Reiseziel USA – Nationalparks Bryce und Zion

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(c) Celina Doering

Die Vereinigten Staaten haben viele Facetten. Und selbst, wenn man sich nur eine davon vornimmt, kann man eine ganze, neue Welt entdecken. Wenn man denkt, von Las Vegas in das Landesinnere breitet sich nur langweilige Wüste aus, liegt man nicht ganz richtig. „Ja“ zur  Wüste, aber langweilig?

Ganz und gar nicht. Die Wüste lebt in vielseitigen Farbtönen, verschwommenen Formen und entfaltet sich auch in der Flora. Man denkt es nicht, aber die Gebiete in Utah wurden nicht umsonst zu Nationalparks ernannt, und eine Camping-Tour durch diese Szenerie ist einer dieser Trips, die jeder in seinem Leben mal gemacht haben sollte. Abenteuerlich und romantisch. Die Firma „Bindlestiff“ bietet hier für um die 300€ eine tolle 2 Tage-Camping-Tour an. Man braucht sich um beinahe nichts zu kümmern, wird mit Essen versorgt, mit Zelten und hat einen Fahrer und originellen, wandelnden Reiseführer in einem an seiner Seite. Man reist in einer kleinen, netten Gruppe, aber ist immer frei, seine Zeit für sich zu gestalten und zu wandern, wohin man gerne möchte. Die Zelte sind für 2 Personen. Zions Angels Landing, Foto: Celina Döring

Aber Formelles beiseite. Lassen Sie sich aus Vegas heraus entführen in die wunderbare Natur von Bryce Canyon. Er bietet eine zerklüftete Landschaft, die nicht von dieser Welt scheint. Tausende Sandsteinsäulen ragen aus dem Canyon hervor und laden ein, von antiken Labyrinthen und versunkenen Städten zu träumen. Wie mächtig die Säulen sind, findet man heraus, wenn man sich in die Landschaft hineinbegibt und einen ausgedehnten Spaziergang zwischen den sogenannten „Hoodoos“ hindurch macht. Den Sonnenaufgang hier sollte man nicht verpassen, denn wenn das goldene Licht zwischen den Säulen hervorkommt, wird man ein Land wie aus Tausend-und-eine-Nacht entführt. Der Canyon ist hoch gelegen, auf 8000 Fuß (ca. 2400m), deswegen kann es auch im Mai noch sehr kalt werden. Mit dem nicht unwahrscheinlichen Schneefall bietet sich auf den Canyon wieder eine neue Sicht, den der leichte, weiße Puder verursacht.

Zion emerald pools, Foto: Celina DöringDer Zion Nationalpark ist nur zwei Fahrstunden von Bryce Canyon entfernt und doch so anders. Es ist warm und angenehm. Gigantische Felsen ragen vor einem in den Himmel. Das Tal ist vitalisierend grün. Fühlen Sie die Natur, wie sie lebt. Spazieren Sie entlang des Flusses oder wandern zu den „Emerald Pools“, den Teichen zwischen den Schluchten. Für die Bewanderten unter uns ist der Aufstieg zur Landung der Engel obligatorisch. Der steile Aufstieg entlang der Felswand ist ein aufregender Moment und endlich an der Spitze des hohen Felsens angekommen fühlt man sich wie der Herrscher über die Welt. Das Gefühl der Freiheit ist überwältigend. Unter Ihnen breiten sich die Arme der grünen Täler aus und über Ihnen erstreckt sich nur noch der blaue Himmel.

Natürlich kann man die beiden Nationalparkbesuche auch leicht selbstständig planen und unternehmen, um in der Zeiteinteilung freier zu sein. Das lässt sich auch wunderbar mit einem kleinen Las Vegas Layover verbinden, wenn man einen Kontrast zur natürlichen Schönheit von Utah haben möchte. (CL) Zions Angels Landing, Foto: Celina Döring

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