Rio de Janeiro: Die Stadt der Vielfalt

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Rio de Janeiro (c) CC0 pixabay.com

Einst segelte ein Seefahrer auf dem Südatlantik. Die Küste war lang, das Meer lag ruhig vor ihm, als er eine Flussmündung entdeckte, die mit einer prachtvollen Naturlandschaft gesegnet war. Es war Januar und so beschloss der Seefahrer, den riesigen Fluss, dessen Mündung er glaubte entdeckt zu haben, Januar-Fluss zu nennen.

Wie sich herausstellte, lag der Entdecker falsch. Was er an der Küste Südamerikas vorgefunden hatte, war in Wirklichkeit nur eine Bucht, die recht tief ins Landeinnere ging. Der Name jedoch blieb der Stadt, die sich später um die Bucht herum ansiedelte. In der Landessprache nennt man sie Rio de Janeiro.

Abenteuerliche Entdeckungsreisen, wie man sie damals machte, kann man heute nicht mehr unternehmen, denn das Gebiet ist erschlossen. Aber eine andere Art von romantischer Entdeckungsreise lässt sich durchaus noch verwirklichen in dieser bunten, turbulenten Stadt Brasiliens.

Rio de Janeiro: Natur mitten in der Stadt

Jeder kennt wohl die gigantische Christus Statue auf dem Corcovado Berg, mit der man sich eine traumhafte Sicht auf den Zuckerhut und die Stadt teilen kann – aber selbst am Sockel der Statue zu stehen und dieses Bauwerk der Superlative zu bestaunen ist schon sehr eindrucksvoll.

Rio de Janeiro (c) CC0 pixabay.com

Um auf den Berg Corcodavo zu gelangen, führt der Weg durch den Regenwald von Tijuka. Ein Nationalpark mitten in der Stadt. Der Regenwald ist riesig und es macht Sinn, sich dieses Stück Natur in einer Tour anzusehen, weil man sonst schnell den Überblick verliert. Von geführten Privatwanderungen über Sammel- und Jeep Touren ist in Rio für alles reichlich gesorgt. Entdeckt die Vielfalt von Äffchen, Tukanen und exotischen Pflanzen und genießt auf inspirierende Weise die Bewegung im Freien.

Eine Wanderung zum natürlich Schwimmbecken und Wasserfall Cachoeira dos Primatas ist auch ohne Führung gut machbar und sehr romantisch. Allerdings sollte man unter der Woche herkommen, weil es sonst voll wird. Für sportliche Paare ist eine Wanderung mit Kletterteil auf den Pedra da Gavea perfekt, für weniger Anstrengung aber ebenfalls für eine großartige Sicht sowie die Möglichkeit, sich in ein Gleitschirmabenteuer zu stürzen, ist der Pedra Bonita geeignet.

Sport, Entspannung und Cocktails

Rio ist ein sehr sportlicher Ort und der Bewegungsdrang ist ansteckend. So ist es auch die schönste Art, die berühmten Strände der Stadt auf dem Fahrrad zu erkunden. Die Stadt hat ein sehr gut ausgebautes Radwegsystem und man kommt stress- und staufrei überall hin. Außerdem kann man mit dem Fahrrad auch leichter spontan an Orten halten, über die man stolpert und die Romantik versprechen.

Copa Cabana (c) CC0 pixabay.com

Eine tolle Runde ist, vom Ipanema Strand zur Copa Cabana zu fahren. Fahrräder gibt es in jedem Hotel und am Strand sind ebenfalls Verleihe. Wechselt zwischen einigen ruhigen Stunden im weißen Sand vor türkisem Wasser und einer wohltuenden Sightseeing-Tour entlang der Kilometerlangen Ufer. Am Ende des Tages könnt Ihr dann sonnengeküsst und tiefenentspannt einen Caipi oder vielleicht einen Pina Colada vor dem tiefen Blau des Ozeans genießen.

Wer gerne faulenzt im Urlaub kann natürlich die Tage alle an unterschiedlichen Stränden verbringen, mit einer Abkühlung im Wasser und einem Cocktail in der Hand – gemeinsam mit dem Schatz ist das natürlich wunderschön. Wer aber genug Zeit mitbringt, sollte sich dringend mehr von Rio ansehen, denn dieser urbane Multi-Dschungel hat noch so viel zu bieten.

Über den Wolken

Ganz klassisch ist natürlich auch eine Seilbahnfahrt auf den Zuckerhut. Der groteske Berg, der einfach halb aus dem Meer und halb aus dem Regenwald emporragt und von dem man eine fabelhafte Sicht über die Gegend und den Christus hat. Der Rundumblick ist bei gutem Wetter einfach unbeschreiblich.

Seilbahn auf den Zuckerhut, Rio de Janeiro (c) CC0 pixabay.com

Überrascht doch Euren Partner mit einem Helikopterflug über Rio de Janeiro. Die Kontraste von meerblau, sandweiß und regenwaldgrün und die Vielfalt aller möglichen Landschaften auf einem Fleck verschlagen einem von oben den Atem. Von der Mittelstation der Seilbahn am Zuckerhut kann man solch eine aufregende Tour wagen.

Samba und Leidenschaft

Bei all den Traumstränden und Berggipfeln geht die Stadt selbst als Ausflugsziel beinahe unter. Dennoch ist hat sie auch ein Viertel, dass ein Muss auf jeder Rio-Reise ist: Das Künstlerviertel Santa Teresa. Ein wenig zerfallen und alt, bunt bemalt und beklebt, mit einer sehr alten Tram und steilen, engen Gassen.

Hier bummelt man bei Tag und tanzt durch die Nacht. Cafés und Bars, Restaurants und Clubs – wer nach einem sportlichen Tag in der Hauptstadt Brasiliens noch nicht zu müde ist, erfährt hier den leidenschaftlichen Lifestyle Südamerikas. (CD)