Unsere Meinung zu: „Auf Liebe gebaut“ – Mary Kay Andrews

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Dieser Roman von Autorin Mary Kay Andrews erzählt nicht nur eine einfache Liebesgeschichte: Eine gute Portion Spannung, viel Humor, interessante Charaktere und malerische Handlungsorte entführen uns in die Welt von BeBe, die auf einmal komplett auf dem Kopf steht.

Handlung

BeBe Loudermilk besitzt neben ihrem Restaurant noch einige weitere Immobilien. Geld ist kein Problem für sie, doch in der Liebe hapert es. Gescheiterte Ehen, eine kürzliche Trennung … und dennoch lässt sie sich sofort auf die Avancen des charmanten Reddy ein, der sie auf einem Ball anspricht.

Doch als dann BeBes Großmutter ins Krankenhaus eingeliefert wird und sie sich um ihr Restaurant, um ihren Großvater und um ihre Mieter kümmern muss, wächst ihr alles über den Kopf. Reddy bietet ihr seine Hilfe an, die sie naiv annimmt. Wenig später muss sie völlig entsetzt feststellen, dass er nur auf ihr Vermögen aus war. Es ist alles weg – ihre Immobilien, ihre Möbel, einfach alles. Nur ihr Auto und die Sachen, die sie bei sich hatte, sind ihr geblieben.

Dann erfährt sie jedoch, dass ihr ein Motel auf Tybee Island gehört, was sie sich nicht erklären kann. Was bleibt ihr also anderes übrig, als der Sache auf den Grund zu gehen und es sich anzuschauen? Widerwillig versucht BeBe, dem Motel neues Leben einzuhauchen. Eigentlich würde sie es lieber verkaufen. Ihre beste Freundin Eloise, die ein Händchen für die Einrichtung hat, wird ihre große Stütze – ebenso wie Harry Sorentino, der dort als Verwalter tätig ist. Doch zunächst kommen die Beiden überhaupt nicht miteinander aus, was sich im Laufe der Geschichte zum Glück ändert.

In BeBe reift irgendwann der Plan, sich an Reddy zu rächen und sich ihren Besitz zurückzuholen. Nur wie und wo soll sie ihn finden? Zu viel möchte ich hier nicht verraten, aber sowohl Eloise, Harry und auch BeBes Großvater Spencer werden zu ihren Komplizen. Ein waghalsiger Plan wird ausgetüftelt. Doch ist er auch umsetzbar? Das Abenteuer beginnt…

Unsere Meinung

Dies ist das erste Buch von Mary Kay Andrews, das ich gelesen habe. Mich hat allein schon das Cover total angesprochen und mir Lust auf den Inhalt gemacht. Es konnte sich nur um einen tollen Wohlfühlroman handeln – Oder nicht?

Mary Kay Andrews ist es gelungen, dass man Bebe Loudermilk trotz ihrer anfänglichen, unerklärlichen Naivität sofort ins Herz schließen muss. Sicher habe ich mich auch gefragt, wie eine starke Geschäftsfrau so schnell einem Fremden vertrauen kann. Aber Liebe soll ja bekanntlich blind machen. Nachdem sie dann ihr gesamtes Vermögen verliert, hofft man einfach, dass der Albtraum für sie irgendwie ein halbwegs glimpfliches Ende findet und leidet mit der sympathischen Protagonistin mit.

Auch der Humor kommt in „Auf Liebe gebaut“ nicht zu kurz. Ich musste an einigen Stellen wirklich laut lachen – besonders beim Umgang von Bebe mit Harry, der für sie nach und nach eine wichtige Stütze wird. Und selbst ein Hauch Krimi findet sich in dieser Urlaubslektüre. Ein geschickt eingefädelter Plan, der nur noch in die Tat umgesetzt werden muss. Gut, an manchen Stellen fand ich es dann doch etwas zu einfach gedacht, aber letztlich tat d

as dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Das Buch liest sich wirklich schnell, ist flüssig geschrieben – nur manche Szenen hätten etwas kürzer ausfallen können.

Die handelnden Personen sind so gut beschrieben und so verschieden, dass man sie bildlich vor einem sieht. Es macht wirklich Spaß, in die Geschichte einzutauchen und mit zu fiebern. Und obwohl ich noch nie in dieser Gegend war, sah ich alles real vor mir.

Unser Fazit

Ja, es ist also ein Wohlfühlroman, der ein wenig anders ist, als erwartet. Aber überraschend gut. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz, wobei ich mir vielleicht doch ein kleines Kapitel mehr am Ende des Buches gewünscht hätte. Ich vergebe vier von fünf Sternen! (SM)

(c) Stella Marten

Facts

  • Auf Liebe gebaut
  • Mary Kay Andrews
  • Verlag: Fischer-Taschenbuch
  • Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 528 Seiten
  • Auch als eBook oder Hörbuch erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 25. April 2018