Sport, Romantik & Mehr – Das Nordufer am Gardasee

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Gardasee_Georg Schiebe / pixelio.de
(c) Georg Schiebe, pixelio.de

Der Gardasee in Norditalien zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen: Vor allem der südliche Teil besticht mit seinen zahlreichen Bademöglichkeiten und auch Orte wie Limone und Sirmione sind wahre Touristenmagneten. Doch was ist eigentlich mit dem nördlichen Teil? Umgeben von felsigen Bergen und ganz viel Grün haben die kleinen schnuckeligen Städtchen Riva del Garda, Torbole & Co. weitaus mehr zu bieten, als Badestrände und Sonne …

Typisch für den nördlichen Gardasee ist eindeutig der viele Wind. Was im Sommer bei heißen Temperaturen stets für ein angenehm kühlendes Lüftchen sorgt, lockt das gesamte Jahr über Windsurfer aus ganz Europa an. Allein diesen bei ihren waghalsigen Tricks zuzuschauen, hat uns so sehr begeistert, dass wir unseren Blick kaum abwenden konnten.

(c) Mario Pfaus

Wer aber selbst gerne einmal übers Wasser gleiten möchte, kann einen Windsurf-Kurs beim Sailing Du Lac buchen – von Privatstunden über Gruppenunterricht kommt hier jeder auf seine Kosten. Wem die Windsurf-Action dann doch etwas zu viel ist, dem empfehlen wir, sich ein SUP (Stand Up Paddle)-Board auszuleihen: Der Trendsport hält nicht nur fit, sondern bietet auch eine tolle Möglichkeit, die Natur vom Wasser aus zu erkunden. Besonders zu zweit macht das SUPen richtig viel Spaß. Und das Beste – wir haben sogar einen romantischen Geheimtipp: Will man einen SUP-Ausflug der besonderen Art erleben, ist eine Tour zum verlassenen Hotel Ponale ein echtes Highlight. Von Riva aus startet man Richtung Westen; das Hotel ist vom Wasser aus bereits sichtbar. Es darf leider nicht betreten werden, aber rechts davon befindet sich eine kleine Höhle, die einen geheimnisvollen Wasserfall verbirgt. Die 45-minütige Paddel-Tour ist alle Mühen wert, denn dieser Ort ist frei von jeglichen Touristenanstürmen und man kann die Magie des Wasserfalls in Ruhe auf sich wirken lassen. Nach einem sportreichen Tag ist man natürlich hungrig – wer allerdings genug von Pasta & Pizza hat, dem empfehlen wir ein besonderes Dinner im Alla Grotta (bei Arco): Vom schweizerischen Bergkäse über leckere Ofenkartoffeln und Salat-Kreationen bis hin zum Fondue, verwöhnt das gemütliche Restaurant mit leckeren Gaumenfreuden.

(c) Mario Pfaus

Ob Mountainbiken, Klettern oder Wandern – die Berge rundum haben für jeden Geschmack etwas zu bieten. Vielleicht hat man am Abend zuvor oben an einem felsigen Hang eine beleuchtete Kapelle entdeckt – es handelt sich hierbei um die 1935 erbaute Santa Barbara Kapelle. Die Wanderung nach dort oben ist wirklich empfehlenswert, denn die Aussicht ist der Wahnsinn. Nachdem man von Riva aus gestartet ist, läuft man erst einen leichten, gepflasterten Weg nach oben, bis man dann an die Bastion von Riva del Garda kommt. Die Burgruine bietet ebenfalls schöne Aussichtspunkte und ist auch für Familien mit Kindern ein tolles Ziel. Danach geht es allerdings einen steilen, steinigen Weg weiter bis zur Santa Barbara – dieser sollte nicht unterschätzt werden, doch ist man erst einmal oben angekommen, ist die ganze Anstrengung komplett vergessen: Der Blick über die Städte und einen Teil des Sees machen alles wett!

Neben den sportlichen Aktivitäten lässt der Norden des Gardasees aber auch sonst keine Wünsche offen: Ein Spaziergang bei Sonnenuntergang vom Hafen aus entlang der Strandpromenade sorgt für eine Extra-Portion romantischen Flairs. Für Partyfreunde hält die Wind´s Bar in Torbole leckere Cocktails bereit und sorgt mit cooler Musik für Tanzlaune. Hier kann man übrigens auch sehr gut frühstücken. Auch zum Bummeln & Shoppen laden die kleinen Gassen in den Orten ein. Und für alle, die das beste Eis Italiens genießen wollen: In der Flora in Riva gibt es nicht nur die Klassiker, sondern auch extravagante Sorten sowie Kuchen, Torten und natürlich Cappuccino.

Der Gardasee ist nicht umsonst so beliebt: Ob Sportler, Romantiker, Partygänger oder Shopping-Queens – hier kann jeder seinen Traum-Urlaub erleben. (SL)

(c) Mario Pfaus