Unser Interview mit K. Elly de Wulf

0
342

K. Elly de Wulf schreibt seit mittlerweile 10 Jahren. Mit „Dark Pain: Halte Mich“ ist gerade ihr neuster Roman erschienen. Warum sie selber auf der Suche nach ihrem Traummann nur eine Treppe überwinden muss, dies und viel mehr hat sie uns im Interview verraten!

Wer ist K. Elly de Wulf, und wie bist Du zum Schreiben gekommen?

Ich bin nur eine Urlauberin, die am PC sitzt und in ihre Fantasie abtaucht, um nach einem stressigen Tag auf eine kleine Gedankenreise zu gehen. Schon früh habe ich mir tolle Geschichten ausgedacht, einige davon auch aufgeschrieben, aber erst 2008 habe ich so richtig mit dem Schreiben begonnen. Irgendwie wollten meine Protagonisten, dass ihre Geschichten bleibendere Eindrücke hinterlassen. Und was soll ich sagen, ich bin ein sehr hilfsbereiter Mensch.

Du schreibst Liebesromane? Was fasziniert Dich so an dem Genre, warum gerade dieses Genre?

Es ist die Spannung die sich zwischen den Charakteren aufbaut, wenn sie einander näher kommen, sich versuchen einzuschätzen oder gar von einander zu überzeugen. Die zwischenmenschlichen Gefühle, Streitpunkte, all das Gefühlschaos, das Wachsen der Protagonisten und das Überwinden von Gegensätzen macht es für mich aus. Außerdem sind Liebesgeschichten universell und können in Historie, Fantasy oder eben im Hier und Jetzt spielen. Liebe ist alles, aber niemals einfach.

Wie würdest Du Deine Bücher beschreiben? Was zeichnet sie aus? Worauf legst Du besonderen Wert?

Definitiv authentisch. Meine Charaktere machen Fehler, lernen daraus, entwickeln sich, gehen ihren Weg und vor allem, sie stehen wieder auf, wenn sie einmal gefallen sind. Ich mag starke, unabhängige Frauen, die keinen Mann für ihr Seelenheil benötigen, aber einen Partner, der sowohl hinter ihnen, als auch neben ihnen steht. Meine männlichen Protagonisten sind genauso „echt“, denn ein Mann ist kein gottgleiches Abbild, sondern hat Ecken, Kanten und vor allem Schatten. Er wächst an der Frau die er erobern will, muss ihr gerecht werden und sich ihr beweisen.

Dein aktueller Roman „Dark Pain:Halte mich“ ist der zweite Teil deiner Romance Reihe, was dürfen wir nach „Dark Passion“ diesmal erwarten? Trifft der Leser Robert und Pia wieder?

Die Story dreht sich in erster Linie um Frank und seinen, in der Vergangenheit, recht harten Weg, der ihn in vielerlei Hinsicht geprägt hat. Er ist kein einfacherer Charakter, mit unglaublich vielen Facetten, aber auch unendlich großem Schmerz. Er ist sich seiner dunklen Seite bewusst, versucht aber alles in seiner Macht stehende zu tun, um sie nicht die Überhand gewinnen zu lassen. Dann trifft er auf Nikki und sie reißt ihn geradezu aus seinem Trott heraus. Aber Nikki hat ihre Prinzipien und Frank eigentlich keine wirkliche Chance. Eigentlich …
Die Geschichte ist um einiges dunkler, aber auch dramatischer als der erste Teil. Die Rahmenhandlung wird ebenfalls wieder aufgenommen und ja, Robert und Pia sind wieder dabei und spielen auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Story um das Dark Passion.

Wird die Reihe fortgesetzt? Gibt es da schon Planungen?

Man soll nie Nie sagen. Aktuell sind es Ideen, Fragmente die mir im Kopf herumspuken. Das ein oder andere Türchen habe ich mir allerdings schon beim Schreiben von Dark Pain offen gelassen.

Wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag bei Dir aus?

Oha, echt? Wo fange ich an. Mein Wecker hasst mich und will, dass ich unbedingt um fünf Uhr aufstehe, dann das morgendliche Ritualprogramm mit Frühstück und Kaffee, damit ich brav von sieben bis fünf im Büro sitzen kann. Danach nach Hause, dort Haushalt, Kochen und so weiter. Und dann ist endlich Schreibzeit! Ich versuche wenigstens jeden Tag 1000 Worte zu schreiben, was leider nicht immer klappt. Nebenher chatte ich mit Freunden, bereite Aktionen vor und und und. Also mein „normaler“ Tag ist quasi von morgens fünf bis nachts elf Uhr durchgetacktet.

Wir haben gelesen, dass du dieses Jahr 10-jähriges Schreibjubiläum feierst, was hat sich für dich in dieser Zeit geändert? Und was denkst du generell?

Persönlich habe ich extrem viel gelernt. Allein was die Technik und all die handwerklichen Feinheiten anbelangt, da habe ich teilweise Quantensprünge hingelegt. Bin aber auf jeden Fall noch lernfähig und vor allem, lerne ich nicht aus. Generell, hat sich die Nähe zum Leser sehr verändert. Man ist mit ihnen quasi ständig in Kontakt. Facebook, Insta oder Twitter. Auf beiden Seiten spürt man den Puls. Als Leser kann man ein stänidger Teil des Schreibprozesses sein, so wie auch der Autor Teil des Leseprozesses ist. Zumindest empfinde ich es so.

Was inspiriert Dich für Deine Geschichten? Du reist viel, welches Land hat dich z.B. besonders inspiriert?

Ich liebe Großbritannien, London ist immer eine Reise wert und dort genügt es schon, wenn ich am Brunnen des Trafalgar Square sitze, um sämtliche Ideenlämpchen in meinem Kopf zum Glühen zu bringen. Barcelona, immer wieder ein Muss. Aber auch Kuba, wo ich richtig die Seele baumeln lassen konnte und mit einer Fülle an Ideen zurück kam. Es sind besondere Momente, Menschen die ich treffe, Musik die ich höre und schon gehen in meinem Kopf die Lichter an.

Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

Dafür nutze ich hauptsächlich das Internet. Wikipedia, eine gezielte Suche und wenn nötig auch mal Fachliteratur. Für Dark Passion und Dark Pain habe ich auch einige BDSM Interentforen besucht, um mich etwas eingehender mit die Thematik auseinander setzen zu können.

Haben Deine Protagonisten reale Vorbilder?

Nein, weder charakterlich, noch optisch. Natürlich suche ich bei Pinterest nach Bildern die zu den Charakteren passen könnten, aber dies dient eher der Beschreibung von Äußerlichkeiten, um die Protagonisten plastischer darzustellen und mehr Profil anzubieten.


Wie entscheidest Du über die Namen Deiner Protagonisten? (Historische) Vorbilder? Persönliche Vorlieben?

Im Normalfall habe ich den ein oder anderen Namen schon im Kopf, aber manchmal wechselt er noch oder ich merke, dass er irgendwie nicht passen will. Der Name muss dem Protagonisten wie eine zweite Haut passen, als ob er tatsächlich schon immer damit gelebt hätte.

Auf welche exotischen Handlungsorte oder Geschichten dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Im Moment befindet sich mein Kopf in L.A. am Sunset Blvd, Ecke Hollywood Blvd und Hillhurst. Dort ist ein Tattoo-Studio, daneben ein Club. Tolle Location sag ich euch. Verdammt heiß.

Wie weit würdest Du für Deinen Traummann gehen?

Für meinen? Zwei Treppen nach unten, dort sitzt er auf der Couch und hat den Fernseher für sich alleine. Ansonsten, bis ans Ende der Welt, aber zum Glück muss ich das nicht, denn dorthin gehen wir gemeinsam.

Hast Du ein Guilty Pleasure, das Du mit uns teilen möchtest?

Baileys – mehr muss ich nicht sagen, oder?

Welche Bücher liest Du in Deiner Freizeit? Welches im Moment?

Das variiert bei mir sehr. Von High Fantasy (Lied von Eis und Feuer), über Romantasy (Darkest London von Kristen Callihan oder Mystic Highlands von Raywen White), bis hin zu Romance (habe gerade Wounded Black Heart von Kim Valentine beendet) ist alles dabei. Jane Austen geht immer. J.K. Rowlings natürlich auch! Dann gelegentlich mal etwas Anspruchsvolles wie Elementarteilchen von Michel Houellebecq. Es kommt auf die Stimmung an oder wenn ich darüber stolpere und es für mich interessant klingt.

Welches Buch/welchen Autor aus dem Bereich Romance würdest Du als aktuelle Leseempfehlung geben und warum?

Oha, da brauche ich eigentlich nur den Link zur Verlags-Homepage von Written Dreams angeben, denn dort findet sich eine Fülle an absolut genialen Romance Büchern. Isabelle Richters Gravity-Serie ist ein Muss, dann Kim Valentine, Kimmy Reeve , Ruby Recked, Liah Hunter, Mila Lucas, Charleen Baker und natürlich Lucy Stern. Jedes einzelne Buch kann ich empfehlen.

Welche Frage/n würdest Du gerne an Deine Leser richten?

Ich würde gern wissen wollen, was für eine Story meine Leser tief in ihren Herzen berührt und was sie aus meinen Geschichten für ihr eigenes Leben mitnehmen.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken