint seinen Einfluss auf das „Kind der Freiheit“ genommen zu haben. Und das macht das Album so interessant. Dabei sind Texte simpel und sind leicht verständlich gehalten. Der bekannteste Track ist sicherlich „Rain“, der bereits im Radio gespielt wurde.

Wie so oft geht es bei der Musik um die Liebe, aber es gibt einige Songs, die ein wenig aus dem Rahmen fallen. „Rock the World“, „Divided States of America“, „Written in the Scars“ und „Freedom Child“, zu dem „Awakening“ als instrumentale Einleitung zählt – sie alle beleuchten das Thema „Kind der Freiheit“ einmal anders.

Make Love not War!

„Rock the World“ ist ein Lied welches Motivation und Selbstbewusstsein ausstrahlt, „Divided States of America“ ein subtiler Ausdruck von Trauer über die verlorene Menschlichkeit und ein Aufruf zu mehr Zusammenhalt und „Written in the Scars“ möchte einfach nur ausdrücken, dass jeder seine symbolischen Narben zu tragen hat, welche einen Menschen unter anderem zu dem machen, was er ist. „Freedom Child“ überbringt mit dem typischen, motivierenden, sinnlichen Klang von „The Script“ die finale Botschaft: Macht Liebe, nicht Krieg!

Put a flower on the top of a gun

Put confetti in an atomic bomb, yeah

It’s time to change now, we’ve seen enough

Instead of war, we’re declaring love, yeah

Das Album ist also eine facettenreiche und – trotz der simplen Lyrics – kritische Reflexion über die Verbundenheit und Liebe, die dieser Welt heutzutage fehlt. Es will aufrufen, neue Liebe zu finden – in allen Bereichen des Lebens.

Die Titel erscheinen wie folgt:

  • No Man Is an Island
  • Rain
  • Arms Open
  • Rock the World
  • Mad Love
  • Deliverance
  • Divided Sates of America
  • Wonders
  • Love Not Lovers
  • Eden
  • Make Up
  • Written in the Scars
  • Awakening
  • Freedom Child

Für die Romantik sorgen letztendlich natürlich immer noch die Liebeslieder. Oft klingen sie sehnsüchtig, obwohl ein schneller Rhythmus und die verspielt klingende, klare Stimme des Sängers ein Gefühl von einer coolen Ausgeh-Nacht suggerieren. Danny O’Donoghue kann sehr hohe Töne singen, die das Herz erreichen. Genauso gut gelingt es ihm, mit einer einzigartigen Lockerheit seine Texte zu vermitteln, sodass es einfach Spaß macht, den Liedern zu lauschen. Es fällt schwer, nicht in eine Bewegung, ein rhythmisches Kippeln auf dem Stuhl oder in ein Schwingen der Hüfte zu verfallen, wenn man Freedom Child von The Script anhört. (CD)