Unsere Meinung zu: Kleiner Streuner – große Liebe von Petra Schier

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In Kleiner Streuner – große Liebe von Petra Schier rettet Eva einem kleinen Streuner das Leben, als sie ihn in der Sozialstation entdeckt. Zufall oder Schicksal? Schließlich ist Weihnachtszeit. Hat vielleicht jemand dafür gesorgt, dass sich die beiden finden?

Es ist jedenfalls Liebe auf den ersten Blick. Doch leider sind Hunde in Evas Wohnung nicht erlaubt und bis sie umziehen kann, vergehen noch einige Wochen. André, ihr Kollege und Ex-Freund, erklärt sich bereit, den halb verhungerten Hund, den sie Socke nennen, solange bei sich aufzunehmen.

Für Socke könnte es nicht besser laufen. Doch warum zicken sich Eva und André ständig an? Warum sind Menschen so kompliziert? In der Geschichte kommt Hund Socke selbst zu Wort – so teilt er uns seine Ängste, Hoffnungen, Wünsche und Gedanken direkt mit. Man kann ihn einfach nur lieb haben.

Auch Santa Claus, seine Frau und die Elfen haben ein Auge auf Eva und André. Schließlich hat Eva ihren Weihnachtswunsch per Mail an Santa Claus geschickt. Dieser soll nun auch in Erfüllung gehen. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Santa Claus muss dafür sorgen, dass Eva auf keinen Fall woanders unterkommt als letztlich bei André. Doch da gibt es ja leider auch noch Jochen Wennemann, den Evas Eltern gern als Schwiegersohn sehen würden. Sehr amüsant, wie die Autorin diesen altmodischen Verkupplungsversuch schildert. Man mag sich nicht vorstellen wollen, dass es so etwas heute tatsächlich noch geben mag. André und Eva, die nun nicht nur durch ihre Arbeit, sondern auch durch Socke viel Zeit miteinander verbringen, gestehen sich jedoch einfach nicht ein, dass sie noch Gefühle füreinander haben – stattdessen gibt es Wortgefechte, bei denen man mitleidet, manchmal auch lacht und nur hofft, dass sich beide am Ende ihren Gefühlen hingeben. Petra Schier macht das sehr gekonnt. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen und wird am Ende dafür belohnt.

Fazit: Dieses Buch ist die perfekte Lektüre für die Vorweihnachtszeit. Schon allein das Cover mit dem treu blickenden Streuner macht Lust auf den Roman. Der Autorin ist es gelungen, eine sehr unterhaltsame, herzerwärmende Geschichte über zwei Menschen zu schreiben, die eigentlich zusammengehören und leider Angst vor ihren Gefühlen und auch vor Verletzung haben. Es ist wie im wahren Leben – manchmal brauchen Dinge einfach Zeit. Zeit, Vertrauen aufzubauen, Missverständnisse auszuräumen und Mut, sich auf etwas einzulassen. Das Schicksal des kleinen Streuners macht den Leser natürlich anfangs traurig, da ja bekannt ist, dass es diese Fälle in der Realität immer noch viel zu oft gibt und dass nicht jedes Tier so ein Glück wie Socke hat. Seine Geschichte gleicht einem richtigen Weihnachtsmärchen. Kleiner Streuner – große Liebe ist ein Buch über Gefühle, Liebe, Vertrauen und Mut. Großes Kompliment an die Autorin – wir finden den Roman absolut lesenswert und vergeben 5 von 5 Sternen! (SM)

  • Kleiner Streuner – große Liebe
  • Petra Schier
  • Mira Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Format: Taschenbuch, 304 Seiten
  • Auch als eBook erhältlich
  • Erscheinungsdatum: 9. Oktober 2017

…Sie hat recht, wir sind zwei Streuner, die endlich ihr Zuhause gefunden haben. …
Sockes Schlusswort

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