Unsere Meinung zu: „Kaschmirgefühl“ – Bernhard Aichner

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In dem Roman „Kaschmirgefühl“ von Bernhard Aichner geht es um Joe alias Gottlieb, der die ganze Nacht lang mit Yvonne alias Marie über eine Sex-Hotline telefoniert und ihr seine Geschichte erzählt.

Handlung

Um 20:15 Uhr ruft Gottlieb das erste Mal bei der Hotline-Nummer von Marie an, die sich als Yvonne vorstellt, woraufhin er sich als Joe ausgibt. Maria beginnt das Gespräch wie schon so viele zuvor und wie es eigentlich typisch ist für ihren Job. Sie versucht ihn zu verführen und herauszufinden was seine Vorlieben sind – nicht ahnend, dass ihr heutiger Anrufer einfach nur ein Gespräch mit ihr führen will. Trotz anfänglicher Missverständnisse, ein paar Lügen, wüster Unterstellungen, einigem Hin und Her und auch diverser Unterbrechungen – sei es seitens Gottlieb, Marie oder gar des Anbieters der Hotline – erzählt er ausführlich seine Geschichte. Angefangen bei dem ausgeliehenen Reiseführer über Venedig und dem darin gefundenen „Lesezeichen-Lottoschein“, über die Suche nach dem rechtmäßigen Besitzer und ein paar (kleineren) Straftaten bis hin zu einer Liebesnacht mitten im Nirgendwo.

Gottlieb erklärt Marie, was er sich geschworen hat, als er aufgehört hat, im Hospiz zu arbeiten und wie es dazu kam, dass er sich verliebt hat. Gleichzeitig möchte er aber auch mehr über Marie erfahren als nur das Wenige was sie bereit ist, Preis zu geben, von dem er aber nicht sicher ist ob alles der Wahrheit entspricht. Marie weigert sich erst eisern, irgendetwas Privates über sich zu verraten, außer dass sie sich daran versucht, einen Kaschmirpullover zu stricken. Doch Gottlieb will seine Geschichte erst dann weiter erzählen, wenn er auch etwas von Marie erfährt – und schließlich siegt Maries Neugier! Ein persönliches Treffen lehnt sie aber weiterhin immer wieder vehement ab.

Gottliebs Geschichte gipfelt in einer kleinen Verfolgungsjagd und endet dort wo sie begonnen hat: vor dem Haus der Lottoschein-Besitzerin, wo eine Überraschung auf ihn wartete. Am Ende erfährt Marie sogar noch, ob Gottlieb nun Millionär ist oder nicht und wie er an ihre Kontaktanzeige kam, denn wer konnte schon ahnen, dass die Beiden sich näher sind, als gedacht!?

Meine Meinung

Das Buch ist komplett als Telefonat, also als Dialog, geschrieben, wodurch es sehr zügig zu lesen ist. Ich hatte es binnen drei Stunden durchgelesen 🙂 Allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn zwischen Gottlieb und Marie ein optischer Unterschied (beispielsweise bei der Schriftart) vorhanden gewesen wäre, um die Dialoge übersichtlicher zu gestalten. Es gab lustige, traurige und spannende Stellen, ebenso auch etwas zum grübeln und staunen. Als Leserin habe ich viele Hochs und Tiefs und einige Hin und Hers erlebt – kurz gesagt war auf den wenigen Seiten von allem etwas dabei!

Ein Fazit

Ein tolles Buch für jeden, der einen „keinen Roman über die Liebe“ lesen möchte!!!
Ich mag das Buch sehr und kann es auf Grund seiner besonderen Schreibweise nur jedem ans Herz legen. 5 von 5 Sternen! (KZ)

Facts

  • Titel: Kaschmirgefühl
  • Autor: Bernhard Aichner
  • Genre: Dialogroman, Contemporary
  • Verlag: Haymon Verlag
  • Sprache: Deutsch, Gebundenes Buch, 188 Seiten
  • Auch als Hörbuch und als eBook erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 12. März 2019