Unter uns: Heimischer Hochzeitsantrag

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(c) CC0 pixabay.com

In der heutigen „Unter Uns“-Geschichte von unserer Autorin Leonie Nobel wartet Anna sehnsüchtig auf einen Heiratsantrag von ihrem Freund Janik. Doch es will einfach nicht passieren – was Anna schier zur Verzweiflung bringt. Wie es dann noch noch dazu kam? Lest weiter! 😉

Vor vier Monaten wurde Anna durch die morgendliche Übelkeit auf ein kleines Würmchen aufmerksam, was ihren sehnlichsten Wunsch nach einer Familie endlich erfüllte. Sie und Janik freuten sich riesig auf ihr zukünftiges Kind. Nur eine Kleinigkeit fehlte noch um eine richtige Familie zu werden: der Hochzeitsantrag!

Jeden Tag machte sie sich innerlich darauf gefasst, dass Janik sie fragen würde. Doch dieser machte keine Anschalten, auch nur eine romantische Ader zu entwickeln. Sie hatten schon oft über das Thema gesprochen und für beide ist eigentlich klar, dass sie ihr Leben gemeinsam verbringen wollen. Doch trotzdem würde sich Anna so sehr über einen Antrag von Janik freuen. Und dann war es endlich so weit: Anna hatte vor, gemeinsam mit ihren Mädels den Abend zu verbringen und dann sagte Janik: „Ach, ich dachte, wir gehen gemeinsam aus und schick essen?!“ Anna sagte daraufhin ihren Freundinnen ab und zog sich ein aufregendes, umwerfendes Kleid für den perfekten Moment an.

Sie saßen im Restaurant, warteten auf das Essen, dann aßen sie und schließlichh waren sie fertig mit dem Essen. Was passiert ist? Nichts! Keinen romantischen Rückblick auf die gemeinsame Zeit, keine romantischen Gesten und vor allem KEIN Antrag. Auf der Rückfahrt dachte sie dann, vielleicht will er ja den Antrag zu Hause machen und hat schon etwas vorbereitet, wenn sie heimkommen. Sie wollte dann so tun, als sei sie überrascht.

Doch auch zu Hause ist nichts passiert. Er schaltete den Fernseher ein und kuschelte sich auf die Couch. Da hatte Anna dann die Schnauze voll. Sie ging ins Bad, putzte sich die Zähne, zog sich die Schlabber-Schlafhose an und wollte sich dazu kuscheln.

Und dann: Das ganze Wohnzimmer wurde von tausenden Kerzen beleuchtet, Janik kniete in einem Meer aus Rosen nieder und hielt das heiß ersehnte kleine Schächtelchen in der Hand. Anna liefen beim bloßen Anblick bereits die Tränen herunter und sofort wanderte eine Hand auf ihren Bauch zu ihrem kleinen Würmchen. Sie hörte gar nicht so recht, was Janik alles zu ihr sagte, sondern nur die letzte Frage: „Willst du mich heiraten, Anna?“ Es kam kaum ein Wort aus ihrem Mund heraus. Sie nickte, hauchte ein Ja und fiel ihm direkt in die Arme. Aus dem perfekten Kleid wurde also die Schlafhose, doch es war auch so perfekt. ♥

Also Mädels, bitte etwas Vertrauen in die Männer haben. Sie machen sich über diesen Moment sicher genauso viele Gedanken und sie kennen ihre Liebste manchmal besser als wir uns selbst, damit alles genau perfekt wird. (LN)