Unsere Meinung zum Film: „Wuff“

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Von Vierbeinern und der großen Liebe

Die romantische Komödie „Wuff“, unter der Regie von Detlev Buck, ist im Oktober 2018 in die Kinos gekommen. Der Film handelt von vier Freundinnen, deren Liebesleben auf ganz unterschiedliche Weise chaotisch verläuft. Das Außergewöhnliche an dieser Komödie ist, dass in fast jeder Szene ein Hund auftritt.

Darum geht es

Ella (Emily Cox) hat sich von ihrem Freund Oscar getrennt, weil dieser ihr ihren Traumjob streitig gemacht hat und zu allem Überfluss noch fremdgegangen ist. Dabei hofft ihre herrische Mutter doch sehnsüchtig darauf, zur Oma gemacht zu werden! Tief enttäuscht von der Männerwelt beschließt Ella, sich einen Hund zuzulegen. Ein trauriger Vierbeiner aus dem Tierheim soll es sein – Mischling Bozer erfüllt dieses Kriterium perfekt. Leider hat er die Angewohnheit, sich bei jeder Gelegenheit aus dem Staub zu machen. Oder glücklicherweise? Denn bei Ellas Suchen nach ihrem Hund trifft sie unfreiwillig den ein oder anderen Mann …

Ellas Freundin Cecile (Johanna Wokalek) ist zwar bereits verheiratet und zweifache Mutter, doch auch ihr Leben läuft nicht rund. Ihr Sohn Nico leidet am Down-Syndrom, was die Familie sehr belastet. Nicos größter Schatz ist Hund Simpson. Leider greift dieser immer wieder Ceciles Mann an, was regelmäßig zu Streit zwischen den Eheleuten führt. Kann Cecile ihre Ehe retten, ohne ihrem Sohn den geliebten Hund wegzunehmen?

Die Dritte im Bunde, Silke (Marie Burchard), ist Hundetrainerin und versteht Tiere besser als Menschen. Von einem Tag auf den anderen bekommt sie Konkurrenz von Oli (Frederick Lau), der Hunde eigentlich gar nicht leiden kann. Die hemdsärmelige Silke fürchtet, ihre Hundeschule schließen zu müssen, weil die Kundschaft ausbleibt. Aber vielleicht lässt sich ihr Problem durch zwischenmenschlichen Kontakt lösen …

Die schrille Lulu (Maite Kelly), die vierte der Freundinnen, kann mit Hunden nichts anfangen. Sie ist überzeugte Katzenhalterin. Auf der Suche nach der großen Liebe steht sie sich mit dieser strikten Überzeugung selbst im Weg …

Meine Meinung

Die vier Handlungsstränge verlaufen die meiste Zeit getrennt. Anfangs hatte ich das Gefühl, nach jedem Szenenwechsel einen neuen Film zu sehen. Später ergeben sich jedoch immer wieder Berührungspunkte zwischen den einzelnen Episoden. Die Handlung ist nicht besonders innovativ oder überraschend. „Wuff“ ist ein Film zum Zurücklehnen und Entspannen, bei dem man nicht fürchten muss, bei einer kleinen Unaufmerksamkeit eine wichtige Entwicklung zu übersehen.

Der Film thematisiert die Liebe in verschiedenen Facetten: Das Gefühl des Verlassen werdens bei Ella, der Kampf um eine brüchige Beziehung bei Cecile, die scheinbare Gleichgültigkeit gegenüber Männern bei Silke und die Suche nach dem Richtigen bei Lulu. Romantische Szenen kommen vor, doch der komödiantische Anteil überwiegt. Der Humor ist locker-leicht und passt zum entspannenden Gesamtbild des Films.

Die eigentlichen Hauptdarsteller in „Wuff“ sind unbestritten die Hunde. Neben Bozer und Simpson treten viele weitere Vierbeiner verschiedener Rassen in kleineren Rollen auf, zum Beispiel in der Hundeschule. In der Liste der menschlichen Darsteller finden sich namhafte deutsche Schauspieler, darunter Kostja Ullmann, den ich sehr schätze, und Katharina Thalbach, die ihren Szenen in ihrer herrlich schnodderigen Art ihren ganz eigenen Touch verleiht. Insgesamt stellen alle beteiligten Schauspieler die Eigenheiten der jeweiligen Figuren (über-)deutlich heraus, wie es sich für eine Komödie gehört.

Mein Fazit

„Wuff“ ist eine Komödie mit romantischen Anklängen, bei der Hunde eine entscheidende Rolle spielen. Es handelt sich um einen sehr entspannenden Film mit wenig Handlung, leichtem Humor und komödientypisch überzeichneten Figuren. Ideal für einen gemütlichen Fernsehabend nach einem anstrengenden Tag! (JH)

Facts

  • Titel: „Wuff“
  • Regie: Detlev Buck
  • Genre: Romantik, Komödie
  • Produziert & Erschienen: Deutschland, 2018
  • Mit: Emily Cox, Johanna Wokalek, Marie Burchard, Maite Kelly, Frederick Lau, Kostja Ullmann, Katharina Thalbach
  • FSK: 6
  • Kinostart: 25. Oktober 2018