„Save the Date“-Karten vs. traditionelle Einladungen: Wann passt was?

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(c) CC0 pixabay.com

Seit einigen Jahren ist es ein immer weiter boomender Hochzeitstrend, „Save the Date“-Karten zu kreieren und an die Hochzeitsgäste zu versenden. Doch wann passt das? Und wann sind konventionelle Hochzeitseinladungen eventuell passender?

Wer von Euch da draußen auch vor diesen Fragen steht, für den soll dieser Beitrag ein Impuls dafür sein, sich in Sachen Hochzeitseinladungen und ihren möglichen Formen zu orientieren: Wann sind „Save the Date“-Karten angebracht, wann eher nicht?

Dass Ihr, wenn Ihr Euch für erstere entscheidet, natürlich trotzdem „normale“ Einladungskarten verschickt, versteht sich von selbst, denn das mal im Voraus:

„Save the Date“-Karten sind – wie der Name schon sagt – lediglich kleine Hochzeitsfeier-Reminder. Von Euch selbst gestaltet, gebastelt, raffiniert gedruckt oder geschrieben – in welcher Form auch immer. Doch das ist eben auch eines ihrer Merkmale: Sie beinhalten ausschließlich Euer Hochzeitsdatum und sind sozusagen nur eine Vorankündigung Eures Festes in terminlicher Hinsicht, damit sich alle Eure Gäste – auch gerade urlaubstechnisch – im Vorhinein gut darauf einstellen können oder zumindest noch die Zeit dazu haben, sich Gedanken über etwa ihre Urlaubsplanung zu machen und dabei Euren Hochzeitstermin bereits im Blick zu haben … eigentlich eine super praktische Idee und eine tolle Sache, oder nicht?

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… wäre da nicht die Frage, wann genau Ihr die denn eigentlich verschicken solltet – sofern Ihr Euch für diese Variante entscheidet, die – wie eben gesagt – Euren Gästen einfach eine längerfristige Planung ermöglicht (vorausgesetzt natürlich, Ihr zählt zu den Paaren, die ihre Hochzeit so weit im Voraus planen, dass sich eine solche Methode überhaupt „lohnt“, heißt: Euer Hochzeitstermin steht ca. 1 Jahr im Voraus (oder natürlich noch früher) fest). Auf die Frage des idealen Zeitpunktes solcher „Save the Date“-Karten lässt sich festhalten:

Je früher, desto besser!

Und: Zu früh geht kaum, um „Save the Date“-Karten zu verschicken – solltet Ihr jedenfalls früh genug dran sein, also grob mindestens ein Jahr vor Eurem großen Tag! Selbstverständlich könnt Ihr genauso „Save the Date“-Karten versenden, wenn Ihr in 10 Monaten heiratet und sichergehen wollt, dass alle am Start sind und terminlich können – doch alles, was unter einem Jahr ist, ist nicht 100% sicher, das heißt, Ihr könnt dann zwar die Karten verschicken, könnt aber alleine deshalb nicht davon ausgehen, dass diese Aktion eine Garantie dafür ist, dass all eure Gäste an dem Tag noch frei sind, Zeit haben, auch die Tage davor/danach so gestalten können, dass eine Anreise gut machbar ist etc. Das heißt also: Prinzipiell ist dann eher Vorsicht geboten und im Zweifelsfall wäre es vielleicht sinnvoller, bei solchen oder noch kürzeren Abständen zwischen Festlegung des Hochzeitstermins und dem Fest an sich eventuell doch auf die traditionellen Hochzeitseinladungen zurückzugreifen und den Gästen in dem Fall direkt in einem Paket alle Infos mit an die Hand zu geben.

Somit lohnen sich „Save the Date“-Karten auch wirklich (nur) dann, wenn es realistisch ist, dass sie zum Zeitpunkt ihres postalischen Versands auch noch eine gute Planung im Voraus gewährleisten 😊 Ob sich solche Karten lohnen – sofern Ihr sie beide als eine lohnenswerte Sache einschätzt – hängt stark von der Langfristigkeit Eurer Hochzeitsplanung ab. Und genauso von eurer Vorstellung dessen, wie langfristig Eure Gäste planen (wollen oder können). Ist natürlich edel, wenn sich Leute ihren Urlaub noch extra nach Eurem Hochzeitsfest ausrichten können – doch: Lohnt sich das wirklich, deswegen an alle Gäste zwei Mal vor Eurem Fest Post zu verschicken?

Ich habe inzwischen schon von drei Hochzeitspaaren „Save the Date“-Karten erhalten und ich muss sagen: Ich war jedes Mal von Neuem angetan davon! Auch wenn da eigentlich nicht sonderlich viel mehr drinsteht als acht Ziffern, von zwei Punkten durchsetzt.

Aber darum geht es ja genau: um die minimalistische Darstellung eines so bedeutungsvollen Festes! Dadurch wird der Gedanke daran nicht minder bedeutungsvoll, sondern im Gegenteil: Er erscheint enorm wichtig – und so soll es ja genau sein. Mission erfüllt!:)

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Andererseits war es auch in allen drei Fällen eine ganz eigene, selbst gebastelte Gestaltung solcher Karten, je mit einem exklusiven Foto des Hochzeitspärchens plus Datum drauf. Ohne sonstigen besonderen Schnickschnack, aber eben mit viel Liebe für die Gestaltung der wenigen Informationen, die auf solchen Karten ersichtlich sind.

Okay, zugegeben: Natürlich gibt es auch da völligen Gestaltungsspielraum – heißt: Es gibt auch „Save the Date“-Karten , auf denen nochmal in Worte gefasst ist, dass das Hochzeitspaar heiraten wird – verbunden mit dem Wunsch, mit dem Adressaten der Karte(n) diesen Tag gerne feiern zu wollen. Also alles Ermessenssache, wie viel Text Ihr tatsächlich darauf zu platzieren habt. Es liegt ganz bei Euch, ob Ihr Fan von romantischen Deklarationen seid oder eher auf kurze, knappe und prägnante Auf-den-Punkt-bring-Infos steht – (wobei natürlich gesagt werden muss, dass allzu knappe Formulierungen oder gar der komplette Verzicht auf jeglichen Text auch nicht immer das Gelbe vom Ei sind, gerade weil es dann zu Verwirrungen kommen kann und die Zuordnung von Seiten der Adressaten teilweise nicht unbedingt sichergestellt oder zumindest nicht garantiert ist. So schadet es meistens – bei aller Liebe zur besonderen Wirkung des Minimalismus – doch nicht, den Vor- und Nachnamen beider Partner anzugeben oder – auf welch kreative Weise auch immer – zu vermerken und so ersichtlich zu machen). 😉

Selbstverständlich sind aber solche Karten kein absolutes Muss – ganz im Gegenteil! Wer von Euch sagt, er steht nicht auf solchen zusätzlichen Krimskrams (wenn auch noch so schön gestaltet), den es wiederum zu organisieren, schreiben, gestalten, versenden gilt, den verstehe ich auch vollkommen. Die Vorbereitung eines solches Hochzeitsfestes ist natürlich auch ohne solche „Save the Date“-Karten immens, nicht zu vernachlässigende Arbeit und ebenso ein großer Zeitfaktor. Und welchen nicht. Und „Save the Date“-Karten , wie gerade bereits anklang, sind eben ein Extra. Kein unersetzlicher Bestandteil Eurer Hochzeitsvorbereitungen. Ihr könnt genauso einfach Euren Gästen ein Mal Post zukommen lassen und ihnen dort direkt mit einer ganz herkömmlichen Hochzeitseinladung alle Infos mitgeben, die nötig sind und die sie im Hinblick auf Eure Hochzeit brauchen. Und dabei kann ich Euch sagen: Auch das ist schon kein geringer organisatorischer Aufwand, sofern Ihr die Hochzeitseinladungen selbst gestaltet (ich spreche aus Erfahrung :D).

Selbstverständlich steht und fällt eine solche Angelegenheit auch primär mit der Anzahl Eurer Gäste:

Bei 30 Gästen kann man schonmal jedem noch den Termin zukommen lassen, ohne dass einem die Haare zu Berge stehen und man völlig im Hochzeitschaos versinkt, was sichbei über 170 Gästen aber schon recht schwierig gestaltet … Ihr seht schon: Alles auch eine Frage der Dimensionen.

Andererseits heißt es ja nicht, dass Ihr Euch dem Trend total verschließt, wenn Ihr Euch gegen „Save the Date“-Karten entschieden habt, denn auch in den Einladungen habt Ihr ja noch völlige Gestaltungsfreiheit – und eine solche Hochzeitseinladung kann auch schon total viel hermachen. Und sich dadurch auch schon wieder so unterschiedlich gestalten, denn:

Hochzeitseinladung ist nicht gleich Hochzeitseinladung!

Alles eine höchst individuelle Sache, und auch da gibt es Welten von Unterschieden, was in der Gestaltung dessen alles möglich ist. Denn: Es ist alles möglich. Und das macht die Sache schließlich auch schon wieder so schwer. Was ich aber eigentlich sagen wollte: Auch Hochzeitseinladungskarten können modern und trendy wirken.
Ganz egal wie Ihr Euch entscheidet – ob Ihr „Save the Date“-Karten gestalten wollt und die eigentliche Hochzeitseinladung dann zu gegebenem Zeitpunkt hinterherschickt oder einfach nur auf die ganz normale Hochzeitseinladung setzt: ES GIBT FÜR ALLES UNFASSBAR VIELE DESIGN-MÖGLICHKEITEN!!!

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Das wiederum klingt natürlich erstmal verlockend und verführerisch, aber (und ich will Euch da jetzt nicht die Lust nehmen) das ist auch schon wieder das Schwierige daran. Hierbei einfach der Tipp: Lasst Euch beraten in Bastelgeschäften, sofern Ihr selbst Hand ans Papier anlegen wollt und: Greift auf Euch bekannte Vorlagen und Modelle zurück, die Ihr persönlich schonmal erhalten habt und beide ästhetisch ansprechend und schön findet. Das spart eine Menge Recherchearbeit, Zeit und Nerven! Hört Euch auch einfach mal bei Euren Freunden um oder besprecht im Kreise Eurer Familie solche Dinge – vielleicht hat ja jemand gerade schon DIE Lösung parat. Das kann wirklich sehr erleuchtend sein. Nutzt alle Arten von Kontakten in der Hinsicht und superpraktisch ist es natürlich, wenn ihr Freunde habt, die bereits geheiratet haben, oder wenn Ihr vielleicht schon auf einigen Hochzeiten getanzt habt – vorausgesetzt natürlich, Ihr habt Eure Einladungen dafür immer schön aufgehoben 😉

Ihr habt die Qual der Wahl der Gestaltungsmöglichkeiten – ein kleiner Tipp dafür: Bleibt Euch stets selbst treu damit! Was das jetzt heißen soll? Ja, genau: Gestaltet die Karten stets so, dass sie Euch repräsentieren und daher gut zu Euch passen. Drängt Euch keinen Style auf, den Ihr nicht lebt. Das ist es nicht wert. Also: Findet Euren ganz persönlichen Stil für Eure Hochzeit und deren Ankündigung für Eure Gäste, in welcher Form auch immer. Es gibt ganz verschiedene, super originelle Ideen und Vorschläge sowohl für „Save the Date“-Karten als auch für herkömmliche Einladungskarten und mit ein bisschen Zeit und einem geschickten Händchen findet Ihr sicher das Richtige für Euch! Auch hier gilt (wieder einmal) der Grundsatz: Plant nicht zu knapp mit der Euch zur Verfügung stehenden Zeit, wenn es zum Beispiel um das Basteln und Verschicken geht. Plant Puffer ein – so einen Einladungstext zu formulieren, dass er für Euch beide richtig gut passt, kann schonmal etwas Zeit in Anspruch nehmen …

Ein entscheidender Vorteil, wenn Ihr Euch für „Save the Date“-Karten entschließt, ist aber der, dass Ihr Euch dann mit der Gestaltung der Einladungskarten wirklich super entspannt zurücklehnen und Euch dafür noch die nötige Ruhe und Zeit geben könnt, die Ihr braucht, denn: Der Termin und damit die Bitte an Eure Gäste, sich diesen Tag für Euch in ihrem Kalender freizuhalten, ist ja schonmal raus – und damit das Allerwichtigste!

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Rein designtechnisch bietet sich es natürlich an, dann bei den Einladungskarten auf dasselbe oder ein ähnliches Design zurückzugreifen – auch eine Sache, die Euch in der Hinsicht wiederum Zeit und zusätzliche Überlegungen spart und die Ihr bereits mehr oder weniger festgesetzt habt zu dem Zeitpunkt, als ihr die „Save the Date“-Karten rausgeschickt habt. 😊 Übrigens – nur als Inspiration: Diese Art von Design kann – muss aber nicht! – auch schon viel über den Stil Eurer Hochzeit aussagen und – wenn Ihr wollt – vielleicht auch dem Design der Tischkarten oder der Menükarten vom Tag Eurer Hochzeit entsprechen. Das gleicht dann so einer Art Motto, welches Ihr – zumindest designtechnisch gesehen – durch Euer Hochzeitsfest zieht. Dabei geht es weniger um tatsächlich inhaltliche Mottos als einfach um die Festlegung etwa auf bestimmte Schriftarten, deren Stil und auf gewisse Farben, Farbmuster und -kombinationen, die Euren Vorlieben entsprechen und die, sofern Ihr darauf Wert legen wollt, am Tag Eurer Hochzeit wiederum auftauchen können und so wie einen roten Faden als farblichen Akzent Euer Hochzeitsvorhaben durchziehen können. Schöner Gedanke, oder? So machen das übrigens auch die meisten Hochzeitspaare.

Nun denn, so wünsche ich Euch eine schöne Überlegungsphase im Hinblick auf „Save the Date“-Karten oder nicht und auf das Design Eurer ganz persönlichen Karten – viel Spaß und Freude damit! 😊 (LG)