Unser Hochzeits-ABC Teil 3: Von Q wie Quartier bis Z wie Zusammen

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Die eigene Hochzeit soll ja bekanntlich der schönste Tag im Leben sein. Wie das am besten gelingt? Mit den Tipps und Tricks im ersten und zweiten Teil unseres Hochzeits-ABCs! Um den Tag für Euch perfekt zu machen, gibt es jetzt den dritten und letzten Part unseres ABCs – alles, was Ihr beachten solltet, damit Eure Hochzeit einfach unvergesslich wird!

 

 

 

Q wie Quartier für die Gäste

Habt Ihr Gäste von weiter weg, so ist es ganz nett, in den Einladungen ein paar Übernachtungsmöglichkeiten in nächster Nähe eurer Feierlichkeit zu erwähnen. Die Bezahlung für diese müsst ihr nicht übernehmen, solltet dies dann aber auch deutlich machen, damit es zu keinem Missverständnis kommt.

R wie Ringe und Reden

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Ring: Er ist durch seine kreisrunde Form ohne Anfang und Ende das ewige Symbol für Liebe und Treue. Auch das Material, aus dem die Ringe gefertigt werden, soll für Stabilität und Beständigkeit stehen. Man kann sich im Internet Ringe bestellen und zuvor online konfigurieren, oder ganz klassisch vor Ort im Geschäft welche aussuchen. Hierbei gibt es jedoch auch Unterschiede bei den Juwelieren. Goldschmiede haben die Möglichkeit, Euren individuellen Ring fertigen zu lassen, wenn Ihr eine Abweichung zum Musterring wünscht. Dies kann nicht jeder Juwelier, daher lohnt es sich, verschiedene Läden zu besuchen. Für die ganz Kreativen unter Euch werden auch Kurse zum Selberschmeiden der Trauringe angeboten.

Reden: könnten anlässlich Eurer Hochzeit von verschiedenen Leuten gehalten werden. Meist vom Brautvater und auch von den Brautleuten selbst. Wenn es einem von Euch leichter fällt, vor Publikum zu erzählen, dann sollte derjenige den Part übernehmen und sich vor der Feier ein paar Zeilen überlegen. Dies kann die Geschichte Eures ersten Kennenlernens sein oder ein paar Anekdoten aus den Hochzeitsvorbereitungen oder dem Heiratsantrag. Oder was Euch sonst noch so einfällt und auf dem Herzen brennt. Abschließend bietet es sich an, ein paar dankende Worte zu hinterlassen für all Eure fleißigen Helfer und – ganz wichtig – den Menschen, die Euch Euer Leben lang bis zu diesem Tag begleitet haben. Eure Eltern, oder auch Geschwister und Freunde. Es werden sicherlich ein paar emotionale, aber auch witzige Momente vorkommen.

S wie Standesamt und Spiele

Standesamt: Ganz egal, ob Ihr allein standesamtlich Euer „Ja-Wort“ geben werdet, oder später auch noch mal in der Kirche. Zu aller erst benötigt Ihr einen Termin im Standesamt. Meist ist es das an Eurem Wohnort – es kann aber natürlich auch ein anderes sein, wenn Ihr dies wünscht. Im Standesamt kann man sich ein Stammbuch aussuchen, muss man aber nicht.

Mit Eurem Standesbeamten werdet Ihr vorab den Ablauf besprechen. Auch hier kann man, wenn man möchte, eine individuelle Note einfließen lassen. Bei rein standesamtlichen Hochzeiten werden oft auch hier Sängerinnen mitgebracht, Sekt ausgegeben und Reis oder Blumen gestreut. Letzteres solltet Ihr aber unbedingt vorher noch mal abklären, da dies nicht immer gern gesehen ist.

Spiele: Diese organisieren an den Hochzeitsfeiern in der Regel die Gäste und überraschen Euch damit. Für eine bessere Planung könnt Ihr in den Einladungskarten einen Verweis auf Eure Trauzeugen geben. So können sich alle mit Vorschlägen für Spiele an diese wenden, damit gesichert ist, dass es nicht zu viele oder gar doppelte Spielvorschläge gibt.

T wie Trauzeugen

Mit ihrer Unterschrift bezeugen die Trauzeugen die Eheschließung. Neben diesem offiziellen Part sollen sie die ersten und wichtigsten Ansprechpartner für die Brautleute sein und ihnen vor und während der Hochzeit helfend zur Hand gehen. Doch auch nach dem großen Tag, wenn es mal nicht so rosig ausschaut, sind sie im Idealfall für Euch und Eure Nöte da. Deshalb sollten sich Braut und Bräutigam genau überlegen, wem sie diese Aufgabe übertragen werden und auch akzeptieren, wenn jemand diese Verantwortung nicht übernehmen möchte. Dann eher nach einer anderen lieben Person aus dem engsten Freundes- oder Verwandtenkreis suchen.

Für die standesamtliche Trauung in Deutschland ist es dem Hochzeitspaar selbst überlassen, ob sie sich mit einem oder zwei oder auch gar keinem Trauzeugen das Ja-Wort geben möchten. Dies gilt auch für die Hochzeit in der evangelischen Kirche. Katholiken jedoch benötigen für die Beurkundung des Eheversprechens immer zwei Trauzeugen.

U wie Uhrzeit

Auf den Einladungskarten nicht zu vergessen ist die Uhrzeit, wann und auch wo eure Trauung stattfindet. Meist beginnt das Fest mit der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung. Bei letzterer sollte man mit circa einer Stunde rechnen. Auf dem Standesamt ist man hingegen meist nach etwa 30 Minuten vermählt. Das richtet sich natürlich auch immer ganz nach Eurem geplanten Programm.

Solltet Ihr anschließend einen längeren Weg zur Location haben, oder es noch nicht Zeit sein für euer Catering, dann bietet es sich an, den Gästen ein paar Häppchen in Form eines Steh-Empfangs zu servieren. Zusammen mit einem Gläschen Sekt oder Orangensaft ist dann jeder erst mal gestärkt für das weitere Programm.

V wie Videofilm

Für viele nicht ganz so wichtig wie der Fotograf, aber dennoch eine wunderschöne Erinnerung, um den Hochzeitstag immer wieder Revue passieren lassen zu können, ist ein Hochzeitsvideo.

Eine Hochzeit kann eine Menge Geld kosten, oder auch ganz schlicht und mit wenig Extras auch mit kleinem Budget gehalten werden. Hier solltet Ihr aber dennoch auch wieder genau überlegen, was Euch wichtig ist und wovon Ihr auch noch Jahre danach zehren könnt. Eine Alternative zum teuren Filmprofi wäre es, jemanden aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis zum filmen zu engagieren. Auch viele Fotografen bieten dies zusätzlich mit an und können auch bestimmt einen vergünstigten Paketpreis machen.

Da ein Video um einiges aufwendiger ist als die reine Fotografie, wird meist nur die Trauung in Kirche oder Standesamt gefilmt, nicht auf dem Fest selbst. Was auch völlig ausreichend ist, um euch auch noch Jahre später diesen tollen Tag ins Gedächtnis zu rufen, als wäre er erst gestern gewesen.

W wie Wetter und Weiß

Wie das Wetter an eurem großen Tag wird, kann keiner genau voraussehen. Daher ist es immer gut, auf alles vorbereitet zu sein.

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Vielen Bräuten ist es wichtig, dass Weiß an diesem Tag allein ihre Farbe ist. Solltet Ihr nicht darauf vertrauen wollen, dass dieser Brauch all Euren Gästen geläufig ist, dann seid Ihr auf der sicheren Seite, wenn Ihr in den Einladungen einen kurzen Satz dazu anmerkt. Je nach Eurem Stil kann es ein Reim, oder ein kurzer, aber deutlicher und sachlicher Satz sein. Hier zwei Vorschläge von uns:

 

„Die Farben Weiß und Creme bleiben an diesem besonderen Tag bitte der Braut vorbehalten.“

„Die Farbe Weiß an diesem Tage, gehört der Braut, gar keine Frage!“

X wie X-beliebig

X-beliebig dürfen Eure Geschenke sein? Oder doch nicht?

Seid Ihr schon länger liiert und lebt auch zusammen, so habt Ihr vielleicht keine besonderen Wünsche mehr und hättet lieber etwa fürs Sparschwein oder für die Hochzeitsreise. Dies könnt Ihr in schönen Sätzen in Euren Einladungskarten an Eure Gäste weiter geben:

„Wollt Ihr uns eine Freude machen, so lasst doch unser Sparschwein lachen!“

„Gute Laune bringt Ihr selber mit, dann wird unsere Hochzeit bestimmt ein Riesenhit. An eine Frage werdet Ihr aber sicher denken: „Was sollen wir dem Brautpaar schenken?“ Macht Euch das bitte nicht so schwer, steckt ´nen Taler ins Kuvert und finanziert auf diese Weise, uns eine schöne Hochzeitsreise.“

Y wie Youngsters

Habt Ihr viele Kinder auf Eurer Hochzeit, so ist es eine schöne Idee, den Kleinen ein bisschen die Zeit zu vertreiben. Dies könnte ein Hochzeitsmalbuch und ein kleines Päckchen Buntstifte für jedes Kind sein. Oder Ihr engagiert eine kinderliebe Person aus dem Bekanntenkreis, die für die Kleinen zwischendurch ein paar Spiele organisiert. Dieser Dienst wird auch von professionellen Kinderbetreuerinnen und Betreuern angeboten. Auch Zauberer sind schon auf Hochzeiten gesichtet worden und waren selbst für das große Publikum eine willkommene Abwechslung.

Z wie Zum Schluss und Zusammen

Zum Schluss solltet Ihr bei all dem Vorbereiten und Organisieren niemals vergessen, dass Ihr beide zusammen gehört! Abgesehen von ein paar Überraschungen, die Ihr natürlich gerne füreinander einbauen dürft, solltet Ihr so viel wie möglich gemeinsam entscheiden und den jeweils anderen Partner nicht ausschließen. So fühlt sich keiner übergangen und so mancher Vor-Ehe-Krach kann vermieden werden.

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Habt Verständnis füreinander und seid Euch bewusst, dass dieser Tag zwar einmalig ist und natürlich für Euch perfekt werden soll, aber haltet Euch auch immer genügend Zeit füreinander frei. Den das ist es was zählt – nämlich IHR! (SB)