Unsere Meinung zum Film: „100 Dinge“

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Die Komödie „100 Dinge“ unter der Regie von Florian David Fitz ist im Dezember 2018 in die Kinos gekommen. Der Regisseur spielt gemeinsam mit Produzent Matthias Schweighöfer eine der Hauptrollen.

Der Film handelt von einer Wette zwischen den Freunden Paul und Toni. Die beiden versuchen, 100 Tage lang ohne all ihre Sachen auszukommen. Jeden Tag bekommen sie nur eines der Dinge zurück.

Darum geht es

Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) leiten gemeinsam eine Software-Entwickler-Firma. Gerade stehen sie vor ihrem großen Durchbruch, denn ein schwerreicher Amerikaner möchte für vier Millionen Euro ihre neueste Erfindung kaufen: Eine App, die per Sprachausgabe Fragen beantwortet, an Termine erinnert usw. Das Besondere daran: Die Stimme passt sich an die Empfindungen und Vorlieben des Besitzers an und wird deshalb als Freund empfunden. Perfekt geeignet, um Menschen dazu zu bewegen, all die Dinge zu kaufen, die die App empfiehlt.

Deshalb hat Paul in letzter Zeit so viele Sneakers und weitere überflüssige Sachen gekauft. Diese unschöne Wirkung der App hat sein Kumpel und Geschäftspartner Toni ihm bis kurz vor dem Verkauf der App verschwiegen, um die Wirkung zu testen.
So kommt es, dass Paul während der Feier anlässlich des millionenschweren Geschäfts nicht gut auf Toni zu sprechen ist. In betrunkenem Zustand beginnen die beiden einen Streit und schließen letztendlich eine Wette ab: Sie müssen 100 Tage lang ohne ihre Besitztümer auskommen. Jeden Tag dürfen sie sich nur eine Sache ihrer Wahl zurückholen.

Am nächsten Morgen bereuen Paul und Toni diesen kühnen Plan, doch es ist zu spät. Ihre Firmenkollegen haben bereits all ihre Sachen in einen Keller gepackt. Die konsumverwöhnten Männer sitzen nackt in ihren leeren Wohnungen und überlegen, welche Dinge ihnen am Wichtigsten sind und wie sie die kommenden 100 Tage überstehen sollen …

Meine Meinung

Die Wette sorgt für einige lustige Momente, doch der Film hat auch ernste Seiten. Die Hauptfiguren machen sich während ihrer Zeit des Verzichts Gedanken um Konsumrausch, die Macht des Geldes und der Technik, den Wert von Freundschaft und weitere Themen. Dabei spielen auch die Erinnerungen von Pauls Mutter (Hannelore Elsner) und insbesondere seiner Großmutter (Katharina Thalbach) an ein Leben ohne Überfluss eine Rolle. Die Themenmischung ergibt einen kurzweiligen, facettenreichen Film und stimmt trotz der lustigen Verpackung nachdenklich.

Eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen: In dem Keller, wo alle seine Dinge verstaut sind, lernt Toni Lucy (Miriam Stein) kennen und verliebt sich in sie. Doch wie bewirtet man eine Frau beim ersten Date, wenn man kaum etwas in seiner Wohnung hat? Nach diesem komischen Einstieg zeigt sich immer mehr, dass Lucy ein Problem hat, das gut zur Konsumkritik des Films passt … Können Toni und Lucy trotz aller Schwierigkeiten zusammenkommen?

Die Hauptdarsteller Fitz und Schweighöfer harmonieren, wie aus anderen Filmen (z.B. „Der geilste Tag“) gewohnt, perfekt miteinander. Die beiden schwanken gekonnt zwischen Freundschaft und Streitereien, Nachdenklichkeit und Albernheit, Kratzbürstigkeit und Liebesbedürftigkeit. Dabei zeigen sie viel nackte Haut, denn ihre Kleidung liegt mit den anderen Dingen im Keller. Die Nebendarsteller, unter denen sich weitere namhafte Schauspieler (z.B. Maria Furtwängler) befinden, spielen ihre Rollen ebenfalls überzeugend.

Mein Fazit

Eine Komödie mit ernsten Seiten, die sich unter anderem mit Konsumrausch befasst. Perfekt geeignet für alle, die nachdenkliche Themen in lustiger Verpackung mögen oder Fans der Hauptdarsteller Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer sind. (JH)

Facts

  • Titel: 100 Dinge
  • Regie: Florian David Fitz
  • Genre: Komödie
  • Produziert & Erschienen: Deutschland, 2018
  • Mit: Florian David Fitz. Matthias Schweighöfer, Hannelore Elsner, Maria
  • Furtwängler, Katharina Thalbach, Miriam Stein uvm.
  • FSK: 6
  • Kinostart: 05. Dezember 2018