Unsere Meinung zu: „Das Echo der Wahrheit“ – Eugene Chirovici

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„Das Echo der Wahrheit“ ist ein Spannungsroman von Eugene Chirovici. Der Roman erschien am 11.03.2019, nachdem der Autor fünf Jahre lang immer wieder daran gearbeitet hat. Das Buch hat zwar nicht direkt etwas mit Liebe und Romantik zu tun, dennoch spielt die verlorene Liebe eine große Rolle für einen der Charaktere.

Handlung

Der Multimillionär Joshua Fleischer engagiert den New Yorker Psychiater Dr. James Cobb, damit dieser ihm bei der Wahrheitsfindung eines Ereignisses in seiner Vergangenheit hilft. Joshua wird bald sterben und möchte die Last nicht mit sich tragen. Er hat Angst, seine frühere Freundin ermordet zu haben. Durch Hypnose soll Dr. Cobb ihm helfen, die Erinnerungsbruchstücke zusammenzusetzen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auch Dr. Cobb hat eine ähnliche Vergangenheit, mit der er in diesem Fall konfrontiert wird.

Meine Meinung

Warum habe ich mich für das Buch entschieden?

Die Beschreibung des Buches wirkte auf mich, als ob es sich um eine Mischung aus historischem Roman und Krimi handelt. Das machte mich neugierig.

Cover:

Auf den ersten Blick wirkt das Cover so, als ob es sich um eine historische Geschichte handelt. Es sieht auch etwas düster und unheilvoll aus.

Handlung und Thematik:

Das Buch begann sehr spannend und mitreißend. Die einzelnen Schritte der Wahrheitsfindung wurden sehr interessant beschrieben. Vor allem die Sitzungsbeschreibung während der Hypnosen faszinierten mich. Leider gab es dann ein paar Längen im Mittelteil. Manche Schlussfolgerungen des Psychiaters waren für mich nicht logisch und zu wenig begründet. Es gab insgesamt nur eine Überraschung und das Ende war eher unspektakulär. Es handelt sich also wirklich um einen Roman und weniger um einen Krimi. Auch konnte ich keinen romantischen Teil finden, dennoch spielte die Liebe zu Simone eine große Rolle für Joshua. Nichtsdestotrotz fand ich vor allem die Handlung, die um 1976 spielte sehr spannend. Der Autor zeigte gut auf, welche Wirkung die Wahrheit hat und wie unvollständige Erinnerungen und Wahrheiten andere beeinflussen oder ihnen schaden können.

Charaktere:

Dr. Cobb wurde mir erst zum Schluss hin sympathischer. Zuvor wirkte er eher wie der Patient eines Psychiaters und nicht wie der Psychiater selbst. Seine Arbeit fand ich eher grenzwertig und es wirkte so, als ob er nur für sich handelt und nicht im Sinne von Joshua Fleischer.

Sympathischer fand ich Joshua. Seinen Willen, die Wahrheit zu finden, fand ich großartig. Auch wenn immer wieder Punkte gegen ihn sprachen, war ich trotzdem überzeugt, dass er ein netter und freundlicher Mensch ist. Es war für mich nachvollziehbar, dass er sich nach dem Tod seiner Liebe etwas verändert hat und die Sache an sich verdrängt hat.

Schreibstil:

Im Großen und Ganzen fand ich den Schreibstil nicht schlecht. Die Beschreibungen der Umgebung und auch der Sitzungen, die Cobb mit Joshua hatte, fand ich super. Leider hatte das Buch stellenweise Längen, die den Lesefluss etwas störten. Es handelt sich nicht um ein schnell zu lesendes Buch – es ist insgesamt etwas anspruchsvoller. Der Autor wechselte immer wieder die Perspektiven und blieb nicht bei der Ich-Perspektive von Dr. Cobb, was ich gut fand. Auch das Einbinden von Briefen in einer anderen Schrift hat mir gut gefallen. Trotzdem fehlte mir manchmal der Auslöser der (für den Autor) logischen Schlussfolgerung.

Mein Fazit

Durch seine Längen würde ich das Buch keinem Krimi-Fan empfehlen. Auch Romantik-Fans bleiben hier eher auf der Strecke. Das Buch besitzt eine wichtige Botschaft und eine gute Grundhandlung, doch leider konnte ich manchmal auch die Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen. Trotzdem gebe ich dem Buch 3 von 5 Punkten, da es mir doch noch ein bisschen nachgegangen ist. (SE)

Facts

  • Titel: „Das Echo der Wahrheit“
  • Autor: Eugene Chirovici
  • Genre: Spannungsroman, Contemporary mit historischen Elementen
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Sprache: Deutsch, Gebundenes Buch, 320 Seiten
  • Auch als eBook erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2019