Unsere Meinung zum Film: „Die Goldfische“

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Seit März 2019 unterhält die Komödie „Die Goldfische“ unter der Regie von Alireza Golafshan die Kinofreunde. Der Film handelt von dem geldgierigen Banker Oliver, der nach einem schweren Autounfall querschnittsgelähmt in einer Reha-Klinik landet. Dort trifft er auf die vier Mitglieder einer Behinderten-WG und unternimmt mit ihnen einen abenteuerlichen Ausflug in die Schweiz, um Schwarzgeld über die Grenze zu schmuggeln …

Darum geht es:

Für den Banker Oliver (Tom Schilling) gibt es nur eins im Leben: Geld. Daran ändert sich auch nach seinem schweren Autounfall, den er selbst verschuldet hat, nichts. Der querschnittsgelähmte Oliver denkt während seiner Reha nur an seine Arbeit. Sein größtes Problem ist das schlechte WLAN in der Klinik. Auf der Suche nach einer besseren Internetverbindung landet er in der Behinderten-Wohngruppe „Goldfische“.
Dort leben die blinde Magda (Birgit Minichmayr), die Autisten Michi und Rainman (Jan Henrik Stahlberg und Axel Stein) und Franzi (Luisa Wöllisch) mit Down-Syndrom. Betreut werden die vier von der engagierten Luisa (Jella Haase) und Eddy (Kida Khodr Ramadan), der nur Dienst nach Vorschrift verrichtet.

Während Oliver versucht, inmitten des WG-Trubels mit seinen Klienten zu skypen, ergibt sich für ihn ein noch größeres Problem als das schlechte WLAN: Er hat 1,2 Millionen in einem Schweizer Bankschließfach gebunkert und das Finanzamt droht, ihm auf die Schliche zu kommen. Für ihn ist klar: Um sein Geld zu retten, muss er es sofort holen. Aber wie soll er das im Rollstuhl bewerkstelligen?

Schnell kommt Oliver eine Idee: Er spendiert den vier WG-Mitgliedern und ihren Betreuern einen Ausflug in die Schweiz zum Kamelreiten. Bei dieser Gelegenheit möchte er heimlich sein Geld holen und über die Grenze schmuggeln. Denn: Wer kontrolliert schon einen Bus voller Behinderter? Unterwegs gibt es jedoch so einige Hürden zu überwinden …

Meine Meinung:

Wie es sich für eine gute Komödie gehört, wartet der Film mit kuriosen Situationen unterschiedlichster Art auf. Obwohl er von so vielen Behinderten handelt, driftet er zu keiner Zeit auf die Mitleidsschiene ab. Besonders die dem Alkohol stark zugeneigte Magda sorgt mit ihrer zynischen Art für viele Lacher. Beispielsweise als sie, trotz ihrer Blindheit, versucht, den Behindertenbus über die Grenze zu steuern. Als der Grenzpolizist sie wegen ihrer seltsamen Fahrweise anhält, verhandelt sie mit ihm ausgiebig, warum sie ihren Führerschein nicht vorzeigen kann.

Eine kleine Liebesgeschichte ist als kleine Nebenhandlung in den Film integriert. Die zarte Romanze zwischen Oliver und Luisa deutet sich schon ganz am Anfang an, obwohl der knallharte, geldversessene Finanzmensch und die liebenswürdige, selbstlose Pädagogin auf den ersten Blick so gegensätzlich wirken.

Die Schauspieler sind insgesamt überzeugend in ihrem Rollen. Besonders sticht Luisa Wöllisch hervor, die, wie ihre Figur Franzi, das Down-Syndrom hat. Weil sie ihre Behinderung nicht spielen muss, wirkt sie besonders überzeugend.

Mein Fazit:

„Die Goldfische“ ist eine unterhaltsame Komödie mit zahlreichen Szenen, die zum Schmunzeln und Lachen einladen. Angenehmerweise möchte er kein Mitleid für die behinderten Protagonisten heischen, sondern zeigt sie als meist lebensfrohe Persönlichkeiten. Ein gelungener Film für einen gemütlichen Kinoabend!

Facts:

  • Titel: Die Goldfische
  • Genre: Komödie
  • Regie: Alireza Golafshan
  • Produziert und Erschienen: Deutschland, 2019
  • Mit: Tom Schilling, Birgit Minichmayr, Jan Henrik Stahlberg, Axel Stein, Luisa Wöllisch, Jella Haase, Kida Khodr Ramadan
  • FSK: 12
  • Kinostart: 21. März 2019