Unsere Meinung zum Film: „Plötzlich Familie“

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Die amerikanische Komödie „Plötzlich Familie“ unter der Regie von Sean Anders ist im Januar 2019 in die deutschen Kinos gekommen. Der Film handelt von einem Paar, das drei Geschwister adoptiert. Das Zusammenleben der Patchwork-Familie verläuft nicht immer harmonisch …

Darum geht es

Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) möchten gerne eine Familie gründen. Mark hat jedoch Bedenken, dass er schon ein alter Mann sein wird, bevor sein Kind erwachsen ist. Deshalb beschließt das Paar, ein Kind zu adoptieren. Um die fünf Jahre alt soll es sein, überlegen sich die beiden. Obwohl ihre Eltern und Geschwister alles andere als begeistert von der Idee sind, ein fremdes Kind in die Familie zu holen, absolvieren Pete und Ellie einen Vorbereitungskurs. Dabei geraten sie immer wieder ins Zweifeln, ob eine Adoption wirklich eine gute Idee ist.

Trotzdem gehen die beiden zu dem Sommerfest, auf dem sie die in Frage kommenden Kinder kennenlernen können. Dort treffen sie auf die vorlaute 15-jährige Lizzy (Isabela Moner). Eigentlich wollten Pete und Ellie keinen Teenager, doch dieses Mädchen hat es ihnen angetan. Sie erfahren, dass Lizzy zwei jüngere Geschwister hat, Juan (Gustavo Quiroz) und Lita (Julianna Gamiz). Pete und Ellie bringen es nicht übers Herz, abzulehnen und ehe sie sich versehen, teilen sie ihr Haus mit zwei Kindern und einem Teenager. Da ist Chaos und Geschrei vorprogrammiert und zu allem Überfluss taucht auch noch die leibliche Mutter der Geschwister auf …

Meine Meinung

Regisseur Sean Anders hat selbst drei Kinder adoptiert und verarbeitet in diesem Film seine Erfahrungen. Die wahren Begebenheiten sind für die Komödie natürlich erweitert und überspitzt worden. Der Film bietet einen abwechslungsreichen Mix aus lustigen, nachdenklichen und rührenden Szenen. Amüsant sind zum Beispiel Juans Tollpatschigkeit oder die Gesprächskreise mit anderen frischgebackenen Pflegeeltern. Das Schicksal der Kinder, deren Eltern sie im Stich gelassen haben, macht etwas nachdenklich. Dieses Gefühl wird allerdings nie übermächtig, denn der Film bleibt an der Oberfläche und geht schnell wieder zu komödiantischen Begebenheiten über. Rührend sind die Szenen, in denen die Patchwork-Familie miteinander harmoniert und Mark und Ellie ihren drei Kindern eine Freude bereiten. Auch diese Teile werden jedoch schnell wieder von amüsanten Darstellungen abgelöst, wenn beispielsweise eines der Kinder seine Stimmung ändert und die Fetzen fliegen.

Der Film ist mit bekannten Schauspielern besetzt; in den Nebenrollen spielen unter anderem Octavia Spencer und Tig Notaro als Leiterinnen der Adoptiveltern-Gruppe und die Komikerin Iliza Shlesinger mit.

Mein Fazit

Eine abwechslungsreiche Komödie über ein Paar, das drei Geschwister adoptiert. Der Film erzählt, wie die neue Familie langsam zusammenwächst, wobei immer wieder die Fetzen fliegen. Dabei schwankt die Darstellung zwischen ein wenig nachdenklich, rührend und sehr amüsant. (JH)

Facts

  • Titel: Plötzlich Familie
  • Genre: Familien-Komödie
  • Regie: Sean Anders
  • Produziert und Erschienen: USA, 2018
  • Mit: Rose Byrne, Mark Wahlberg, Octavia Spencer, Tig Notaro, Isabela Moner uvm.
  • FSK: 6
  • Kinostart: 24. Januar 2019