Unsere Meinung zu:​ Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl – Lauren Graham

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Einmal Gilmore Girl immer Gilmore Girl
Quelle: www.amazon.de

Lauren Graham dürfte einem großen Teil der Weltbevölkerung als Darstellerin der Lorelai Gilmore aus der TV-Serie „Gilmore Girls“ bekannt sein. In ihrem neuen Buch Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl schreibt Lauren neben ihrer Kindheit und Jugend über das Leben in Hollywood, die Liebe, ihren schauspielerischen Werdegang, diverse Lebensweisheiten und natürlich über die Gilmore Girls.

Diesen widmet sie – wie der Buchtitel schon ahnen lässt – besondere Aufmerksamkeit und zwar sowohl der ursprünglichen Serie, als auch dem 2016 erschienenen Netflix Reboot „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“. Während der Dreharbeiten zu letzterem hat Lauren ein Tagebuch geführt, aus dem sie auch einige Einträge in dieses Buch eingebracht hat, die dem Leser tolle Einblicke in ihr Innenleben gewähren.

Dass Lauren Graham schreiben kann und das auch noch richtig gut, hat sie bereits durch ihren Roman Lieber jetzt als irgendwann bewiesen, der nicht umsonst zu einem Bestseller wurde. Außerdem arbeitete sie bereits an diversen Drehbüchern, wie man spätestens in diesem Buch erfährt. Ihre Schreiberfahrung merkt man auch diesem Titel an.

Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass der Autorenname vorne drauf auch ohne weiteres durch Lorelai Gilmore ersetzt werden könnte – zumindest was den Schreibstil angeht. Denn Lorelai aus der TV-Serie wurde ja bekanntlich nicht auf Honolulu in Hawaii geboren und zog auch nicht drei Wochen später für einige Zeit nach Japan, wo sie bis zu ihrem fünften Lebensjahr auf einem Hausboot auf den Jungferninseln lebte. Genau so ist nämlich Lauren Graham ins Leben gestartet – definitiv außergewöhnlich. Stilistisch könnte man das Buch jedoch oft für einen typischen – und sogar für ihre Verhältnisse sehr langen – Lorelai Gilmore Monolog halten. Nicht selten hört man deshalb beim Lesen auch ihre Stimme im Kopf, denn Lorelai hätte dieses Buch ganz sicher auch in diesem super lustigen Schreibstil verfasst.

Das alles führt dazu, dass man dieses Werk mindestens ebenso schnell liest, wie Lorelai Gilmore bzw. Lauren Graham sprechen kann (Anspielung auf den Unter- bzw. Originaltitel: „Talking as fast as I can“ impliziert). Im Buch enthalten sind auch einige Schwarz-Weiß-Fotos, wovon einige Lauren in skurrilen Outfits zeigen, was das Buch  noch witziger macht.

Fazit: Lauren Graham ist eine durchweg lustige und sympathische Frau – und genauso ist auch ihr Buch Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl. Empfehlenswert ist es für jeden, der gerne etwas zum Lachen haben oder einfach mehr über Lauren Graham erfahren möchte und natürlich ganz besonders natürlich für alle Fans der „Gilmore Girls“. (SW)

  • Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl
  • Lauren Graham
  • Verlag: Fischer
  • Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 256 Seiten
  • Auch als eBook erhältlich
  • Originaltitel: “Talking as Fast as I Can: From Gilmore Girls to Gilmore Girls (and Everything in Between)”, übersetzt von Anna Julia und Christine Strüh
  • Erscheinungsdatum: 24. August 2017