Unsere Meinung zu: Iceland Tales – Jana Goldbach

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Wächterin der geheimen Quelle ist der erste Teil der Iceland Tales-Reihe von Jana Goldbach. Eine Geschichte um ein Mädchen, das seine unbeschwerte Teenager-Zeit in vollen Zügen auskostet, bis esTeil eines Abenteuers wird, das sie ihr bisheriges Leben fast komplett vergessen lässt …

Hannah ist ein typischer Teenager. Sie lebt mit Ihren Eltern im Sunshine State Florida und genießt ihr jugendliches Leben. Wie alle Mädchen in ihrem Alter dreht sich alles nur um Jungs und Mode. Sie verbringt viel Zeit mit ihren Freundinnen am Strand und genießt das Leben auf der Sonnenseite. Eines Tages bekommt die Familie Post von einem Notar. Dieser verkündet, dass ihre Oma Christelle, die Hannah nicht kennt, auf Island, dem Heimatland ihres Vaters, gestorben sei und ihnen einiges vermacht hat. Ihre Eltern nehmen das Erbe, welches aus einem Haus, Geld und etwas Schmuck besteht, an. Wenige Wochen später befindet sich Hannah auf Island, das das komplette Gegenteil von Florida ist. Doch da fängt ihre Geschichte erst richtig an …

Auf Island angekommen, stolpert Hannah direkt in ihr Abenteuer. Der nette Nachbarsjunge Kristján versucht alles, damit sie sich gut einlebt und ist total begeistert von der Kette, die ihre Oma Christelle ihr hinterlassen hat. Hannah versteht die ganze Sache überhaupt nicht. Während eines Ausflugs treffen sie auf eine Punkergruppe mit unterschiedlich bunten Haaren. Hannah ist direkt fasziniert von dem Jungen mit dem blauen Haaren und den eisblauen Augen. Aber Kristján beschwört sie, dass sie sich mit denen nicht einlassen soll, weil sie nur Ärger bringen würden. Während eines Reitausfluges passiert dann ein Unglück und Kristján zeigt sein wahres Gesicht. Doch Jarek, der Junge mit den blauen Haaren, kommt ihr zur Hilfe. Er und seine Freundin Elín erklären Hannah, dass sie von ihrer Oma nicht nur Wertgestände vererbt bekommen hat, sondern auch, dass sie die Nachfolge als Wächterin des verborgenen Volkes (welches aus Elfen, Trollen, Kobolden und Lichtmahren besteht) antreten muss. Hannah ist mit der Situation überfordert, willigt aber dennoch ein, zu helfen. Jarek ist ein Lichtmahr und erklärt ihr, dass die verlorene Kette vom Reitausflug der „Vegvisir“ der Quelle ist und wer dieses besitzt, besitzt auch die Macht über das verborgene Volk und kann ihr Oberhaupt werden. Um Kristján zu stoppen – was auch immer er vorhat – begibt sich Hannah in ihre Ausbildung zur Wächterin. Diese besteht unter anderem aus Kampftechniken, Kräuterkunde, Heilkunst und Manieren am Königshof, welche sie bei verschiedenen Lichtmahren erlernt. Während der Ausbildung kommen sich Jarek und Hannah näher. Aber beide können sich ihre Gefühle nicht eingestehen. Dafür ist die Situation derzeit einfach zu ernst. Als beide dann einen Augenblick der Romantik erleben, bekommt Jarek die Nachricht, dass Hannah angeklagt wird – wegen Verrates an dem verborgenen Volk …

Fazit: Jana Goldbach hat mit Iceland Tales – Wächterin der geheimen Quelle einen wundervollen Auftakt geschaffen. Vor allem hat sie dem Leser Island deutlich nähergebracht. Sie gibt nicht nur Eindrücke über Land und Leute wieder und durch dieses Buch kann man sogar ihre Sprache erlernen, was wirklich toll ist. Die Geschichte ist schön geschrieben – was etwas gefehlt hat, war eine durchgehende Spannung. Die Spannungskurve hätte man deutlich besser ausbauen können, denn die Geschichte hat das Potenzial. Das Buch ist eher ein Jugend-Fantasyroman, der keinerlei Szenen beinhaltet, die anrüchig sind. Dennoch ist die Geschichte auf ihre Art schön und auch überzeugend geschrieben, daher gibt es hier 4 von 5 Sternen. (AM)

  • Iceland Tales , Band 1, Wächterin der geheimen Quelle
  • Jana Goldbach
  • Verlag: Impress
  • Sprache: Deutsch, eBook 309 Seiten
  • Erscheinungsdatum 07. September 2017