Unsere Meinung zum Film: „After Passion“

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Mitte April ist der langersehnte Teenie-Liebesfilm „After Passion“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Anna Todd, in die deutschen Kinos gekommen. Ob „After Passion“ den Hype um den Film verdient hat, hat unsere Rezensentin Anna D. für Euch herausgefunden!

Darum geht es:

Tessa Young (Josephine Langford) ist ein braves Mädchen, wie es im Buche steht. Klug, wohlerzogen und mit klaren Plänen für die Zukunft. Als sie ans College kommt, lernt sie den Bad Boy Hardin Scott (Hero Fiennes Tiffin) kennen, der sie wie magisch anzieht. Düster, unverschämt, unberechenbar und verdammt sexy – er verkörpert all das, was sie nicht sein will. Hals über Kopf verliebt sie sich und je mehr sie ihm verfällt, desto mehr wird ihr klar: Sie wird selbst nie wieder die sein, die sie einmal sein wollte.

Meine Meinung:

In den letzten Wochen wurde immer wieder von „After Passion“ geschwärmt, sowohl von dem Buch, als auch von dem Film, seit dieser am 11. April erschienen ist. Ich war schon am ersten Tag im Kino und habe mir den Film angesehen. Ich kannte das Buch bisher nicht, aber nach dem Film hatte ich das Bedürfnis, es mir zu kaufen – dazu aber gleich mehr.

All diese positiven Meinungen über Tessa und Hardin, zum Beispiel bei Bookstagram, haben mich echt neugierig gemacht und wahrscheinlich hatte ich daher relativ hohe Erwartungen. Mir war klar, dass es klischeehaft werden würde, aber gegen gut umgesetzte Klischees habe ich nichts.

Leider war das bei „After Passion“ so gar nicht der Fall. Meiner Meinung nach haben es sich die Filmemacher ziemlich einfach gemacht. Tessa trug hauptsächlich weiß, Rüschen und Kleidchen (wenn überhaupt mal eine mädchenhaft-kindliche Hose) und Hardin war von Anfang an nur in schwarz gekleidet. Damit wurde sehr simpel gezeigt, wer „gut“, wer „böse“ ist. Hardin war aber noch dazu ein ziemlicher „Waschlappen“-Bad Boy, er war von Anfang an ziemlich nett zu Tessa, weder fies noch asozial – höchstens mal ein bisschen unfreundlich und griesgrämig.

Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin entwickelte sich dann extrem schnell und mit wenig Tiefgang. Und damit dann aber noch einige Schwierigkeiten ins Spiel kamen, hat man scheinbar welche erfunden, die zu Anfang, als die damit zusammenhängenden Figuren schon vorkamen, überhaupt nicht existierten. Um wenigstens eine Message reinzubringen, gab es zwischendurch noch eine Diskussion über „Stolz und Vorurteil“, was von den Zuschauern aber vermutlich sowieso die wenigsten kannten, weshalb es für die vermutlich ziemlich unverständlich war.

Das Ende hat dann für einigen Unmut gesorgt, denn es war in der Theorie zwar gut, aber auch hier war die Umsetzung nicht ganz so gelungen. Ich kann mit dem Ende an sich tatsächlich gut leben, auch wenn es so gewählt wurde, damit ein zweiter Teil möglich wäre – aber nicht sein muss, was sehr schwammig wirkte. Aber: Der Weg zu dem Ende und wie es dazu kommt, erscheint mir relativ fragwürdig. Dazu möchte ich jetzt gar nicht viel sagen (ich möchte ja nicht spoilern), aber man hätte es glücklicher lösen können.

Mein Fazit

Alles in allem muss ich leider sagen, dass das so ziemlich der erste Kinofilm war, der für mich ein echter Flop war. Das einzige, was ich extrem gut fand, war der Soundtrack. Die Lieder sind super gewählt und passen echt gut! (AD)

Facts

  • Titel: After Passion
  • Genre: Romantik, Teenie-Liebesfilm
  • Regie: Jenny Gage
  • Produziert und Erschienen: USA, 2019
  • Mit: Josephine Langford, Hero Fiennes Tiffin, Selma Blair, Jennifer Beals, Peter
  • Gallagher, Inanna, Pia Mia, Samuel Larson
  • FSK: 0
  • Kinostart: 11. April 2019