Wild West – Eine Reise voller Magie und Zauber

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(c) Celina Doering

Kannst Du Dir vorstellen, als Cowboy in den Wüsten von Arizona und Utah gelebt zu haben? Den wilden Westen zu durchqueren, ein raues aber freies Leben führend? Heute haben wir es um einiges bequemer. Wir haben Klimaanlagen und Wasserklosets und übersehen, die Augen am Handy klebend und in schicken Hotels übernachtend, was uns die Natur zu bieten hat.

Wieder einmal führte mich die Reise in die USA. Nach Arizona und Utah, wo die Wüste voller Wunder steckt. Vor einigen Monaten habe ich eine Camping Tour dort gemacht und es war ein einzigartiges Erlebnis.

(c) Celina Doering

Eines der wohl atemberaubendsten Erlebnisse war das Monument Valley: Die sogenannten „Mittens“ – riesige Steinformationen, die dort in der Landschaft, wie Monumente (daher der Name des Parks) thronen – sind wohl das bekannteste Bild auf Reiseführern und Postkarten von Amerikas wildem Westen. Das Wort „Mitten“ bedeutet Handschuh oder Fäustling und wenn man sich diese Felsen so ansieht, sehen sie wie zwei Hände eines Riesen aus. Durch das ganze Tal erstrecken sich derartige Formationen: E.T, Snoopy, der Elefant, die 3 Schwestern, das Kamel – sie alle sind beindruckende Steine, die in der Wüstensonne leuchten. Der Stamm der Navajo Indianer, der dort zuhause ist, führt regelmäßige Jeep Touren durch das Gelände, bei denen Du den schönen Legenden über die Landschaft, sowie der traditionellen Flötenmusik lauschen kannst. Auch Souvenirs gibt es hier für einen sehr fairen Preis. Die typischen, handgemachten Türkis-Schmuckstücke versprühen den magischen Charme des Indianer Stammes.

(c) Celina Doering

Der Sonnenuntergang ist wunderschön: Warme Rot- und Lila-Töne tauchen die Monumente in ein romantisches Licht. Aber vor allem der Sonnenaufgang, den ich hier erleben durfte, war wohl einer der zauberhaftesten Momente meines Lebens. Der Zeltplatz liegt nämlich direkt an einem kleinen Hang, der die Felsen überragt. Als ich also aufwachte, öffnete ich mein Zelt und konnte von meinem Schlafsack aus zusehen, wie sich die markanten, schwarzen Formen vor dem ersten hellen Licht auftaten und allmählich in fantastische Farben verwandelt wurden. Es war unglaublich romantisch. Auch tagsüber ist das Tal dank des hellen Blaus des Himmels und des warmen Beiges der Wüste ein echter Augenschmaus. Egal, wo man hinfährt, zuerst scheint es nur Wüste zu sein, aber auf den zweiten Blick entdeckt man immer wieder spannende Details in der Landschaft.

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(c) Celina Doering

Nur zwei Stunden entfernt liegt der Antelope Canyon, eine erneute, beeindruckende Komposition aus Farben und Flächen. Am besten mietest Du Dir im Sommer ein Auto, packst Zelt und Campingsachen ein und erlebst dieses Abenteuer selbst. Der Antelope Canyon scheint wie eine optische Illusion, wenn man im Inneren steht. Schau nach oben und entdecke, wie das Sonnenlicht durch die spiralförmigen Sandsteine blitzt. Es ist still und wirkt so unberührt, als wäre man in einem von Menschen bisher unentdeckten Märchenland. Gleich neben dem Canyon liegt der Lake Powell. Nach so viel Sand und Wüste tut das Wasser wieder gut. Und dieser See ist noch eines der Wunderwerke der Natur. Ein See, mitten im trockenen Nirgendwo. Das grünblaue Wasser schlängelt sich um die Wüstenfelsen und lädt zum Baden ein. Mache eine kleine Schifffahrt, oder leihe Dir einen Jet-Ski, oder ein Paddelbord um das Wasser zu erkunden und Spaß zu haben.

Auf diesem Trip kannst Du den wilden Westen erleben, wie in einem guten Western und gleichzeitig eine romantische Reise durch die Wüsten von Arizona und Utah machen. Und vergiss nicht, die richtige Musik für die Fahrten mitzunehmen. Ich hatte zum Beispiel den Soundtrack zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Moriccone dabei und mit dem konnte ich immer in romantische Träumereien vom wilden Cowboy-Leben versinken und den Road Trip so richtig genießen. (CD)

Monument _Valley_Sunset
(c) Celina Doering