Unser Interview mit Violet Truelove

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(c) Saskia Steltner

Nein, wir führen hier kein Doppel-Interview, denn bei den beiden Erfolgsautorinnen Violet Truelove und Ava Innings handelt es sich um ein und dieselbe Person. Wer sich hinter den geheimnisvollen Pseudonymen versteckt und was ihre Affinität zu Liebesromanen ausmacht, haben wir in unserem Interview für euch herausgefunden:

Du schreibst neben Violet Truelove auch als Ava Innings. Warum zwei Pseudonyme? Kommen sich Violet und Ava gelegentlich in die Quere oder ist es ein friedliches Miteinander ohne Überschneidungen?

Ich schreibe als Ava Innings ganz anders, als als Violet Truelove. Zugegeben: Wir befinden uns noch immer im Genre „Liebesromane“ und es geht auch immer noch in den meisten Büchern um Surfer und das Surfen, allerdings schreibe ich als Ava dramatischer, härter und erotischer. Violet hingegen ist harmlos. Wirklich! Wenn ich als Violet schreibe, dann gebe ich meiner romantischen Seite mehr Raum (auch bei den Sexszenen). Ich wollte meine Leser damals einfach nicht enttäuschen, daher das zweite Pseudonym. In die Quere kommen sich Violet und Ava nur, was die Schreibzeit anbelangt. Ava ist gerade sehr fleißig, während Violet so gar nicht zum Zug kommt. 😉

Waves of Love Ava Innings

Sowohl als Violet als auch als Ava schreibst Du im Bereich Liebesroman. Was fasziniert Dich so an dem Genre?

Ich liebe Liebesromane. Ich habe früher Krimi, Thriller und Science Fiction geschrieben, aber irgendwie passten da die wunderbaren Sexszenen nicht rein, die ich mir immer ausgemalt habe. Das soll nicht heißen, dass es in meinen Büchern ständig zur Sache geht. Das kommt ganz auf die Protagonisten an, aber ich nehme nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund. An dem Genre fasziniert mich vor allem, dass ‚wahre Liebe’ alle Hindernisse überwindet.

Wie würdest Du Deine Bücher beschreiben? Was zeichnet sie aus? Worauf legst Du besonderen Wert?

Meine Bücher sind modern, witzig, frech, romantisch und sinnlich. Ich lege Wert auf gut ausgearbeitete Charaktere, auf Recherche und mir ist es wichtig, zu zeigen, dass Menschen nicht nur gut oder böse sind, sondern dass sie Gründe für ihr Handeln haben. Ich beleuchte gerne alle Facetten, sofern das möglich und sinnvoll ist.

War es schwer, als Self-Publisher anzufangen?

Nein, gar nicht. Alle Verlagsautoren, die ich kannte (überwiegend allerdings aus dem Fantasy-Bereich, aber auch zwei Krimi-/Thrillerautoren) haben mir zum Self-Publishing geraten. Mir kam mein Background sehr entgegen. Nach dem Abitur habe ich für eine lokale Zeitung als Redakteurin und Fotografin gearbeitet, war dann beim ZDF während meines Designstudiums als Multi-Media-Redaktionsassistentin tätig, das heißt, ich hatte Erfahrung mit Bildbearbeitung und dem Schreiben und nach dem Studium war ich kurzzeitig Marketingleiterin in der Firma meines Mannes, wodurch ich zusätzliche Erfahrungen im Bereich Social Media gewinnen konnte. Es hat sich alles gefügt und für mich war es auch kein großer Schritt, weil ich vorher schon selbstständig war.

Inzwischen bist Du auch Verlagsautorin. Worin liegen für Dich die Vor- und Nachteile zwischen Self-Publishing und Verlagsautorin?

Man kann beim Self-Publishing viel schneller tagesaktuelle Themen umsetzen. Die Veröffentlichungen im Verlagsbereich ziehen sich mitunter bis zu eineinhalb, zwei Jahren hin. Außerdem ist es natürlich toll, dass man alles selbst entscheiden kann. Und damit sind wir beim großen Nachteil: Es ist übel, dass man alles selbst entscheiden muss – und zwar immer. Man hat da wenig Möglichkeiten, unterstützt zu werden. Es gibt diverse Dienstleister, die Unterstützung anbieten, aber in meinem Fall ist es ja so, dass ich Coverdesign selbst machen kann (das habe ich schließlich studiert) und warum soll ich jemand anderem lang und breit erklären, was ich will, wenn ich es genau weiß und es selbst viel schneller und genau nach meinen Vorstellungen umsetzen kann?

Wie sieht ein „normaler“ Arbeitstag bei Dir aus?

Ich stehe morgens auf und fange an zu arbeiten und höre irgendwann nach Mitternacht wieder damit auf. 😉 Ich arbeite wirklich sehr viel und muss dringend etwas an meiner Work-Life-Balance ändern (das sage ich aber schon seit rund zwei Jahren).

Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

Meistens im Internet, aber neulich war ich zu einer Recherchereise auf Madeira. Es war wunderbar und ganz anders.

Truelove Violet Ein Geist zum Verlieben

Haben Deine Protagonisten reale Vorbilder?

Definitiv, wobei ich immer abstreiten würde, dass meine Protagonisten Warden und Brad Ähnlichkeit mit meinem Lieblingssurfer haben.

Wie entscheidest Du über die Namen Deiner Protagonisten? Historische Vorbilder? Persönliche Vorlieben?

In erster Linie darf der Name für mich nicht negativ behaftet sein und er sollte im Idealfall sexy klingen.

Auf welche exotischen Handlungsorte oder Geschichten dürfen wir uns in Zukunft freuen?

Mit den Jungs aus dem Millionaires Club geht es wieder nach Miami und Las Vegas. Der Plot von „Ein Fotograf zum Verlieben 2“ wird zu großen Teilen in L.A. spielen, aber auch in Europa. Mein Geheimprojekt, das im Juli startet, führt mich teils nach Deutschland, teils nach Madeira. Die krasseste Story bietet wohl Devons Geschichte (er ist einer der kommenden Millionäre).

Wirst Du weiterhin im Bereich Romance schreiben oder darf man sich auch auf anderes aus Deiner Feder freuen?

Vorerst bleibe ich dem Genre Liebesroman treu, aber es gibt auch andere Ideen. Leider haben Tage nur 24 Stunden. Wirklich sehr bedauerlich. 😉

Welche Bücher liest Du in Deiner Freizeit? Welches im Moment?

Ich lese gerade „Las Vegas Millionaires Club – Wesley“ von Zoe. M. Lynwood. Er erscheint im nächsten Monat und ich lese ihn quasi gegen.

Welches Buch/welchen Autor aus dem Bereich Romance würdest Du als aktuelle Leseempfehlung geben und warum?

Ich habe die ersten beiden Teile von Jamie Shaws „Rock My“-Reihe und die ersten Teile von Mona Kastens „Again“-Reihe regelrecht verschlungen.Ein Surfer zum Verlieben