Unter Uns: Eine wahre Geschichte

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(c) CC0 pixabay.com

Heute haben wir etwas ganz besonders für Euch: Eine romantische Kurzgeschichte, mitten aus dem Leben! Vielleicht, um Inspiration für Euren Heiratsantrag zu sammeln? Oder einfach nur, um dem stressigen Alltag zu entfliehen?

Wozu auch immer Ihr diese Geschichte nehmt – vielleicht zaubert sie Euch ein kleines Schmunzeln auf die Lippen 😉

Der Hochzeitsantrag: Max und Anna

Max und Anna (Namen geändert) sind schon lange zusammen und für beide war eigentlich klar, dass sie ihr Leben gemeinsam verbringen wollen. Sie sind im Jahr auf 3 Hochzeiten eingeladen, auf mehreren Junggesellenabschieden und so weiter. Ob beim Fußballtraining oder beim gemütlichen Bierchen mit den Jungs: Immer und immer wieder geht es um die eine Frage: „Wann machst du Anna endlich einen Antrag. Mach es doch so oder so…“ Wie nervig.

Und auch bei Anna ist die Sache nicht anders: Die Omas und Opas wollen nicht locker lassen, bei jedem Besuch: „Na, wann seid ihr denn endlich so weit, dass ihr euch traut?“ Wenn es immer und immer wieder um dieses Thema geht, hat man doch gar keine Lust mehr, sich etwas Romantisches zu überlegen.

Also entschieden sich die beiden, den gemeinsamen Weg anders zu starten: mit einem Haus. Ein kleines Eigenheim, nur für die zwei … und den zwei gemeinsamen Hunden. Der Kauf und Umbau, die Renovierung und alles was dazu gehört, ist nie leicht, selbst wenn man sich sicher ist, dass man gemeinsam alt wird. Wenn beide Partner arbeiten, nach 8 Stunden vor dem Schreibtisch und in der Produktionshalle rauf auf die Baustelle: Tapeten ab, Fliesen ab, Tapete ran, Farbe an die Wand, neue Fliesen ran und und und … Da liegen schon manchmal die Nerven blank und der Partner wird etwas rauer als notwendig angesprochen.

An Annas Geburtstag hatte sie Urlaub genommen, damit die neue Toilettenspülung eingebaut werden konnte. Max hatte Nachtschicht. Um die Mittagszeit brachte er dann eine Stärkung und einen kleinen Geburtstagskuchen mit. Er rief Anna in den Garten hinaus. Anna hatte direkt einen Gedanken: „Oh nein, irgendwas ist am Haus, etwas ist kaputt gegangen und verursacht immense Mehrkosten!“

Doch es kam etwas anders, er nahm ihre Hand und sagte: „Schau mal, Anna, wie schön wir es hier haben. Es passt einfach alles: dieses Haus, der Garten, die Umgebung. Ich bin so froh, dass wir es gefunden haben und es uns jetzt so gestalten, wie wir es uns vorstellen. Du bist der Mensch, neben dem ich jeden Morgen aufwachen möchte, bis ich alt und grau bin. Du bist der Mensch ohne den ich nie mehr sein möchte. Du bist der Mensch, den ich über alles liebe!“

Ein silberner Ring mit kleinen Steinchen im oberen Bereich kam zum Vorschein und Max ging vor Anna auf die Knie: „Willst du meine Frau werden?“
Ihr liefen direkt die Tränen über die Wangen und sie antwortete natürlich mit einem schluchzenden „Ja.“ und fiel Max um den Hals. ♥ (Leonie Nobel)