Unsere Meinung: Für immer und einen Weihnachtsmorgen

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Morgan, Sarah: Fuer immer und einen Weihnachtsmorgen

Lichterglanz auf Puffin Island… Das Jahr neigt sich dem Ende zu doch es wird nicht ruhiger in Skylars Leben: Ausgerechnet auf der ersten, großen Ausstellung ihrer Kunstwerke jagt ein Unglück das Nächste – und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Skylar hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und fertigt wunderschöne Schmuckstücke und Kunstwerke. Dass ihre Familie ihren Beruf nicht akzeptiert, weil sie nach deren Meinung lieber Jura hätte studieren sollen, ist eine Sache. Dass aber ihr Freund Richard Skylars Kunstausstellung dazu nutzt, um sich selbst in den Vordergrund zu rücken, eine ganz andere. Dabei schreckt er auch nicht vor einem öffentlichen Heiratsantrag zurück, wobei sich Skylar das erste Mal wirklich fragt, ob das ganze überhaupt noch etwas mit Liebe zu tun hat. Während ein heftiger Streit entfacht, verletzt sie sich am Kopf und wird schließlich halb bewusstlos vom berüchtigten TV-Historiker Alec gerettet.

Ausgerechnet er! Die beiden kennen sich über ihren gemeinsamen Freundeskreis und können sich partout nicht ausstehen. Und wie es der Zufall so will muss Skylar den Heiligen Abend mit Alec verbringen…

Die anfänglichen Streitereien verfliegen allerdings schnell, als Skylar Alecs Familie kennenlernt, denn diese ist ganz anders als ihre eigene: Die Herzlichkeit, mit der sie empfangen wird, berührt die junge Frau so sehr, dass sie bald auch ihre Einstellung zu Alec selbst hinterfragt. Ist er wirklich der, für den sie ihn die ganze Zeit über gehalten hat?

Die beiden merken bald, dass sie weit mehr als ihre enttäuschende Vergangenheit verbindet. Alec und Skylar fühlen sich immer stärker voneinander angezogen. Geplagt von Bindungs- und Beziehungsängsten beschließen sie aber, sich auf eine Art „Freunde mit gewissen Vorzügen“-Ding einzulassen. Doch das wird richtig kompliziert, sobald einer der beiden Partner ernsthafte Gefühle entwickelt…

Mit Für immer und einen Weihnachtsmorgen hat Sarah Morgan eine Geschichte um zwei Menschen geschaffen, die für einander bestimmt sind und das nicht erkennen. Geblendet von Streitereien und überschattet von ihrer Vergangenheit, hätten sich Alec und Skylar fast verpasst.

Dieses Buch hat uns sofort berührt. Die Protagonistin wirkt auf Anhieb sympathisch, weshalb man von Anfang an gut mit ihr mitfühlen kann und auch die wirkliche Persönlichkeit von Alec schimmert durch die Erzählweise der Autorin immer wieder durch. Uns hat die pikante Beziehung der beiden begeistert, die durch ständige Hochs und Tiefs das ganze Buch über spannen geblieben ist. Auch dass hier das Thema Erotik so schön inszeniert wurde, macht die Geschichte zu einer gelungenen Abendlektüre. Ebenfalls toll waren die Bilder, die wir im Kopf hatten, als Sarah Morgan uns von Puffin Island erzählte. Ihr leichter, bildhafter Schreibstil ermöglicht es, uns alles ganz genau vorstellen zu können, was das Buch zu einem echten Leseerlebnis macht. Daher: 5 Sterne!

Für immer und einen Weihnachtsmorgen ist der dritte Teil der Puffin Island–Reihe. Das Buch ist aber in sich abgeschlossen und kann auch ohne die anderen beiden Teile gelesen werden. Schön ist, dass auch altbekannte Charaktere immer wieder auftauchen. (SL)

  • Sarah Morgan
  • Für immer und einen Weihnachtsmorgen
  • Verlag: MIRA Taschenbuch (10. Oktober 2016)
  • Originaltitel: Christmas ever after
  • Übersetzt von Judith Heisig
  • 376 Seiten, Taschenbuch, als E-Book und Hörbuch erhältlich