Wien – eine Stadt zum Verlieben

0
82
barocker Park, (c) CC0 pixabay.com

Wien, nur Wien du kennst mich up, kennst mich down

Du kennst mich.

Nur Wien, nur Wien, du nur allein

Einer der größten Stars Österreichs, der international gefeierte Musiker Falco, wusste bereits, dass es nur eine Stadt gibt. Eine Muse für viele Künstler, in der bereits Walzerkönig Johann Strauss komponierte und Gustav Klimt seine goldenen Züge hinterließ, von kultureller Schönheit kaum überboten.

Die lebenswerteste Stadt der Welt, dort wo Apfel, Powidl und Marillen die Kuchentheken der Kaffeehäuser füllen, wo es Verlängerten mit Schlagobers dazu gibt und nicht zuletzt die süße Mannerschnitte. Ein Ausflug nach Wien ist immer eine Reise in eine charmante, romantische Welt.

Um Wien wirklich auskosten zu können, braucht man mindestens fünf Tage, aber auch ein Wochenende zwischen historischer Architektur und frischer Lebensenergie reicht aus, um sich in die Stadt zu verlieben.

Kaffeehausromantik

Um diesen romantischen Städtetrip ganz gemütlich beginnen zu lassen, solltet Ihr Euch als erstes in einem Kaffeehaus niederlassen, denn diese sind eines der Aushängeschilder der Stadt. Sie stehen für Genuss und Lebensart.

Für alle, die nicht wussten, was Powidl und Marillen sind: Es handelt sich um Pflaumen und Aprikosen, die gerne in Marmeladenform in Mehlspeisen und Sachertorte eingebettet werden. Einen Verlängerten bestellt man, wenn man einen gestreckten Espresso möchte und der Schlagobers ist die Schlagsahne, die hierbei nicht fehlen darf. Österreich hat so viele kreative Kaffeespezialitäten mit süßen Namen – da kann man schnell den Überblick verlieren. Soll es ein Wiener Melange sein oder doch lieber ein Piccolo oder ein Zarenkaffee? Hier hilft nur: Nachfragen und ausprobieren!

typisches Kaffeehaus, (c) CC0 pixabay.com

Schön ist das Kaffeehaus Prückel. Die Einrichtung ist originalgetreu den 50er Jahren nachempfunden und es ertönt regelmäßig Live-Musik vom Klavier. Auch das Cafe Ritter ist eine traditionelle Perle, mit hohen Stuckdecken und Wiener Ambiente. Dazu gibt es gutes Frühstück, Kaiserschmarren, Knödel und Torten. Ein Kaffeehaus ist für jede Tageszeit eine schöne Anlaufstelle und auch wenn sie oft voll sind, so findet man doch beim Bummeln durch die Stadt an der nächsten Ecke einen freien Platz.

Wiens Altstadt-Flair

Die Altstadt von Wien lässt sich am besten bei einem Spaziergang erkunden. Wir beginnen am Rathaus, dessen Architektur das erste Highlight ist. Am Parlament vorbei geht es über den barocken Vorgarten der Hofburg über den Heldenplatz bis hin zur Oper und durch die geschäftige Kärntner Straße hinein in die Innenstadt.

Man steuert an den vielen Läden der Straße direkt auf den Stephansdom zu. Gegen ein wenig Geld kann man die Treppen hinauf in den Turm des Doms steigen und eine herrliche Aussicht über die Innenstadt von Wien genießen. Der anstrengende Aufstieg lohnt sich.

Stephansdom, (c) CC0 pixabay.com

Auch die exotisch anmutende Karlskirche sollte man sich ansehen. Ich denke, ich muss nicht mehr erwähnen, wie schön die Fassaden der Häuser hier im Allgemeinen sind, flanieren und staunen macht in Wien einfach Freude. Am Karlsplatz vor der Kirche kann man sich für eine kleine Pause am Rand des großen Brunnens niederlassen und einfach dem Treiben zusehen und ein Eis essen, wenn man nicht schon zuvor zu viel Apfelstrudel und Gugelhupf hatte.

Die berühmtesten Wiener Schlösser, Belvedere und Schönbrunn sind das nächste Ziel. Beide haben, ganz getreu dem Barock, gigantische Parkanlagen mit kitschigen Statuen vor großen Brunnen und prachtvollen Blumenbeeten. Hier ist ein Spaziergang vor der Kulisse der beeindruckenden Schlösser ein Genuss für das Auge.

Schloss Belvedere, (c) CC0 pixabay.com

Wem es nach all diesen historischen Bauten nach etwas Ausgeflipptem dürstet, der kann sich aufmachen zum Hundertwasserhaus, dessen künstlerische Fassade und schräge Bauweise ganz anders, aber ebenfalls genial ist.

Prater, Museen und Nachtleben – Wien bietet alles für eine aufregende Zeit zu zweit, die Möglichkeiten gehen einem hier so schnell nicht aus und auch spontan findet man immer das Richtige zu tun. (CD)

Hundertwasserhaus, (c) CC0 pixabay.com