Unser Hochzeits-ABC Teil 2: Von H wie Hochzeitstorte bis P wie Polterabend

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Im ersten Teil unseres Hochzeits-Specials haben wir Euch ja schon einige Tipps gegeben, worauf unbedingt zu achten ist, damit Eure Hochzeit zum schönsten Tag Eures Lebens wird. Nun ist auch der zweite Teil unseres Hochzeits-ABCs online! Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und inspiriert werden …

 

 

 

 

 

H wie Hochzeitstorte

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Bei den meisten Hochzeiten beginnt der Nachmittagskaffee mit dem Anschneiden der Hochzeitstorte. Wenn ihr es anders plant, ist das natürlich auch okay. Hauptsache es gibt sie, die Hochzeitstorte. Traditionell wird die Torte vom Brautpaar gemeinsam angeschnitten, wobei es heißt, dass derjenige, der seine Hand dabei oben aufliegen hat, in der Ehe das Sagen haben wird. Es gibt allerdings auch Tortenmesser mit Doppelgriff, was auch eine schöne Sache ist. Ebenso die Möglichkeit der Personalisierung des Messers mit Namen und Hochzeitsdatum. So habt Ihr gleich eine schöne Erinnerung an Euren großen, gemeinsamen Tag.

I wie Inspiration und Ideen

Diese könnt Ihr Euch auf verschiedenste Weise holen. Ob von der besten Freundin, der Trauzeugin oder der Schwester, die selbst erst kürzlich geheiratet hat, oder auch bald heiraten wird. Wenn sich jemand anbietet, Euch zu unterstützen, nehmt dies gerne an. Denn ein bisschen Luft zum Entspannen oder auch für andere Dinge solltet Ihr vor der Hochzeit schon noch haben. Denn Stress tut niemandem gut. Inspirationen und Ideen lassen sich auch ganz bequem daheim vom Sofa aus finden. Schaut vorbei bei Pinterest und Dawanda  oder durchstöbert die Bilder der Suchmaschine nach euren Schlagwörtern. So finden sich die tollsten Vorlagen zu Brautsträußen, Tischdekoration, Trauzeugengeschenken und vieles mehr.

J wie Junggesellenabschied

Der klassische Junggesellenabschied wird von den jeweiligen Trauzeugen organisiert. Zusammen mit den Mädels der Braut und den Jungs des Bräutigams wird dann etwas lustiges, aufregendes oder entspannendes geplant.

Viele denken beim Junggesellenabschied an feuchtfröhliche Partynächte a lá „Hangover“. Doch wenn dies nicht der Stil des Brautpaares ist, geht das auch ganz anders. Es gibt viele Aktivitäten, welche wahnsinnig viel Spaß machen und dennoch nicht alltäglich sind. Zum Beispiel Schwarzlicht-Minigolf oder Bowlen. Fahrten in einem gemieteten Supersportwagen oder auf der Kartbahn. Ein Fotoshooting mit der Braut und ihren Mädels oder ein klassischer Wellness-Tag oder sogar ein ganzes Wochenende.

Manche verreisen auch und verbinden den Junggesellenabschied mit einem Kurztrip unter Freunden. Hierbei muss jedoch unbedingt geklärt sein, ob dies auch im finanziellen Rahmen aller Teilnehmer ist. Dies entscheidet nicht der oder die Trauzeugin alleine, sondern sollte immer gemeinsam besprochen und entschieden werden.

Es gibt so viele Möglichkeiten. Wichtig ist nur, dass es der Braut und dem Bräutigam gefallen könnte und in deren Sinne bestmöglich organisiert wird. Sollte das Brautpaar schon Kinder haben, ist auch unbedingt vorher abzuklären, ob deren Betreuung in der Zeit des Junggesellenabschieds gesichert ist und ob das Brautpaar damit einverstanden ist.

Meist werden die Junggesellenpartys des Brautpaares getrennt voneinander organisiert und abgehalten. Es spricht jedoch auch nichts dagegen, daraus eine Feier für und mit den Verlobten zusammen zu veranstalten. Nicht jeder verfügt über einen großen Freundeskreis oder legt wert darauf, dass dieser Tag oder Abend ohne Partner statt findet. Es wird der Überraschung sicher nichts abtun, wenn das Brautpaar einen solchen Wunsch vorab den Trauzeugen gegenüber äußert. So gibt es keine Enttäuschungen oder Unannehmlichkeiten und was dann letztendlich passieren wird, ist dennoch eine Überraschung!

K wie Kerze

Die Hochzeitskerze steht symbolisch für Liebe, Helligkeit und Wärme. So wie ihr Licht, soll auch das Brautpaar sich lieben, wärmen und strahlen. Die klassische Hochzeitskerze ist mit den Vornamen des Brautpaares, dem Hochzeitsdatum und zwei goldenen Ringen oder einem Tauben-Paar verziert. Man kann sie fertig kaufen oder auch selbst seine Kerze gestalten. Kerzen und Wachsplatten gibt es in speziellen Geschäften oder Online-Shops.

Getragen wird sie beim Einzug in die Kirche von einem (Blumen-)Kind oder dem Trauzeugen. Anschließend wird sie für die Dauer des Gottesdienstes auf dem Altar abgestellt, bis sie vom Brautpaar mit dem Licht der Osterkerze entzündet wird. Währenddessen oder im Anschluss bietet es sich an, ein passendes Gedicht oder eine Geschichte vortragen zu lassen. Ein bekannter Text hierzu ist: „Die Hochzeitskerze spricht“, welchen man im Internet auf vielerlei Plattformen finden kann.

Wenn Ihr vor der Zeremonie an Eure Gäste kleine Kerzchen habt verteilen lassen, dann könnt Ihr Euer Licht nun an diese weiter geben. Nach der Hochzeit wird die Kerze gerne zu besonderen Anlässen wieder entzündet. Ein schöner Brauch ist es auch, sie nach einem Streit als Versöhnungszeichen brennen und scheinen zu lassen.

L wie Liebe und Luftballons

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Der einzig wahre Grund, die Entscheidung zum Bund der Ehe zu treffen, ist die Liebe! Und wo Liebe in der Luft liegt, will man dieser auch gerne Ausdruck verleihen. Nicht nur für das Brautpaar oder kleine Kinder, sondern für alle Hochzeitsgäste ist es eine besondere Attraktion, Luftballons fliegen zu lassen.

Egal ob rot, weiß, rosa, rund oder herzförmig – wenn man die mit Helium gefüllten Ballons gen Himmel schickt, steht die Zeit für einen Moment still und auch für ein paar tolle Fotos ist dies ein besonderer Moment. Ein individueller Touch wird dem Spektakel gegeben, wenn kleine Flugkarten mit Wünschen an das Brautpaar an den Ballons befestigt werden.

M wie Musik

Gute Musik darf auf einem gelungenen Fest nicht fehlen! Egal ob DJ, Live-Band oder Allein-Unterhalter – gut ist, was Euch gefällt!

Es lohnt sich auch an diesem Punkt wieder, Preise zu vergleichen. Aber auch hier gibt es zu bedenken, dass der günstigste Anbieter meistens leider nicht der Beste ist. Holt euch verschiedene Angebote ein und traut euch auch, im weiteren Umkreis zu suchen. Die Musikanten sind längere Anreisen gewöhnt und oftmals fällt dies preislich gar nicht so stark ins Gewicht, wie man zunächst denkt.

Wichtige Fragen an Eure potenziellen Stimmungsmacher sind unter anderem die Spieldauer und die Ausrüstung. Nicht jedes Angebot gilt mit „Open-End“ und auch nicht in jeder Location darf bis früh morgens gefeiert werden. Diesen Punkt solltet Ihr unbedingt vorher mit den betreffenden Anbietern abklären.

Ein DJ mit guter Ausrüstung kann auch für aufregende Licht- und Nebeleffekte sorgen, um so eure Tanzfläche noch stimmungsvoller zu gestalten. Gerne umgesetzt wird auch die Möglichkeit der Liederwahl. Gebt über Mikro bekannt, wenn sich eure Gäste beim DJ einen Song wünschen können, oder verteilt Wunschzettel hierfür. Auch ein Sänger oder eine Sängerin hat bestimmt ein größeres Repertoire auf Lager.

Vergesst jedoch nicht, Euren engagierten Künstlern auch etwas zu essen und zu trinken anzubieten. Singen und Sprechen oder auch Auflegen kann auf Dauer ganz schön anstrengend sein.

N wie Notfallkörbchen

Notfallkörbchen für Hochzeitsgäste auf der Hochzeit sind eine schöne und noch relativ neue Idee. Egal ob Mann oder Frau, die befüllten Körbchen in den Toilettenräumen helfen den Hochzeitsgästen sowie dem Brautpaar durch den Tag.

Die Damen und Herren auf der Hochzeitsfeier benötigen allerdings unterschiedliche Artikel, damit die Hochzeitsfeier auf jeden Fall unbeschwert auch bis spät in die Nacht hinein gehen kann. Da auch Kinder Zugang zum Notfallkörbchen haben, solltet Ihr darin unbedingt auf Medikamente, beispielsweise gegen Sodbrennen oder Kopfschmerzen, verzichten. Es wäre eine Option, einen Zettel in das Körbchen zu packen, mit dem Hinweis, dass entsprechende Mittel bei den Trauzeugen zu bekommen sind. Bei den Frauen kann man z.B. folgenden Inhalt einpacken: Nagelfeile, Strumpfhose, Haargummis, Tampons, Handcreme, Haarspray und -klammern, Blasenpflaster und was Euch sonst noch so einfällt. Für die Männer wären beispielsweise Haargel, Kamm, Fleckenstift oder Kondome (spaßeshalber)geeignet. In beide Körbe können natürlich auch Deos, Desinfektionsmittel, Feuchttücher, Zahnseide und Kaugummis gepackt werden.

Das Notfalkörbchen kann ein Weidenkorb sein oder eine kleine Kiste. Diese kann auch gut mit Schleifen oder Bändern farblich auf das Schema Eurer Deko abgestimmt werden. Damit auch jeder Gast weiß, wofür dieses Körbchen ist und dass der Inhalt auch benutzt werden darf, kann ein entsprechender Hinweis direkt am Körbchen angebracht oder in einem kleinen Bilderrahmen daneben drapiert werden. Hierzu gibt es schöne Sprüche und Gedichte im Netz zu finden.

O wie Ort der Trauung

Eines der ersten Dinge überhaupt, die man aussuchen darf und soll, ist der Ort der Trauung. Wo soll alles stattfinden? Egal ob freie, standesamtliche oder kirchliche Trauung – dies ist eine der wichtigsten und ersten Entscheidungen, die getroffen werden muss.

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Welches Rathaus in welchem Ort, welche Kirche in welchem Ort und welche Location in welchem Ort? Es gibt so viele Möglichkeiten: Von der Festhalle über ein Hotel oder Restaurant bis zum Sportheim oder Gemeindehaus, ob edel in einem Schloss, auf dem Berg oder ländlich in einer schön hergerichteten Scheune, ganz ungestört am Rande eines Dorfes – seid offen und traut Euch, Eure Wünsche und Vorstellungen umzusetzen. Und vereinbart unbedingt einen Termin, um euch alles in Ruhe anzuschauen.

Behaltet dabei jedoch immer im Hinterkopf, dass begehrte Locations schnell ausgebucht sind, vor allem zur Kernzeit im Sommer, sowie an bestimmten „hochzeitstauglichen“ Daten, wie der 18.8.18! Es lohnt sich manchmal jedoch auch, nach einer Absage später erneut nachzufragen, da es auch mal vorkommen kann, dass ein Brautpaar abspringt und ihr dann nachrücken dürft.

P wie Polterabend

Bei den meisten ist dieser alte Brauch, welcher schon im Mittelalter abgehalten wurde, Tradition. Es ist aber bei weitem kein Muss, einen Polterabend abzuhalten. Viele Brautpaare mit einem großen Bekannten- und Freundeskreis entscheiden sich, einen Polterabend vor der eigentlichen Hochzeit zu veranstalten.

Ursprünglich wurde der Polterabend am Tag vor der kirchlichen Hochzeit bis Mitternacht gefeiert und markierte den Übergang vom Junggesellen-Status zum verheirateten Ehepaar. Heutzutage wird die Feier meist am Tag der standesamtlichen Trauung abgehalten, welcher ein paar Tage vor der „großen“ Hochzeit stattfindet, um diese dann entspannt und ausgeruht feiern zu können.

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„Scherben bringen Glück“, sagt man. Und das Wort „Polterabend“ stammt vermutlich aus der Bezeichnung „Poltergeistabend“ und ist das symbolische Vertreiben von bösen Geistern, die das Brautpaar umgeben.

Wenn Ihr einen Polterabend geplant habt und diesen bei Euch zu Hause oder in der Nähe anderer Bewohner abhaltet, solltet Ihr vorher unbedingt die Nachbarn vorwarnen, dass es an diesem Abend bei Euch etwas lauter zugehen wird, sodass Ihr nicht von Beschwerden gestört werdet. Ihr könnt natürlich auch die Nachbarn gleich mit einladen, wenn Ihr mögt.

Beim Polterabend sollte ausschließlich Porzellan und Keramik geworfen werden. Auf gar keinen Fall Glas, insbesondere Spiegel, da dies nach altem Aberglauben sieben Jahre Unglück über das Brautpaar und den werfenden Gast bringt. Wenn schon Tradition, dann Richtig! Im Anschluss gibt es dann Begrüßungsgetränke wie Schnaps oder Sekt und die Feier findet ihren Lauf.

Nun habt Ihr schon einige wertvolle Tipps rund um das Thema Hochzeit bekommen – Ihr solltet aber auf keinen Fall den dritten und letzten Teil unseres Hochzeits-ABCs verpassen! Diesen könnt ihr schon bald hier auf dem Romance Newsboard lesen. Wir wünschen schon einmal viel Spaß dabei! (SB)