Unsere Meinung zu: Der verbotene Liebesbrief – Lucinda Riley

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Joanna, eine junge Journalistin, soll über die Beerdigung des Schauspielers Sir James Harrison berichten. Doch eine alte Dame mit gesundheitlichen Problemen benötigt dort ihre Hilfe. So bringt Joanna sie nach Hause und kann nicht ahnen, wie diese Begegnung ihr Leben durcheinander bringen wird …

Der Brief, den sie kurze Zeit später von ihr erhält, wirft viele Fragen auf. Joanna beginnt zu recherchieren und wittert eine große Story. Doch dann wird bei ihr eingebrochen. Zufall? Oder hat jemand etwas ganz Bestimmtes bei ihr gesucht? Sie gerät immer mehr in einen Strudel aus Neugier, Angst, Misstrauen, Mord. Wem kann sie noch vertrauen?

Selbst ihr langjähriger Freund Simon verhält sich plötzlich seltsam. Nur warum? Für wen arbeitet er? Wer hat Interesse an dem Brief und der Geschichte, die sich dahinter verbirgt?

Joanna treibt trotz Angst die Neugier um. Sie taucht weiter in die Vergangenheit ein und begibt sich ahnungslos in große Gefahr. Sie lernt durch ein Interview Marcus Harrison, einen Enkel des verstorbenen Schauspielers, kennen. Natürlich weiß sie, dass er dem Alkohol und den Frauen zugetan ist. Trotzdem verliebt sie sich in ihn. Aber ist er ehrlich zu ihr? Kann sie ihm vertrauen?

Seine Schwester Zoe (alleinerziehende Mutter und Schauspielerin) dagegen hat eine heimliche Romanze mit Arthur James Henry, königlicher Prinz und Dritter in der Thronfolge. Durch Marcus freunden sich Zoe und Joanna an. Doch dann erscheinen Fotos von Zoe und Arthur in der Presse. War es wirklich Joanna? Hat sie tatsächlich diesen Vertrauensbruch begangen? Es folgen jede Menge Verwicklungen und Ereignisse, die keiner der Protagonisten voraussehen kann …

Unsere Meinung: Als Leser denkt man in „Der verbotene Liebesbrief” ständig: Gleich ist das Rätsel gelöst! Doch sofort gibt es wieder eine neue Wendung. Brillant gemacht. Joanna – als eine der Protagonisten – überzeugt von Anfang an sowohl mit ihren Schwächen und natürlich Stärken. Eine bewundernswerte Frau, die alles aufs Spiel setzt, um das Rätsel um diesen Liebesbrief aufzulösen.

Fazit: Lucinda Riley überrascht in diesem Roman durch einen für sie völlig untypischen Aufbau der Geschichte. Wer ihre Bücher kennt, weiß, dass sie eigentlich in zwei verschiedenen zeitlichen Ebenen erzählt, meist an exotischen Schauplätzen. Dieses Mal ist das anders – auch wenn der Blick auf den Klappentext das nicht sofort vermuten lässt. Ihre Bücher sind immer spannend, aber diese Geschichte hat teilweise thrillerartige Züge. Das Geheimnis um den ominösen Brief beschäftigt eben nicht nur die Journalistin Joanna. Aber natürlich kommt auch die Liebe/Romantik in diesem Roman nicht zu kurz.

Der Inhalt fesselt einen von Anfang bis Ende. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen, denn die Auflösung der Geschichte ist wirklich nicht vorhersehbar. Ständig gibt es neue, überraschende Wendungen. So war es dann auch nach zwei Tagen durchgelesen. Leider.

Lucinda Rileys Schreibstil ist wie gewohnt flüssig. Die Personen und Orte sind anschaulich dargestellt, sodass man direkt in die Handlung eintaucht. Besser geht es nicht. Großes Lob an die Autorin.
Wir vergeben eine absolute Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen. (SM)

Besondere Sätze in „Der verbotene Liebesbrief“:

Gedanken von Zoe nach Wiedersehen mit Art:
„… ich liebe ihn. Und die Liebe überwindet doch alles, oder…?“

Rose zu Joanna, als diese ihr erzählt, dass sie die Geschichte veröffentlichen will, da schon so viele Menschen gestorben sind und sie es besonders einem schuldig ist:
„Da sieht man es wieder. Die Liebe lässt uns die tollkühnsten – und oft auch törichtsten – Entscheidungen treffen.

  • Der verbotene Liebesbrief
  • Lucinda Riley
  • Goldmann Verlag
  • Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 704 Seiten
  • Auch als e-book erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 18.09.2017
(c) Stella Marten