Unsere Meinung zum Film: „Monsieur Claude 2“

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Die Komödie „Monsieur Claude 2“ lädt Filmfans seit April 2019 dazu ein, einen amüsanten Kinoabend zu verbringen. Bei dem unter der Regie von Philippe de Chauveron entstandenen Film handelt es sich um die Fortsetzung von „Monsieur Claude und seine Töchter“ (2014).

In der Komödie geht es um den nationalstolzen, konservativen Claude, dessen vier Töchter zu seinem Entsetzen jeweils eine multikulturelle Ehe eingegangen sind. Im ersten Teil stand die Hochzeit der jüngsten Tochter im Vordergrund. In der hier rezensierten Fortsetzung planen die Töchter auszuwandern. Das müssen Monsieur Claude und seine Frau unbedingt verhindern …

Darum geht es:

Claude Verneuil (Christian Clavier) und seine Frau Marie (Chantal Lauby) sind gerade von einer Reise in die Heimatländer ihrer vier Schwiegersöhne zurückgekehrt. Beide fanden die Reise schrecklich und sind froh, wieder zu Hause in Frankreich zu sein. Sie freuen sich auf die bevorstehende Geburt ihres Enkels, dem Kind ihrer jüngsten Tochter Laure (Élodie Fontan) und ihrem Mann Charles (Noom Diawara) von der Elfenbeinküste.

Doch bei einem gemeinsamen Abendessen lassen die Töchter eine Bombe platzen: Alle vier planen, mit ihren Ehemännern auszuwandern, weil diese sich in Frankreich schlecht behandelt fühlen. Odile (Julia Piaton) und David (Ary Abittan) wollen nach Israel, Isabelle (Frédérique Bel) und Rachid (Medi Sadoun) nach Algerien und Ségolène (Émilie Caen) und Chao Ling (Frédéric Chau) nach China. Laure und Charles entscheiden nicht für Charles Heimat, sondern planen nach Indien auszuwandern.
Claude und Marie sind entsetzt: Schlimm genug, dass ihre Töchter mit ausländischen Männern verheiratet sind. Aber sie nicht mehr regelmäßig sehen zu können, ist für das konservative, heimatverbundene Ehepaar eine Horrorvorstellung. Schnell wird den beiden klar: Sie müssen ihre Töchter und deren Partner zum Bleiben bewegen. Doch wie sollen sie das anstellen? Zu allem Überfluss quartiert der Pfarrer kurzerhand einen Flüchtling bei den Verneuils ein …

Meine Meinung:

Die Komödie spielt auf sehr amüsante Weise mit weit verbreiteten Klischees und Vorurteilen. Sie punktet mit zahlreichen lustigen Dialogen, die zeigen, wie interkulturelle Kommunikation nicht funktioniert. Zwei Welten prallen aufeinander: die konservative, französische Sichtweise von Claude und Marie und die weltoffene ihrer Töchter. Obwohl der Film ernste Themen wie Ausgrenzung von Menschen anderer Nationalitäten und Rassismus behandelt, geschieht dies auf eine leichte Art, die zum Schmunzeln einlädt. Claude und Marie sind trotz ihrer Verbohrtheit insgesamt sympathische Figuren.

Die Hauptrollen übernehmen wieder die aus dem ersten Teil vertrauten Schauspieler, sodass die Geschichte nahtlos fortgeführt werden kann. Man muss den Vorgänger allerdings nicht zwangsläufig kennen, um an „Monsieur Claude 2“ Spaß zu haben.

Mein Fazit:

„Monsieur Claude 2“ ist der zweite Teil einer Komödie, die von einem konservativen, französischen Ehepaar und deren weltoffenen, multikulturell verheirateten Töchtern handelt. Der Film nimmt zahlreiche Klischees gegenüber Ausländern auf die Schippe und behandelt auf sehr humorvolle Weise eigentlich ernste Themen wie Ausgrenzung und Rassismus. Volle Empfehlung für diesen amüsanten Einblick in das turbulente Leben der Familie Verneuil.

Facts:

  • Titel: Monsieur Claude 2
  • Genre: Komödie
  • Regie: Philippe de Chauveron
  • Produziert und Erschienen: Frankreich, 2019
  • Mit: Christian Clavier, Chantal Lauby, Élodie Fontan, Noom Diawara, Julia Piaton,
  • Ary Abittan, Frédérique Bel, Medi Sadoun, Émilie Caen, Frédéric Chau
  • FSK: 0
  • Kinostart: 4. April 2019