Romantik pur: der perfekte Heiratsantrag

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(c) CC0 pixabay.com

Hach, wie schön, nun seid Ihr Euch sicher: Ihr stellt Eurem Freund/Eurer Freundin bald die Frage aller Fragen: „Willst Du mich heiraten?“ Nur, wie sieht denn der ideale Heiratsantrag aus? Gibt es den überhaupt?

Und wie steht es um die allseits hoch idealisierte und teilweise inszenierte Romantik, die da so oft mit ins Spiel kommt, die sich – so manchen Ansprüchen zufolge – bereits im perfekten Setting finden lassen muss? Und ist es wirklich unbedingt notwendig, dem Partner zuerst den Traumurlaub in die Karibik zu buchen, um dort vor Ort – und zugegebenermaßen, das ist ein Traum-Ort – um die Hand anzuhalten?

Fragen über Fragen…
…um die Frage aller Fragen… 😉

Nun, betrachten wir es mal: Wer von den beiden Partnern nun den Heiratsantrag plant – es ist nun einmal einfach so, dass derjenige sich unglaubliche Mühe geben möchte, um alles richtig zu machen, was sich um das Thema Heiratsantrag dreht. Jeder will einen perfekten Heiratsantrag machen – nur wie stellt man das nun gleich an?

Klipp und klar ist, dass sich der Partner, der einen Heiratsantrag zu machen gedenkt, sich richtig ins Zeug legt dafür – zunächst einmal mit all seinen Gedanken. Vielleicht schaut man sich ja auf YouTube schon gemachte Arten von Heiratsanträgen an oder liest Ratgeber darüber, was man dabei alles beachten sollte? Und dann geht man im zweiten Schritt daran, sich einen plausiblen Heiratsantrag vorzustellen, einfach in seiner Gedankenwelt. Damit man träumen und sich darauf freuen kann. Man wird sowieso hyperangespannt sein – wie noch wahrscheinlich nie zuvor im Leben und im Angesicht seiner Partnerin/seines Partners, aber was zum Zeitpunkt der ersten Vorbereitung bleibt, ist auf alle Fälle die Vorfreude, die man hegt.

Euer Partner stellt sich also vor, wie liebevoll er all sein Herzblut in die Planung dieses einen Moments legt, der so überaus entscheidend wirkt im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft mit der geliebten Person. Er überlegt sich, welche Ideen er hat und in den Antrag unbedingt einbringen möchte. Und dann schreibt er alles auf. Er notiert sich seine Vorschläge, die er im Kopf hat, damit auch ja nichts Wichtiges vergessen wird.

Allerdings solltet Ihr – falls Ihr das auch so macht mit dem Aufschreiben Eurer Ideen, was zweifellos die beste Methode ist, um alles irgendwo parat zu haben und schön kompakt lesen und vorbereiten zu können – darauf achten, dass Ihr diese Notizen dann macht, wenn Ihr Zeit habt. Und damit meine ich nicht, dass Ihr sie machen sollt, wenn Ihr für Euch Zeit habt. Das natürlich auch. Die entscheidende und viel, viel wichtigere Rolle spielt dabei jedoch der Aspekt, dass Euer Partner/Eure Partnerin Euch dabei ja auf keinen Fall beobachten sollte. Das heißt, sucht Euch wirklich bewusst die Zeiten aus, von denen Ihr mit Sicherheit im Voraus sagen und damit planen könnt, dass Ihr für Euch seid, er oder sie nicht zwischendrin reinplatzt. Heißt: Berücksichtigt diesen Punkt, er ist so wichtig, damit auch Ihr Euch in Ruhe überlegen könnt, was Euch beiden gefallen könnte in der Sache, was nicht, was zu realisieren ist und was unter Umständen doch eine Nummer zu hoch sein könnte in der Planung oder Umsetzung. Macht Euch also in aller Ruhe und in Euren ganz persönlichen freien Zeitfenstern Notizen davon!!!

Ein Tipp: Sprecht auch sehr gerne mit Freunden darüber! Allerdings: Bleibt bei Euren wirklich besten Freunden – damit meine ich: Vertraut Euch hier in diesem so wichtigen Punkt keiner erst seit kurzem bekannten Person an, die Ihr eventuell bald zu Euren Freunden zählt. Sondern: Vertraut auf diejenigen Personen – und möge es auch nur eine sein, das reicht! Auch hier gilt: besser Qualität als Quantität!!! – von denen Ihr ganz genau wisst, sie stehen immer und zu 100% hinter Euch, geben tolle Ratschläge, stärken Euch den Rücken und freuen sich nachher mit Euch! Das ist wirklich immens wichtig. Denn ansonsten lauft Ihr Gefahr, dass Eure Pläne doch auf eine Art im Voraus ans Licht gelangen, oder an Personen geraten, von denen Ihr gar nicht wollt, dass sie von Eurem Vorhaben wissen. Also am besten mit der besten Freundin oder dem besten Freund darüber sprechen, auch gerne mehrmals und mit etwas zeitlichem Abstand, sodass sich Ideen oder Vorschläge auch entwickeln können von Mal zu Mal.

Dann wird es ziemlich sicher eine sehr schöne Sache, die Hand und Fuß hat, vielleicht im Voraus mit den engsten Nahestehenden besprochen und eventuell mit geplant wurde und die sich peu à peu zu einem ausgereiften Heiratsantrag weiterentwickeln kann! 😊

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Und ganz abgesehen davon stellt die Gestaltung des Heiratsantrags schließlich ganz EURE individuelle Sache dar. Das heißt mit anderen Worten: Niemand kann und sollte über einen Antrag urteilen, den er nicht selbst erlebt hat, und jeder Heiratsantrag ist auf seine eigene Art und Weise wundervoll und einzigartig! Das solltet Ihr Euch immer vor Augen halten und heißt konkret für Euch:
Es gibt im Grunde genommen nichts, was nicht passt bei einem Heiratsantrag – vorausgesetzt, Ihr bleibt Euch, Eurem Partner/Eurer Partnerin und Eurer Beziehung damit treu. Ihr könnt auch an einem lauen Sommerabend eine Pool-Party mit Freunden organisieren und im Zuge dessen irgendwann an der Cocktailbar eure Liebste um ihre Hand anhalten, Ihr könnt aber genauso gut zu zweit einfach einen chilligen Filmabend auf Eurer gemütlichen Coach oder dem Sofa veranstalten. Oder aber Ihr entflieht Eurem Zuhause und den gewohnten vier Wänden um Euch herum und macht extra zu Eurem Antrag Urlaub. Prinzipiell ist alles denkbar.

Wenn Ihr wisst, dass Ihr in der Sache an einem Strang zieht. Klar, muss man letztlich entscheiden, wie der Antrag aussehen und wo er stattfinden soll. Aber Ihr kennt ja Euer Gegenüber aus Eurer Beziehung inzwischen so gut, dass Ihr sagen könnt, was ihm/ihr in der Hinsicht gefällt oder was ihr vielleicht lieber anderen Paaren überlässt, weil dies oder jenes eben vielleicht nicht gerade ganz besonders zu Euch zweien passt.

Kurzum: Bei einem Heiratsantrag gibt es nicht richtig und nicht falsch – es ist alles möglich, es sind keine Grenzen gesetzt in Eurer Ausgestaltung und Eurer Fantasie. Hauptsache – und das bleibt dabei immer das Wichtigste: Ihr könnt mit Überzeugung sagen, dass die Form, die Ihr Euch für euren Antrag ausgewählt habt, zu Euch beiden passt. Die Euch auf eine Weise repräsentier, die euch widerspiegelt. In Eurer Lebensweise, in Euren Einstellungen, in Euren Wünschen, in Euren Grundsätzen und vor allem aber: in Eurer Auffassung von Liebe!

Über eines solltet Ihr Euch allerdings im Voraus Gedanken machen und irgendwann im Klaren sein: und das ist die Frage, in welchem Rahmen Ihr den Antrag machen wollt: Habt Ihr vor, ganz romantisch zu zweit irgendwo an einem idyllischen Ort (oder aber auch einfach nur zu Hause) zu sein und sie/ihn im ganz intimen Rahmen zu fragen?

Vielleicht ist Euch schon einmal aufgefallen, dass ich immer wieder, wenn es um den Ort des Antrags ging, kommentiert habe, dass alternativ auch immer die Wohnung denkbar ist, die man vielleicht schon zusammen bezogen hat? Ja, richtig, darauf will ich noch kurz hinaus: Und zwar glaube ich, dass ein solcher Heiratsantrag eine derart besondere, bedeutungsvolle und hingebungsvolle Angelegenheit ist, dass sie schon alleine von ihrer Art so einzigartig ist, dass sie alles drum herum sowieso übertrumpft – anders ausgedrückt: Ich selbst bin der Auffassung, dass es für eine so wichtige und aber gleichzeitig ja irgendwie auch sehr intime Sache, die im Grunde zuerst einmal nur Euch zwei betrifft, gar keinen ultra besonderen Ort braucht, an dem Ihr dafür unbedingt und um jeden Preis sein müsst, um den Antrag zu machen, denn: Diese Frage aller Fragen ist an sich schon sooooo besonders, dass einen das sowieso umhaut – also positiv natürlich, versteht sich! 😉 Kann auch gut sein, dass das von meiner eigenen Erfahrung herrührt, wie ich darüber denke, denn ich selbst habe den Antrag in den eigenen vier Wänden erhalten – und es war unfassbar wunderschön! Besser oder schöner hätte ich mir den Moment gar nicht vorstellen können, es war fantastisch!!

Im Nachhinein kam heraus, dass mein jetziger Verlobter, der einen Überraschungsurlaub für mich geplant hatte, mir den Antrag eigentlich dort machen wollte – das Urlaubsziel war dann nämlich Venedig – doch er hatte es, als er den Ring schließlich ausgesucht und in seiner Tasche hatte, einfach selbst nicht länger ausgehalten, weiter abzuwarten, bis wir endlich in Venedig sind und hat es einfach davor gemacht, sodass wir dann in Italien unsere Verlobung richtig genießen und feiern konnten. Hat für uns beide ideal gepasst und wir sind beide ganz fest der Überzeugung, dass mein Verlobter den Flug sowieso nicht halbwegs gut überstanden hätte, hätte er wirklich im Kopf gehabt, zuerst einmal ein paar Tage mit mir Urlaub zu machen, dabei so zu tun, als gäbe es nichts und dann auf einmal mit dem Antrag zu kommen … Also wir sind uns einig, das war die allerbeste Art und Weise, wie er den Antrag letztendlich gestaltet hat.

Und auch daran könnt Ihr sehen: Man kann manchmal noch so viel planen (und jetzt denkt nicht, er hätte sich nicht schon tausende Gedanken darüber gemacht, zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Urlaubswoche, an welchem Ort und wie genau er mir den Antrag in Venedig hätte stellen wollen, das HAT ER!), manchmal kommt es einfach anders als man denkt. Und ja, zugegeben, oft ist damit etwas vermeintlich Negatives konnotiert, was ungeplant dazwischenkommt oder so. Aber die Tatsache, dass es einfach ab und an anders kommt als man denkt oder geplant hat kann auch sehr, sehr schön, natürlich dann spontan und damit ein ganz wundervoller „Zwischenfall“ sein – nämlich genau dann, wenn man in der Situation merkt, ja, hier passt gerade einfach irgendwie alles, als wäre alles auf diesen Moment hin perfekt und ins letzte Detail geplant gewesen, um dann die Gunst des Augenblicks (und dazu braucht es einen gehörigen Mut, ja!) zu nutzen und spontane Improvisationskünste unter Beweis zu stellen (unter der Voraussetzung natürlich, der ausgesuchte Ring ist zu dem Augenblick auch mit von der Partie:D).

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Aber ganz egal: Ob so oder einfach solide geplant und genau das eingehalten – ein Heiratsantrag sollte von GANZEM HERZEN kommen, egal wie, wann und wo ihr ihn schließlich gestaltet. Das ist und bleibt das Allerwichtigste! Wenn ihr das beherzigt, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen – in diesem Sinne:

Ganz viel Spaß, großartige Ideen, gute Absprachen mit den engsten Freunden oder auch der Familie und am Ende selbstverständlich einen wundervollen Antrag mit bestem Ausgang; alles Liebe dafür! 😊 (LG)