Unsere Meinung zu: Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen – Eva Woods

0
200

Wer träumt nicht von der perfekten, glücklichen Partnerschaft? Doch die drei Freundinnen Helen, Rosa und Ani sind Single – und zwar unfreiwillig. Und so kommt es zu aufregenden, skurrilen, witzigen oder eben auch enttäuschenden Dates …

Helen, die nach außen stets behauptet, sie hätte alles im Griff, lebt nach einer bitteren Enttäuschung mit ihrer Katze in ihrer kleinen, immer perfekt geputzten und aufgeräumten Wohnung. Ihre Freundinnen ahnen nicht, dass sie für eine Seitensprungagentur arbeitet. Die Journalistin Rosa dagegen wurde von ihrem Mann David gegen die extrem junge Daisy ausgetauscht. Und das Schlimmste: Rosa und David arbeiten weiterhin in einer Redaktion. Eindeutig zu viel für Rosa, denn sie ist deswegen noch in der Trauerphase. Ani, die Scheidungsanwältin, ist dagegen eine zynische Perfektionistin. Keiner ist ihr gut genug. Es muss einfach alles perfekt sein. Und so hat sie ein erfolgloses Date nach dem anderen.

Doch dann taucht plötzlich Marnie, die gemeinsame Freundin der drei, wieder auf. Sie tritt den Dingen immer mit erhobenem Haupt entgegen, lebt scheinbar selbstbewusst in den Tag hinein und alle werden am Ende überrascht sein, wie ihr wahres Leben wirklich aussieht. Marnie hat eine ganz verrückte Idee: Zeig mir deinen Ex, ich zeig dir meinen! Warum sollte der eigene ehemalige Freund nicht der richtige Partner für eine der Freundinnen sein?

Und so kommt es zu aufregenden, skurrilen, witzigen oder eben auch enttäuschenden Dates und zu Verwicklungen, die keiner vorhersehen konnte. In dem einen oder anderen Typen erkennt man vielleicht auch jemanden aus seiner Vergangenheit wieder, was durchaus belustigend ist. Ja und am Ende … nein, das verraten wir hier nicht. Nur so viel: Die Freundinnen erkennen im Laufe der Zeit, was ihnen wirklich wichtig ist. So lernen sie, ihre Sicht auf bestimmte Dinge wie auch Personen und damit ihr eigenes Leben zu ändern.

Unser Fazit: Eva Woods hat mit „Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen”eine wirklich witzige, wenn auch etwas verrückte Geschichte geschaffen. Es ist keiner der üblichen Herzschmerz-Romane – dennoch berührt er trotzdem a″uf seine eigene Art und Weise. Bei der Einführung der vielen handelnden Personen musste man jedoch ein wenig aufpassen, um sie nicht durcheinander zu bringen. Eva Woods zeigt in diesem Buch so viele verschiedene menschliche Eigenheiten auf – es macht einfach Spaß, Seite für Seite zu lesen. Die Szenen sind so gut geschrieben, dass man sich mittendrin fühlt und gespannt ist, wie sich der Plot weiterhin entwickelt.

Leider ist am Ende des Buches nur kurz in einem Epilog zusammengefasst, was aus den Heldinnen geworden ist. Schade. Oder gibt es damit Hoffnung auf eine Fortsetzung der Geschichte? Das wäre eine geniale Idee. Wer weiß? Wir würden uns darüber sehr freuen. Daher geben wir hier eine klare Leseempfehlung mit 4 von 5 Sternen! (SM)

Besondere Sätze in „Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen”:

Rosa im Gespräch mit Jason:
„Ich schätze mal, eine Beziehung ist für mich mehr wie … ein Roman. Man liest nur einen, bis er zu Ende ist, und erst dann nimmt man einen neuen zur Hand.“

Rosa bedankt sich bei Marnie für deren eindrückliche Metapher (im Epilog)
„Also nur nicht den Mut verlieren! Manchmal ist der größte Gefallen, den ein Mensch einem anderen tun kann, der, ihn zu verlassen. Und manchmal muss man alten Krempel loswerden, um Platz für Neues zu schaffen.“

  • Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen
  • Eva Woods
  • Blanvalet Verlag
  • Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 448 Seiten
  • Auch als eBook erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 20.November 2017
(c) Stella Marten