Unsere Meinung zu: Der verflixte 7. Mann – Sandra Grauer

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Der verflixte 7. Mann
Quelle: www.amazon.de

Was tun, wenn der Aberglaube überhand nimmt über das ganze Leben? In Der verflixte 7. Mann von Sandra Grauer steht Sophies Leben Kopf, nachdem sie eine folgenschwere Prophezeiung von einer Wahrsagerin erhalten hat …

Sophie ist 29, gelernte Konditorin und Moderatorin der Backshow „Wir kriegen´s gebacken“ und hochgradig abergläubisch. Es kann also kein Zufall sein, dass sie ausgerechnet an einem Freitag den 13. von ihrem langjährigen Freund Jan verlassen wird – und das, wo sie doch mit einem Heiratsantrag gerechnet hat! Während das Leben ihrer Schwester Bea nicht besser laufen könnte – sie ist bildhübsch, hat einen liebenswürdigen Mann, ein tolles Kind und ein Häuschen im Grünen – scheint bei Sophie nichts zu klappen: Neben ihrem Pech mit den Männern ist nun auch noch der Sendeplatz ihrer Backshow gefährdet. Kann vielleicht der neue Regisseur Adam die Quoten retten?

Um ihr Beziehungsproblem in den Griff zu bekommen, lässt sich Sophie von Madame Esmeralda auf dem Jahrmarkt ihre Zukunft vorhersagen, mit fatalen Folgen: Was soll sie nur mit „Ich sehe sieben Männer. Du wirst sie alle in dein Bett lassen müssen, um den Richtigen zu finden!“ anfangen? Die Prophezeiung lässt ihr keine Ruhe mehr und das, obwohl der Traummann so nahe scheint. Denn mit Adam, dem charmanten, gutaussehenden Regisseur, versteht sich Sophie immer besser. Auch die Ausarbeitung eines neuen Konzepts für die Fernsehshow schweißt das Team und besonders Sophie und Adam immer enger zusammen. Doch Sophie hat ein Problem: Adam wäre erst der fünfte Mann, mit dem sie geschlafen hat. Und die Prophezeiung sagt, dass sie den richtigen erst findet, wenn sie sieben Männer in ihr Bett gelassen hat – und das vor ihrem 30. Geburtstag, der nicht mehr lange auf sich warten lässt!

Entgegen aller Warnungen und Versuche, der naiven Konditorin ihren Aberglauben auszureden, entschließt sich Sophie, die Forderung zu erfüllen und begibt sich auf Männerfang. Denn schließlich will sie ja glücklich werden. Doch das gestaltet sich schwerer, als gedacht.  Außerdem scheint Adam echte Traummann-Qualitäten zu haben — doch Sophie kann nichts mit ihm anfangen, bevor sie nicht den verflixten siebten Mann im Bett hatte. Wird sie die Prophezeiung noch rechtzeitig erfüllen?

Fazit: Dass Aberglaube das Leben eines Menschen so dermaßen kontrollieren kann, wie es bei Sophie in Der verflixte 7. Mann der Fall ist, war uns nicht klar, bevor wir den Roman von Sandra Grauer gelesen hatten. Die Autorin hat eine wirklich unterhaltsame Geschichte um eine Frau gezaubert, die extrem abergläubisch ist und dadurch die Augen vor der Realität verschließt. Zugegeben, beim Lesen hat uns die Naivität von Sophie zeitweise etwas genervt – besonders, dass sie so darauf beharrt, diese Prophezeiung zu erfüllen und ihr gesamtes Leben danach ausrichtet.  Aber das ist es, was Sophie und auch die anderen Charaktere in diesem Buch so sympathisch macht: Ihre Einzigartigkeit. Und ihre Ecken und Kanten. Denn kein Mensch ist perfekt und genauso wenig sind es die Figuren in der Geschichte. Nicht nur im Sommer ist dieser Roman eine lockere Lektüre, die toll unterhält und uns leicht in Sophies Welt eintauchen lässt. Der Spannungsbogen hätte zwar noch etwas mehr ausgebaut werden können, dennoch hat uns das Buch überzeugt und erhält eine klare Leseempfehlung mit 4 von 5 Sternen! (SL)

  • Der verflixte 7. Mann
  • Sandra Grauer
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 304 Seiten
  • Erscheinungsdatum: 28. Juni 2017